Thread: Warum die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr von besonderen Brisanz ist

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Datum: 30.08.2018

1) Gerade eben geschieht so dermaßen viel, dass die #BuchmesseFrankfurt2018 aus dem Blick gerät. Was sicherlich auch daran liegen mag, dass es um die Buchmesse zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr ruhig ist. Anders als im Vorfeld der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr.

2) Der Antaios Verlag hat sich noch nicht angemeldet, ebensowenig Compact. Das darf aber kein Anlass sein die Buchmesse in den Hintergrund zu stellen, denn in diesem Jahr hat sie eine besondere Brisanz.

3) Die Frankfurter Buchmesse wird als die „große Schwester“ der Leipziger Buchmesse betrachtet, also dürften wesentlich mehr rechte/rechtsextreme Verlage mit einem Stand vertreten sein.

4) Im letzten Jahr war TUMULT in Frankfurt vertreten. Noch ist Tumult nicht angemeldet, allerdings bereits durch die Hintertüre über die Manuscriptum Versandbuchhandlung vertreten.

5) Und jetzt kommt das Bristante: Schatzmeister von TUMULT ist der ehemalige Republikaner Benjamin Jahn Zschocke, der Pro Chemnitz als Sprecher vertritt.

6) Ergänzende Infos über Pro Chemnitz, der durch den Gemeindehaushalt finanziert wird, also mit öffentlichen Geldern, hier: https://www.derwesten.de/politik/die-bewegung-hinter-den-demos-das-ist-pro-chemnitz-id215205163.html

7) Jagd auf Menschen, Übergriffe, Brandanschläge auf Geflüchtetenwohnheime geschehen eben nicht in einem Vakuum. Publikationen, Bücher, Heftchen, Magazine, Messen und Veranstaltungen tragen mit dazu bei, …

8) … dass ein Klima entstehen kann in dem dies nicht nur möglich wird, sondern gleichzeitig auch relativiert und/oder verharmlost wird. Thilo Sarrazins rassistische Neuerscheinung im FinanzBuch Verlag, ist so ein Fall.

9) Es ist davon auszugehen, dass diese Pamphlet im Rahmen einer Veranstaltung vom Autoren auf der #fbm18 vorgestellt werden wird.
Möglicherweise betrifft dies auch das Buch von Josef Kraus, dem Ehrenpräsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, erschienen im Manuscriptum Verlag.

10) Der rechtsextreme Ares-Verlag hat sich auch schon angemeldet. Geschäftsführer des Verlags ist W.R. Dvorak-Stocker, Teilnehmer des faschistischen Kongresses Verteidiger Europas. Und wie wir wissen, haben führende IBler u.v.m. ebenfalls an diesem Kongress teilgenommen.

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