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Verein für Sprachpflege/Deutsche Sprachwelt

1. Einleitende Anmerkungen

2. Zu den Aktionen der Deutschen Sprachwelt und wer dahintersteckt

3. Quellenangaben

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1. Einleitende Anmerkungen

Der Verein für Sprachpflege (VfS) e.V. bezeichnet sich selbst als „Zusammenschluss von Vertretern verschiedener [Sprach-]Vereine mit dem Ziel, gemeinsam erarbeitete Publikationen zu ermöglichen[1] und ist Herausgeber der Zeitschrift Deutsche Sprachwelt (DSW) sowie Betreiber einer gleichnamigen Webseite. [2]

Treibende Kraft von Verein und Zeitschrift ist der rechtsextreme Historiker und Burschenschaftler Thomas Paulwitz mit seinen vielfältigen Verbindungen.

Schon 2013 stellte Siegfried Jäger vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung fest: „Manchmal plagiiert die „Sprachwelt“ ein bisschen: „Deutschland schafft seine Sprache ab“. Thilo Sarazzin lässt grüßen. Der fürchtete bereits, dass sich ganz Deutschland selbst abschaffe. Da ist die „Deutsche Sprachwelt“, so scheint es, auf etwas weniger fixiert: „Das wichtigste nationale Kulturprojekt: die Sprache“. Dieser Schein trügt: Die Sprachwelt und Paulwitz sind auf etwas anderes aus: die rechte Nation.“ [3]

Anmerkungen: Um weder rassistische noch antiziganistische Begriffe zu reproduzieren, wurde der nachfolgende Screenshot bearbeitet, das Z-Wort und das N-Wort wurden entfernt. [4]

Screenshot eines Textauszuges veröffentlicht im DISS-Journal 26 (2013)

Darum wundert es nicht, dass z.B. die Webseite Aktive Patrioten in der Deutschen Sprachwelt eine neue Stimme der Sprachgemeinschaft sehen und der Sprachzeitung Spitzennoten ausgestellt werden [5] und sich auch andere rechte/rechtsextreme Blogs/Zeitschriften mit der Deutschen Sprachwelt näher befassten, so der Leser*innenschaft näher bringen oder brachten, wie z.B. die Junge Freiheit, Eigentümlich frei … .

In den sozialen Medien ist die Deutsche Sprachwelt, mit 15 Tsd. Follower*innen bei twitter zum Beispiel vertreten, wo sie ihre Texte gegen gegenderte Sprache, gegen Denglisch, für Deutsch ins Grundgesetz, wo sie z.B. Rassismus und Antifeminismus weiterverbreiten können.

Auch die Aktion Sprachwahrer, die nachfolgend noch ausführlicher dargestellt wird, wird weiterverbreitet und unreflektiert vorgestellt und das nicht nur von rechten Medien, sondern auch durch den Stern, die Autobild, die Esslinger Zeitung, den Tagesspiegel, Focus, die Verkehrsrundschau, nt-v.de, die Bayerische Staatszeitung, die Stuttgarter Nachrichten, die Saarbrücker Zeitung … . In keinem der Artikel wurde erwähnt, wer dahintersteckt mit welcher Intention.

2. Zu den Aktionen der Deutschen Sprachwelt und wer dahintersteckt

  • Rettet die Schreibschrift, [6]

ein Aufruf, ein Appell mit mehr als 17.000 Unterschriften, die am 25. Oktober 2017 vor dem Stuttgarter Landtag an die KMK-Präsidentin Dr. Susanne Eisenmann übergeben wurden.

Initiiert wurde die „Aktion“ von Wolfgang Hildebrandt (Vorsitzender der Aktion Deutsche Sprache), dem rechtsextremen Burschenschaftler Thomas Paulwitz (Chefredakteur der Deutschen Sprachwelt) und Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg (Vorsitzende der Neue(n) Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen e.V., einem kleinen rechten Netzwerk, gegründet von Thomas Paulwitz, der diese Gesellschaft und das Netzwerk tatkräftig unterstützt)

  • Sprachsünder-Ecke,

einer festen Rubrik in jeder gedruckten Ausgabe der Deutschen Sprachwelt, in der Sprachsünder*innen vorgestellt werden. In diesem Jahr wurden vier ausgewählt, zwei für ihren Einsatz für gegenderte Sprache.

