Veronika Bellmann

CDU-Politikerin (Landesverband Sachsen und MdB seit 17.10.2002)

Unterzeichnerin der Erklärung des Berliner Kreises in der CDU (1)

2015: Interviewpartnerin der AfD-nahen Freie Welt des Sven von Storch (2)

2015: Autorin der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit (Artikeldatum: 25.06.2015) (3)

Als bekennende Abtreibungsgegnerin Verfasserin des Grußwortes zum „Marsch für das Leben 2016“ in ihrer Eigenschaft als MdB unter Angabe ihres Bundestagsbüros (4)

Stimmt am 30.06.2017 gegen die Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts (5) und begründetet ihr Nein gegen die „Ehe für alle“ auf Nachfrage so: „Ich denke, es widerspricht der Schöpfungsnatur.“ (6)

16.03.2017: eine von Bellmann organisierte und umstrittene Veranstaltung mit der Abtreibungsgegnerin und Antifeministin Birgit Kelle zum Thema „GenderGaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will“ findet statt.(7)

Spricht sich 2016 für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) aus. (8)

Am 21.09.2017, drei Tage vor der Bundestagswahl 2017, schließt sie eine Zusammenarbeit mit der AfD wieder aus. „Jenseits häufiger radikaler Auftritte ihrer Spitzenfunktionäre und jenseits der Zerstrittenheit und Zerrissenheit fast aller Landesverbände der AfD ist sie weder eine Alternative für Deutschland noch eine Alternative für Konservative.“ (9)

Die Zukunft wird zeigen, ob es bei dieser Distanzierung bleibt oder sie ihre Meinung ein weiteres Mal ändert.

Zur Einschätzung einige ausgewählte Äußerungen von Bellmann

Es gibt eine nicht durch Gesetz, sondern durch die Gesellschaft festgelegte politische Korrektheit, die dazu führen kann, die Meinungsfreiheit auszuhöhlen. (…)“ (10)

„Das ist eine einfache geschichtliche Wahrheit. Deutschland gehört zu den europäischen Ländern des christlich-jüdisch geprägten Abendlandes und kam mit dem Islam erst während des Ersten Weltkrieges durch muslimische Kriegsgefangene in Berührung.“ (11)

„Es stellt sich die Frage, ob wir nicht in unserem Antidiskriminierungswahn jegliches Augenmaß verloren haben, weil dadurch Minderheiten zu oft über Mehrheiten dominieren.“ (12)

„Aber auch darüber, dass denjenigen, die zu uns kommen, klar sein muss: Integration ist eine Bringschuld, zu der wir nur die Rahmenbedingungen liefern können.“ (13)

Zur Einschätzung einige ausgewählte Textstellen ihres Gastbeitrages für das Handelsblatt online

„(…)Wer Wind sät, wird Sturm ernten

So sind eben keine geordneten Verfahren möglich, wenn Flüchtlingsströme ein so großes Ausmaß annehmen und trotz Grenzkontrollen eben nicht mehr kontrollierbar sind. Dann werden auch die uneigennützigsten Ehrenamtler, die Mitarbeiter der Ämter und Behörden über kurz oder lang die Segel streichen, Polizei und Kommunen überfordert sein. Die Bundeswehr wird nicht nur punktuell helfen, sondern bald Führungs- und Koordinationsverantwortung in größerem Stile übernehmen müssen. (…)

Das alles ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Angst davor haben, dass sich die vielen Asylsuchenden eben nicht den Regeln unseres Landes anpassen werden, sondern die Regeln unseres Landes ihnen. Sie vermuten, dass sich unser Land verändert und dass das nichts Gutes für den inneren und sozialen Frieden verheißt. Sie sagen unisono, den wahren Kriegsflüchtlingen, insbesondere den Familien gerne zu helfen. Aber die seien ja nicht in der Mehrzahl. (…)

Frauke Petry konnte ungeschützt das aussprechen, was sich eine große Mehrheit im Lande denkt und jeder für sich in die Kategorie „gesunder Menschenverstand“ einordnet, aber nicht mehr laut zu sagen traut. Denn nach den dummdreisten Brutalos und Chaoten in Heidenau ist ja jeder Sachse, der nur die geringste Kritik oder auch mal nur seine Ängste oder Befürchtungen ausspricht, Fragen stellt, informiert werden will, ein politisch ungebildeter, islamfeindlicher Dunkeldeutscher oder gleich ein Rassist oder Nazi.

Unter dem Diktat einer „Sprachpolizei“, wie es Helmut Markwort im „Focus“ treffend formuliert hat, haben  nur noch die Träger der Willkommenskultur eine Chance, medial freundlich wahrgenommen zu werden. Die große schweigende Mehrheit, die wir alle noch brauchen werden, damit wir diese Herausforderung meistern, ohne dass uns die Gesellschaft auseinanderbricht, hat sich resigniert zurückgezogen. (…)“ (14)

Und hier ist bereits der Platz für weitere Ergänzungen, die mit Sicherheit in Kürze folgen werden. Den noch freien Raum nutzen wir, um uns von Bellmanns Äußerungen zu distanzieren.

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Quellen:

(1) http://dynamic.faz.net/download/2016/erklaerungberlinerkreis.pdf, zuletzt abgerufen am 04.06.2017

(2) http://www.freiewelt.net/interview/aerzte-sollen-heilen-nicht-toeten-helfen-10063331/, zuletzt abgerufen am 17.03.2017

(3) https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/gescheitert/, zuletzt abgerufen am 29.03.2017

(4) http://www.marsch-fuer-das-leben.de/media/marsch_2016_grusswort_bellmann.pdf, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(5) http://www.bundestag.de/blob/513868/14a2f3f235d250a8f65f0ba218b50287/20170630_1-data.pdf, zuletzt abgerufen am 04.08.2017

(6) http://www.mdr.de/sachsen/ehe-fuer-alle-reaktionen-sachsen-100.html, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(7) http://www.veronika-bellmann.de/inhalte/1/aktuelles/160862/klartext-reden-gendergaga-wie-eine-absurde-ideologie-unseren-alltag-erobern-will-von-und-mit-birgit-kelle/index.html, zuletzt abgerufen am 29.09.2017

(8) http://www.queer.de/detail.php?article_id=27116, zuletzt abgerufen am 17.03.2017

(9) http://www.veronika-bellmann.de/inhalte/1026191/aktuelles/167018/berliner-kreis-afd-fuer-konservative-nicht-waehlbar-/index.html, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(10) Entnommenes Zitat aus einem Interview mit der Freien Presse – „Pegida sollte in Warnschuss sein“ vom 23.01.2015 (Schreibfehler original)
http://www.veronika-bellmann.de/inhalte/1/aktuelles/72586/interview-mit-der-freien-presse-pegida-sollte-in-warnschuss-sein-/index.html, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(11) a.a.O.

(12) a.a.O.

(13) a.a.O.

(14) Gastbeitrag zur Flüchtlingskrise ‘Merkels Ritt auf der Rasierklinge‘ erschienen in Handelsblatt online am 20.09.2015

(15) …

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