Ein thread über die Verbindungen des idea-Reporters Karsten Huhn

Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/1056214214812012544

Datum: 27.10.2018

Als Textversion mit Grafik:

1) Am Montag, 29.10.2018 um 20.15, sendet das ZDF den „Fernsehfilm der Woche: Aufbruch in die Freiheit“. In diesem Film geht es um Emanzipation, die Frauenbewegung in den 1970iger Jahren und auch um einen Schwangerschaftsabbruch.

2) Der Film steht in der Mediathek des ZDF seit 26.10. für die Dauer von drei Monaten zur Verfügung. (Screenshot zum Inhalt siehe unten)

Inhaltsbeschreibung des Dramas "Aufbruch in die Freiheit" mit leider zu viel Text, um diesen hier einbinden zu können. Sorry

3) Der Informationsdienst der evangelischen Allianz, kurz #idea, hat dies zum Anlass genommen eine Rezension zu veröffentlichen mit der Überschrift: „Ein Werbefilm für Abtreibung“, verfasst von Karsten Huhn.

Screenshot idea: Film-Kritik Ein Werbefilm für Abtreibung vom 25.10.2018. Eine Rezension von idea-Reporter Karsten Huhn.

4) Mal abgesehen von der Tatsache, dass Informationen über einen Schwangerschaftsabbruch + die Auseinandersetzung mit dem Thema KEINE Werbung ist, verdeutlicht das Beispiel des Reporters Karsten Huhn, …

5) … Vernetzungen von Anti-Abtreibungs-Organisationen und Einzelpersonen, die teilweise bis ins rechtsextreme Spektrum führen. Es zeigen sich auch die fließenden Übergänge, die sich bis zur Unterstützung holocaustleugnender Portale ausdehnen.

6) Es gibt eine unüberschaubare Fülle an Blogs, Magazinen, Zeitungen und Publikationen, die einerseits Verbindungen, Vernetzungen schaffen und andererseits den Transport von Misogynie, Rassismus…, von menschenverachtender Ideologie eben, ermöglichen.

7) Und es sind auch Kanäle für gezielte Desinformationen zum Thema Abtreibung, über vermeintliche Spätfolgen, über Fallbeispiele samt Zahlen, die keiner Überprüfung standhalten. Bis heute gibt es z.B. keine seriöse Studie, die das sog. „Post-Abortion-Syndrom“ bestätigt.

8) Trotzdem wird auf einschlägigen Webseiten und in Artikeln immer wieder darauf verwiesen und auf Schriften, die darauf basieren.

9) Zurück zu Karsten Huhn, der 2002 auch für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit (F) schrieb. Aktuell befindet sich neben seinem Artikel, wie in nachfolgendem Screenshot zu sehen ist, eine Werbung der rechtsextremen AfD.

10) Dies dürfte den Autoren sicherlich nicht stören, denn als er 2002 seinen Beitrag verfasste, wurde die JF noch vom Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextreme Zeitung im VS-Bericht aufgeführt.

Screenshot mit Textauszug Junge Freiheit: Geistliche Unschärfe ein Text von Karsten Huhn (idea) vom 11. Oktober 2002

11) Karsten Huhn publizierte auch für gloria.tv, eine anonyme katholisch-traditionalistische Webseite, die laut wikipedia als Videoportal und Internet-TV betrieben wird. Nachdem dort der Holocaust geleugnet und katholische Bischöfe beschimpft worden waren …

12) … haben sich 2013 Teile der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und der Schweiz von gloria.tv distanziert. Als Screenshot zwei Beiträge von Huhn aus dem Jahr 2012 + 2015, den Holocaustleugnung offensichtlich nicht gestört hat.

Zwei Artikel von Karsten Huhn für gloria.tv. Ein Screenshot, der das belegt. Ein Artikel vom 10. Feb. 2015 und einer vom 22.12.2012

13) Karsten Huhn verfasst auch Artikel für das Nachrichtenportal kath.net. Hier z.B. im Gespräch mit Claudia Janssen und der Antifeministin Birgit Kelle, die er als „Gender-Kritikerin“ verharmlost.

Screenshot vom kath.net vom 12.Juni 2014. Ein Artikel von Karsten Huhn (idea): Wozu ist eigentlich Gender gut?

14) Auch kath.net steht schon lange unter Kritik. 2012 wurde bereits darauf hingewiesen, dass regelmäßig „Leute, die dem rechtsradikalen Spektrum nahestehen“ (O-Ton) für das Nachrichtenportal kommentieren.

15) Und auch der Verein Durchblick e.V. bezieht sich auf Karsten Huhn, der ein Interview mit der Leiterin des „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ geführt hat. *Ja, ein derartiges Dokumentationsarchiv gibt es auch.*

Screenshot eines FB-Posts vom 24.11.2015 von Durchblick e.V.

16) Aktuell vom 24.09. existiert auch dieser Beitrag zum „Marsch für das Leben“ von Huhn, erschienen auf der Webseite der EAD. Hier berichtet der Autor in fast epischer Breite über die „Schmähungen“ durch „Gegendemonstranten“ und baut hier systematisch das Feindbild auf.

Marsch für das Leben: 5.300 Teilnehmer in Berlin von Karsten Huhn.

Screenshot von einem Text der EAD. Leider zu lang, um diesen hier einzubinden. Ich entschuldige mich dafür.

17) Dies war nur eine kleine Auswahl von SEHR Vielen in einem sehr umfassenden thread, der zeigen will, dass sich hinter nur einer einzelnen Rezension, geschrieben von einem Abtreibungsgegner von idea, eine Fülle von Informationen im Hinblick auf Vernetzungen verbergen.

18) Ein thread, der verdeutlichen will, warum es so wichtig ist, unter die Oberfläche zu schauen, wie weit Abtreibungsgegner*innen tatsächlich gehen, mit wem sie zusammenarbeiten und wen unterstützen und das im Namen einer christlichen Religion und vermeintlichem „Lebensschutz“.

19) #lasttweet #nofundis #prochoice #wegmit218 #nonazis

Mein persönliches Fazit: 🤮🤮🤮

 

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