[7]

  • Leipziger Buchmesse

Eigenen Angaben zufolge ist die Deutsche Sprachwelt seit 2003 jedes Jahr auf der Leipziger Buchmesse mindestens mit einem Stand vertreten.

  • Jürgen-Moll-Preis

2013 gegründet, wird der Jürgen-Moll-Preis seit 2017 in Kooperation mit Sebastian Moll, der Deutschen Sprachwelt und der Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache im Rahmen einer Veranstaltung auf der Leipziger Buchmesse verliehen. Im letzten Jahr wurde der österreichische Antifeminist Thomas Kubelik zum Preisträger 2017 erklärt, der mit 2.500 „dotiert“ ist.

Thomas Kubelik  ist ein erklärter Gegner gegenderter Sprache. Mit Vehemenz setzt er sich gegen das Binnen_I, den Genderstern und andere Formen des sichtbar Machens von Frauen und transidenten Menschen ein. Auch die antifeministische Frankfurter Erklärung hat Kubelik unterzeichnet. Kubelik schreibt z.B. auch für die antifeministische Onlineplattform cuncti oder Zukunft Europa.
2016 fungierte Kubelik als Referent für das Symposium Demo für Alle, einem Sammelbecken von antifeministischen, LBGTIQ*feindlichen, rechten und rechtsextremen Gruppen und Einzelpersonen.

Screenshot "Jürgen-Moll-Preis" auf dem Foto sind zu sehen: Thomas Paulwitz, Sebastian Moll, Josef Kraus, Tomas Kubelik.

[8]

Auf dem Foto von der Leipziger Buchmesse 2017 sitzen der Preisträger Kubelik, der rechtsextreme Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), dessen neueste Buch im Manuscriptum-Verlag erschienen ist, Josef Kraus, auch Autor für die Deutsche Sprachwelt. [9] Daneben Sebastian Moll (Jürgen-Moll-Stiftung) sowie Thomas Paulwitz.

Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels und damit die Veranstalterin der Buchmesse veröffentlichte unreflektiert, ebenso uninformiert und ignorant einen Artikel mit der Überschrift „„Preis für genug gegendert“ – Tomas Kubelik ausgezeichnet“. Womit ein antifeministischer Lehrer so mir nichts dir nichts als „Sprachkritiker“ verharmlost wurde.

Tomas Kubelik ausgezeichnet. "Der Sprachkritiker und Gymnasiallehrer Tomas Kubelik erhält den mit 2.500 Euro dotierten Jürgen-Moll-Preis vür verständliche Wissenschaft..... ". (Screenshot)

[10]

Einige Informationen zur Person von Thomas Paulwitz:

Der Burschenschaftler [11] Th. Paulwitz ist Schriftleiter und Chefredakteur der Deutsche(n) Sprachwelt vom Verein für Sprachpflege e.V, seit 2015 Vorstandsvorsitzender der Theo-Münch-Stiftung (TMS) für die Deutsche Sprache und von 2009 bis 2015 war er Ordensrat für Sprachpflege im Pegnesischen Blumenorden. [12] Aktuell ist Paulwitz ebenfalls Sprecher der AG Straße der deutschen Sprache.

Wegen vereinsschädigenden Verhaltens wurde Paulwitz aus dem rechten Verein Deutsche Sprache (VDS) ausgeschlossen. „Einige Regionalgruppen und Mitglieder des VDS gingen allerdings nicht, wie vom Vorstand gewünscht, auf Distanz zu Paulwitz; auch kam es zu Doppelmitgliedschaften in den Sprachgesellschaften.“ [13] Wann dieser Ausschluss erfolgte, konnte nicht ermittelt werden.

