Frauen für Freiheit

Frauen für Freiheit (FfF) ist eine Initiative des Vereins Veto! Für den Rechtsstaat e.V. (Berlin), die vorgibt sich für „ein selbstbestimmtes Leben für Frauen“ einzusetzen.

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Gründerin von Frauen für Freiheit und Betreiberin der Webseiten veto-rechtsstaat.de und frauenfuerfreiheit.de ist die Diplom-Volkswirtin Rebecca Schönenbach, Unterzeichnerin der rassistischen Erklärung 2018 und Mitstreiterin von FREIraum statt HARAMkultur (FsH Berlin), einer islamfeindlichen Vereinigung.

Schönenbach schreibt als Gastautorin für Tichys Einblick [2] und für die Achse des „Guten“. 2017 hat Schönenbach an einer Expertinnenkonferenz der Arbeitsgruppe FLUCHT + MENSCHENRECHTE teilgenommen, der auch Rebecca Sommer angehört, die ebenfalls zu den Unterzeichnenden der rassistischen Erklärung 2018 gehört.

Die Veranstaltungen und die geladenen Gäste von Frauen für Freiheit zeigen unzweifelhaft, dass es sich hierbei nicht um eine feministische oder emanzipatorische Inititative handelt. Getarnt als eine Initiative von Frauenrechtler*innen organisierte die FfF in der Vergangenheit rassistische, islamfeindliche und durchaus auch als antifeministisch zu bezeichnende Veranstaltungen.

So zum Beispiel im Januar 2018 zum Thema: „Zwei Jahre nach Köln: #metoo statt Frauen für Freiheit“. Geladen waren der Rassist Rainer Meyer, auch bekannt als Don Alphonso, und die Abtreibungsgegnerin und Antifeministin Birgit Kelle.

Im Januar 2017 organisierte FfF eine Veranstaltung mit dem Titel: „Frauen für Freiheit – ein Jahr nach Köln“, bei der Brigitta Biehl, Silvia Jelincic, Agnieszka Kolek, Helle Merete Brix, Anabel Schunke (Studentin, Model und eine ehemalige Autorin für Tichys Einblick, die mittlerweile für die rechtsextreme Onlineplattform Journalistenwatch schreibt, für Huffington Post Deutschland bloggt und die der „…Bundesrepublik die Gefolgschaft gekündigt, (hat) weil es keine Obergrenze für Flüchtlinge gibt“ [3]) sowie Rebecca Schönenbach und diskutierten „… über die Reaktionen von Politik, Medien und Behörden auf die Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen europäischen Städten (…)“. Die Begrüßungsrede hielt Henryk M. Broder, [4] der Mitbegründer der Achse des „Guten“ und Erstunterzeichner der rassistischen Erklärung 2018.

Abgesehen von der geladenen Teilnehmerin Anabel Schunke, einer angeblich ehemaligen Antifaschistin, die sich wegen ihrer „Läuterung“ in rechtsextremen Kreisen großer Beliebtheit erfreut, hat sich die Initiative Frauen für Freiheit bisher von rechtsextremen Organisationen, Personen bzw. Veranstaltungen deutlich distanziert.

Noch im Februar 2018 teilte die Initiative mit, den „Frauenmarsch zum Kanzleramt“, organisiert von Leyla Bilge (Alternative für Deutschland), nicht unterstützen zu können und formulierte auf der hauseigenen Webseite eine ausführliche Begründung.

Dies ist nur ein kleiner Auszug:„(…) Auf der Facebook-Seite des Frauenmarsches zum Kanzleramt wird die AfD mit keinem Wort erwähnt, ebenso wenig wie die eingeladenen Redner. Wer durch den im AfD-Slang verfassten Aufruf nicht ausreichend gewarnt ist, wird durch einen Blick auf Bilges eigenes Facebook-Profil schnell schlauer. Denn die dort erwähnten Redner für die Demonstration am 17. Februar sind zwei AfD-Abgeordnete und eine Pegida/HoGeSa-Frontfrau. Die beiden eingeladenen AfD-Abgeordneten Christina Baum und Alexander Tassis sind zudem dem äußerst rechten Flügel der AfD zuzuordnen, beide sympathisieren und unterstützen die Identitäre Bewegung (IB). Auch die Pegida-Organisatorin und HoGeSa-Rednerin Heidi Mund ist für gelinde gesagt skurrile Ansichten bekannt. So möchte die fundamentalistische Christin „den Thron Gottes“ in Frankfurt errichten. Da mutet es schon lustig an, wenn Bilge in dem Aufruf zum Marsch eine schleichende Einführung der Scharia befürchtet, dafür aber eine Rednerin einlädt, die die Demokratie durch einen christlichen Gottesstaat ersetzen möchte.(…)[5]

[6]

Die ausführliche Begründung, die wegen ihres Umfangs nicht mehr als Screenshot dargestellt werden konnte, endete mit dem Satz: „Und selbstverständlich nehmen wir an einem Marsch zum Kanzleramt nicht teil, bei dem Frauenrechte nur als Fassade dienen.“[7]

Von dieser Abgrenzung ins rechtsextreme Spektrum und dem zitierten Verständnis ist die Initiative Freiheit für Frauen mittlerweile deutlich abgerückt, wie eine Anfrage der Abgeordneten June Tomiak (GRÜNE) ergab. Der nächste Frauenmarsch zum Kanzleramt wird von „Leyla e.V. Bündnis“ und „Frauen für Freiheit“ organisiert.

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Abschließend lässt sich feststellen, dass die Initiative Freiheit für Frauen den Schulterschluss mit Rechtsextremen eingegangen ist und demzufolge auch als eine rechtsextreme Initiative bezeichnet werden kann.

Quellenangaben:

[1] https://frauenfuerfreiheit.de/Ueber-uns-90881.html, screenshot vom 17.05.2018

[2] https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/ndm-augen-zu-vertraue-mir/, ein Beitrag als Gastautorin von Rebecca Schönenbach für Tichys Einblick (14.11.2016 „NDM: Augen zu, vertraue mir“)

[3] http://infidels-deutschland.de/2017/01/06/anabel-schunke-und-wieder-ist-jemand-erwacht/, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[4] https://www.veto-rechtsstaat.de/Veranstaltung-Frauen-fuer-Freiheit-ein-Jahr-nach-Koeln-92009.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[5] https://frauenfuerfreiheit.de/Fassade-statt-Frauenrechte-ueber-den-Frauenmarsch-der-AfD-91649.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[6] https://frauenfuerfreiheit.de/Fassade-statt-Frauenrechte-ueber-den-Frauenmarsch-der-AfD-91649.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[7] https://frauenfuerfreiheit.de/Fassade-statt-Frauenrechte-ueber-den-Frauenmarsch-der-AfD-91649.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[8] Screenshots vom 17.05.2018 Quelle: http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/AHAB/servlet.starweb?path=AHAB/lisshfl.web&id=ahabwebdokfl&format=WEBVORGAFL&search=ID%3DV-293836

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