Bublies Verlag

Der Bublies Verlag besteht bereits seit den 1970iger Jahren. Wikipedia hat die Entwicklungsgeschichte des Verlags ausführlich dargestellt. [1] Auch auf die Zuordnung des Verlags wurde dort genauer eingegangen. Dabei schwankt die wissenschaftliche Einschätzung zwischen „einer gewissen Rechtslastigkeit“, „Rechtsextremismus“, „Nationalrevolutionär“ oder „Neuer Rechter“.

Unter Berücksichtung der Autoren des Verlags ist die Umschreibung, dass Teile des Verlagsprogramms den „Nationalsozialismus verherrlichen[2] fast schon schon untertrieben, denn als Autoren sind z.B. aufgeführt

Walter Schellenberg,Hitlers letzter Geheimdienstschef[3]

Jutta Rüdiger, die ehemalige Reichsreferentin des Bund(es) Deutscher Mädel (BDM) [4]

Karl Dönitz, „…deutscher Marineoffizier (ab Januar 1943 Großadmiral), Nationalsozialist, NSDAP-Mitglied, enger Gefolgsmann Adolf Hitlers und nach dessen Willen unter dem Titel des Reichspräsidenten letztes Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs“, der  zu den 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher gehörte und wegen Führens von Angriffskriegen und Kriegsverbrechen schuldig gesprochen wurde und am 1. Oktober 1946 zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er bis zum 1. Oktober 1956 vollständig verbüßte. [5]

und die NS-Kriegsverbrecher Erich Raeder, Adolf Dickfeld, Erich von Manstein. [6] (siehe Anhang 1-6)

Das Verlagsangebot umfasst aber nicht nur Bücher von mittlerweile verstorbenen Nazis oder NS-Kriegsverbrechern, sondern auch Medaillen, Fahnen, Kunstdrucke und Publikationen anderer Verlage, darunter des rechtsextremen Antaios Verlag oder der Lindenbaum Verlags GmbH.

Anmerkung: Umgekehrt funktioniert es natürlich auch. Zum Verlagsprogramm des Verlags Antaios gehören die Publikationen und Schriften des Bublies Verlags. [7]

Inhaber des Bublies und des Lindenbaum Verlages ist Siegfried Bublies, [8] [9] ein ehemaliges NPD-Mitglied und Redaktionsmitglied der mittlerweile eingestellten Zeitschrift Wir Selbst – Zeitschrift für nationale Identität, [10] dessen Restbestand noch immer vom Verlag vertrieben wird. [11] [12]

Als Autor*innen haben für Wir selbst in der Vergangenheit u.a.

Arne Schimmer: NPD, Autor der Deutschen Stimme, Mitglied im Vorstand des Bildungswerkes für Heimat und nationale Identität e.V., Autor für das NPD-Magazin Gegenlicht

Rolf Stolz: Mitbegründer der Grünen, Referent diverser rechtsextremer Burschenschaften, Gruppenleiter der AG „Bündnis 90/Die Grünen für klares Deutsch“ des Verein(s) für deutsche Sprache [13], Autor für Compact, für das Magazin Sezession, die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit

Ellen Kositza/Schenke: Die Lebensgefährtin/Ehefrau von Götz Kubitschek wurde in der Ausgabe 2000 nicht nur als Autorin geführt, sondern auch als Redaktionsmitglied von Wir Selbst. [14] Aktuell gehört sie zu u.a. den Autor*innen des rechtsextremen Magazins Sezession. …

Siegmar Faust: Bis Juni 2018 gehörte Faust zu den Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte Hohenschönhausen, die sich wegen seiner AfD-nahen Äußerungen von ihm trennte. [15] Was sicherlich nicht überraschte, weil Faust schon in den späten 1980iger Jahren für die mittlerweile eingestellte Zschr. Criticón (Hrsg. von Caspar von Schrenck-Notzing, dem Gründer der Bibliothek des Konservatismus) Texte verfasste, für das Magazin Sezession schrieb, für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, als Referent für die rechtsextreme Münchner Burschenschaft Danubia Vorträge hielt oder zuletzt 2018 einen Vortrag für die Bibliothek des Konservatismus (BdK) hielt. …

Erik Lehnert: Geschäftsführer des Institut(s) für Staatspolitik (IfS), Mitbegründer des rechtsextremen Magazins Sezession, Referent diverser rechtsextremer Burschenschaften, der seit 2018 Mitarbeiter des MdB AfD Harald Weyel ist.[16]

Gertrud Höhler: Gastautorin von Tichys Einblick, Autorin für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG), Unterzeichnerin der Rechtschreibresolution Gutes Deutsch [17], Referentin für die Bibliothek des Konservatismus (BdK)…

Texte verfasst. Und dies war nur eine kleine Auswahl.

Basierend auf den zur Verfügung stehenden Fakten, sollte der Bublies Verlag als faschistischer Verlag oder Nazi-Verlag eingeordnet bzw. als solcher bezeichnet werden.

Quellen:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Verlag_Bublies, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Verlag_Bublies, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[3] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d215.html, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[4] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d125.html, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_D%C3%B6nitz, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[6] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d97.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[7] https://antaios.de/buecher-anderer-verlage/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[8] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/contactus.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[9] http://www.lindenbaum-verlag.de/contents/de/contactus.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[10] http://www.wir-selbst.de/impressum/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[11] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d205.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[12] http://www.wir-selbst.de/archiv/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[13] http://vds-ev.de/deutsch-in-der-politik/buendnis-90die-gruenen-fuer-klares-deutsch/buendnis-90die-gruenen-fuer-klares-deutsch/, zuletzt abgerufen am 22.01.2018

[14] http://www.wir-selbst.de/2000/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[15] https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-06/stasi-gefaengnis-kuendigung-afd-mitarbeiter, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[16] https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5476603&s=harald+weyel/, zuletzt abgerufen am 11.01.2018

[17] http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm, zuletzt abgerufen am 11.02.2018

Anhang:

(1)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d215.html

(2)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d125.html

(3)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d111.html

(4)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d216.html

(5)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d138.html

(6)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d213.html

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