Darüberhinaus war/ist Paulwitz Autor für die „neu“rechte“ Wochenzeitung Junge Freiheit, für den AfD-nahen Blog Freie Welt, für das Ostpreußenblatt [14], das Preußeninstitut, für die Akademischen Blätter, das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG). Er war auch Autor von Artikeln in Sammelbänden herausgegeben vom Akademischen Verein Kyffhäuser (VVDSt-KV) oder Verband der Vereine Deutscher Studenten (VVDSt). [15]

2006 wurde ihm für seine rechte Publizistik der Gerhard-Löwenthal-Preis von der Förderstiftung konservative Bildung und Forschung (FKBF) in Kooperation mit der Junge(n) Freiheit verliehen.

Ob als Referent für den Verband der Vereine der deutschen Studenten (VVDST), für GENIUS Gesellschaft für freiheitliches Denken, einem extrem rechten Vereins mit Sitz in Wien, für die rechtsextreme Gesellschaft für freie Publizistik (GfP), die vom VS beobachtet und im jährlichen VS-Bericht aufgeführt ist, oder für das Netzwerk Deutsche Sprache… Thomas Paulwitz war/ist im rechtsextremen Spektrum bestens vernetzt.

  • Straße der deutschen Sprache

die Straße der deutschen Sprache, einer Webseite mit Informationen über touristische Routen „entlang sprachgeschichtlich bedeutsamer Orte“, die durch Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Nordbayern führt, [16] mit insgesamt 25 teilnehmenden Kommunen. [17]
Literatur als Reiseerlebnis“, schrieb Tourismus Nürnberg am 31.11.2018. Bereits 2011 berichtete n-tv über die Straße der deutschen Sprache, deren Route mittlerweile 25 Städte verbinde,[18] doch nirgendwo stand ein kritischer Hinweis über Thomas Paulwitz.

  • Deutsch ins Grundgesetz [19],

eine Petition an den Deutschen Bundestag, die im September 2018 gestartet wurde und von Josef Kraus, Andrew Onuegbu, Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg (Vorstandsvorsitzende der Neue(n) Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen e.V.) und Prof. Dr. rer. Pol. Andreas Troge (Präsident des des Umweltbundesamtes a.D.) unterstützt wird. [20]

[21]

  • Sprachwahrer des Jahres

Seit 2004 kührt die Leser*innenschaft der Deutschen Sprachwelt (DSW) alljährlich d. Sprachwahrer*in des Jahres, „… um einen in ihren Augen vorbildlichen Einsatz für die deutsche Sprache zu würdigen“. [22]
Als „Sprachbewahrer“ wurden u.a. bisher „gewählt“: der rechtsextreme Manuscriptum Verlag (2008), der Rassist Peter Hahne (2010), der nach wie vor auf der Verwendung des N-Wortes und des Z-Schnitzels besteht, Heike Diefenbach und Michael Klein (Betreiber des antifeministischen rechten Blogs Science Files) (2014), Henryk M. Broder (Autor für die rassistische, islamfeindliche Achse des Guten, Erstunterzeichner der Erklärung 2018 …) und Hamed Abdel-Samad (Autor für die Achse des Guten, geladener Gast bei der Jungen Alternative der AfD [23]…) (2016).

Gute Aussichten auf den diesjährigen Preis als „Sprachwahrer 2018“ hat der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit der Begründung: „Kurz überzeuge durch seine Beredsamkeit. Er verstehe es, mit wohlgesetzten Worten auch schwierige politische Zusammenhänge verständlich darzustellen. Deswegen sei die Schmähung als „Schweigekanzler“ ungerechtfertigt und irreführend. Zudem sorge Kurz dafür, dass die Höhe der Sozialleistungen an Asylberechtigte von deren Anstrengungen abhängt, Deutsch zu lernen. Ebenfalls benannt ist Österreichs Bundesministerium für Landesverteidigung, das nun auf das „Binnen-I“ verzichtet.“ [24]

  • ein Portal für Sprachpflege (sprachpflege.info)

das anlässlich des Tages der deutschen Sprache an den Start ging.

Die Politische Einschätzung des Vereins für Sprachpflege und der Deutsche(n) Sprachwelt lässt sich in nur einem Satz zusammenfassen: Die Sprachwelt und Paulwitz sind auf etwas anderes aus: die rechte Nation.“ [25]

3. Quellenangaben:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Verein_f%C3%BCr_Sprachpflege, zuletzt abgerufen am 30.12.2018. Das Zitat stammt von: http://deutschesprachwelt.de/berichte/dsw/presse-gfds.shtml#VfS, einer Seite, die mittlerweile nicht mehr gefunden werden kann.

[2] https://deutsche-sprachwelt.de/impressum/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[3] https://www.diss-duisburg.de/2013/11/mogelpackung-deutsche-sprachwelt/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[4] https://www.diss-duisburg.de/2013/11/mogelpackung-deutsche-sprachwelt/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[5] http://www.aktive-patrioten.de/rechtsdruck/zeitungen/deutsche-sprachwelt/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[6] https://deutsche-sprachwelt.de/aktionen/rettet-die-schreibschrift/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[7] https://deutsche-sprachwelt.de/aktionen/sprachsuender-ecke/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[8] https://deutsche-sprachwelt.de/aktionen/juergen-moll-preis/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[9] https://deutsche-sprachwelt.de/druckausgaben/druckausgaben-2018-71-bis-74/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018; im Frühling 2018 mit den Texten: „Neues Duden-Machwerk „Richtig gendern“, „Ungarische Studentin wird „Auslandsdeutsche des Jahres 2017““, „Die kleine Sprachwelt“ (Kinderseite), Sprachwitz gewinnt: Die Sprachwahrer des Jahres 2017“, „Sprachsünder-Ecke: Berliner Innensenator Andreas Geisel“.

[10] https://www.boersenblatt.net/artikel-juergen-moll-preis_fuer____genug_gegendert___.1295325.html, zuletzt abgerufen am 31.12.2018

[11] https://www.stura.tu-dresden.de/webfm_send/2656, zuletzt abgerufen am 29.12.2018 In dieser Informationsschrift wird Thomas Paulwitz als Bundesbruder (S. 48) bezeichnet.

[12] https://www.blumenorden.de/index.php/Stammliste, zuletzt abgerufen am 29.12.2018

[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Paulwitz, zuletzt abgerufen am 28.12.2018

[14] http://archiv.preussische-allgemeine.de/1998/1998_04_18_16.pdf, zuletzt abgerufen am 29.12.2018. Ausgabe 18. April 1998, Folge 16, S. 6

[15] http://www.thomas-paulwitz.de/31,0,veroeffentlichungen,index,0.html, zuletzt abgerufen am 09.01.2018

[16] https://www.strasse-der-deutschen-sprache.de/strassederdeutschensprache/de, zuletzt abgerufen am 29.12.2018

[17] https://www.strasse-der-deutschen-sprache.de/strassederdeutschensprache/de/Stationen, zuletzt abgerufen am 29.12.2018

[18] https://www.n-tv.de/reise/Route-verbindet-25-Staedte-article2978831.html, zuletzt abgerufen am 28.11.2018

[19] https://www.deutsch-ins-grundgesetz.de, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[20] https://www.deutsch-ins-grundgesetz.de/unterstuetzer.html, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[21] https://deutsche-sprachwelt.de/aktionen/deutsch-ins-grundgesetz/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[22] https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprachwelt#Sprachwahrer_des_Jahres, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[23] https://markus-mohr.info/hamed-abdel-samad-vortrag-bei-der-jungen-alternative-ein-gespraech-mit-veranstalter-yannick-noe/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[24] https://deutsche-sprachwelt.de/2018/12/wird-sebastian-kurz-sprachwahrer-des-jahres/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

[25] https://www.diss-duisburg.de/2013/11/mogelpackung-deutsche-sprachwelt/, zuletzt abgerufen am 30.12.2018

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Thread Netzwerk Deutsche Sprache und Thomas Paulwitz

Und hier gehts direkt zu twitter: https://twitter.com/XtraKramer/status/950756109064785920

Als Textversion mit Grafik

Mal wieder was gefunden. Mal wieder der „Verein Deutsche Sprache“. Hier ist er organisiert, beim „Bund für deutsche Schrift und Sprache“, der wiederum zum „Netzwerk Deutsche Sprache“ gehört. #fcknzs #nonazis

Und für dieses „Netzwerk“ hat schon referiert: Thomas #Paulwitz: Autor der AfD-nahen Freie Welt, Autor Junge Freiheit, Gerhard-Löwenthal-Preisträger 2006, Herausgeber Deutsche Sprachwelt (Verein für Sprachpflege e.V.), Autor Ostpreußenblatt, …

Referent Gesellschaft für freie Publizistik… Im Nullkommanichts lande ich bei meinem thread zum Thema „Antifeminist erhält Preis auf der Leipziger Buchmesse“

Und wen fand ich da vor? Eben, diesen #Paulwitz, der zum „Preisgericht“ gehörte. Ich dachte, das stelle ich mal ein, zum Umgang mit Rechten + Rechtsextremen auf Buchmessen, auch im Hinblick auf die nächste in Leipzig. #lasttweet #fcknzs

Zum Thema Buchmesse Leipzig 2018 wird’s noch richtig interessant. Vertreten wird sein die „Neue Fruchtbringende Gesellschaft“. Und jetzt ratet mal, wer Gründungs- und Vorstandsmitglied (2007) war oder ist. Ja, richtig, Thomas #Paulwitz.

 

 

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Zusammenfassender thread zur #lbm2019

Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/1107191381481701376

Datum: 17.03.2019

Als Textversion mit Grafik:

1) Faschistische Attentate mit Toten, rassistisch motivierte Angriffe mit Verletzten und Traumatisierten, Hetzjagden, Überfalle verübt von Homohassern, sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Femizide basierend auf Frauenhass,

2) Drohungen, Beleidigungen, Diskriminierungen getarnt als vermeintlicher „Witz“, abschätzige Blicke, Relativierungen all dessen, Verständnis für Täter*innen, Kooperationen, Täter-Opfer-Umkehr und vieles mehr

 

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Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“

Wird in Kürze vervollständigt!

Am 06.03.2019 ging die Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“, initiiert vom Verein Deutsche Sprache, an den Start.

Als 100 Erstunterzeichner*innen, genaugenommen sind es 108, werden folgende Personen angegeben:

  • Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Bestsellerautor und politischer Analyst

Großneffe des letzten Kaisers von Äthiopien Haile (1)
2006: Unterzeichner des Appells für die Pressefreiheit, initiiert von der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit
Autor für die rechtslibertäre Monatsschrift Eigentümlich frei (ef 89, Seite 66)
2017: Interviewpartner für Neue Ordnung (herausgegeben vom extrem rechten Ares-Verlag)
2017: Autor für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG)
2018: Autor für Der Burschenschafter (herausgegeben von der Allgemeine Deutsche Burschenschaft)
2018: Referent für die Burschenschaft Teutonia Freiburg

  • Prof. Dr. Günter Bamberg, Statistiker
  • Susanne Baumstark, Redakteurin und Sozialpädagogin

Unterzeichnerin der antifeministischen Frankfurter Erklärung, die sich gegen die Gleichstellung von Frauen richtete
2016: Unterstützerin eines querfrontähnlichen Aufrufes/einer Petition: „Gegen die Vollverschleierung von Frauen/Gesicht zeigen: in der Demokratie – in Europa – in Deutschland!
2018: Gastautorin für den rassistischen und islamfeindlichen Blog Achse des „Guten“

  • Dr. Max Behland, Journalist und Publizist
  • Birgit Cirullies, Leitende Oberstaatsanwältin a.D.
  • Dr. Dr. h.c. Karl Corino, Journalist und Publizist
  • Friedrich Denk, Schriftsteller und Rechtschreibrebell
  • Kai Diekmann, Journalist und Publizist
  • Dr. Herrmann Dieter, Toxikologe
  • Prof. Dr. Heinrich J. Dingeldein, Germanist
  • Prof. Dr. Rainer Dollase, Psychologe
  • Prof. Dr. Roland Duhamel, Literaturwissenschaftler
  • Günter Ederer, Journalist

Aufgeführt wird Günter Ederer, Wirtschaftsjournalist, Filmproduzent und Publizist (1), als Blogger für den AfD-nahen Blog Freie Welt, der zum Netzwerk von Sven und Beatrix von Storch gehört
Er gehört auch zum Autor*innenkreis des islamfeindlichen und rassistischen Blogs Achse des Guten und  zu den Erstunterzeicher*innen (2) der Initiative Stop Bargeldverbot. Dabei handelte es sich um eine Initiative der Stiftung für Freiheit und Vernunft mit Dagmar Metzger (AfD) im Vorstand, München
Ederer fungierte auch schon als Referent für die Straßburger Burschenschaft Arminia zu Tübingen. Dabei sprach er über das Thema: „Der Klimaschwindel: Staatliche Bevormundung im Namen der Umwelt
2016: Referent für das Forum Freiheit 2016, eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hayek-Gesellschaft

  • Lucie Eschricht, stv. Vorsitzende der VDS-AG Gendersprache
  • Prof. Dr. Ingeborg Fialová, Germanistin
  • Dr. Kurt Gawlitta, Schriftsteller
  • Prof. Dr. Carl Friedrich Gethmann, Philosoph
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Glück, Germanist
  • Minister a.D. Dr. Thomas Goppel,
  • Prof. Dr. Andrea Gubitz, Wirtschaftswissenschaftlerin
  • Peter Hahne, TV-Moderator und Bestseller-Autor

Er gehört zum Kreis der Freunde und Unterstützer des Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V., denn er ist Abtreibungsgegner und ist dort unter seinesgleichen
2017 wurde er Mitglied der Deutsche(n) Evangelistenkonferenz
2019 gehörte er zu den ersten Unterstützer*innen der Petition #Patzelt bleibt! Seniorprofessor für Werner J. Patzelt, einer Petition, die vom RCDS Dresden ins Leben gerufen wurde. Zu den Unterzeichner*innen gehörten z.B. die Abtreibungsgegnerin und Antifeministin Birgit Kelle, Wolfgang Bosbach oder Arnold Vaatz.
Darüberhinaus ist Peter Hahne Rassist, denn er besteht darauf das N-Wort weiter zu verwenden und träumt vom Z-Schnitzel.
Geschlechtergerechte Sprache ist für ihn „Loriot im Endstadium“ und statt respektvoller Sprache, die allen gerecht wird, verwendet er lieber das rechte Narrativ der „politischen Korrektheit“.
Ergänzende Infos mit Belegen hier

  • Prof. Dr. Holger Haldenwang, Wirtschaftswissenschaftler
  • Dieter Hallervorden, Kabarettist

Ehrenmitglied des Verein(s) Deutsche Sprache

Bereits 2012 berichtete die Welt, dass Hallervorden als Theaterdirektor in „Ich bin nicht Rappaport“ einen Weißen einen afroamerikanischen Hausmeister spielen ließ und damit blackfacing betrieb. Allerdings war das nicht der erste Rassismusvorwurf gegen den „Komiker“. In einer SAT1-Show die Comedy Falle (2005) war er auch schon aufgefallen. Es wird darauf verzichtet, seinen vermeintlichen und verabscheuungswürdigen rassistischen „Gag“ hier zu reproduzieren. (1)

2013 beteiligte er sich an der Aktion „Fragebogen“ der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit

2015 berichtete Belltower News über Hallervordens neuestes rassistisches Lied und stellte nach all dabschließend die Frage, ob es da noch helfe, dass Hallervordens sämtliche Erlöse aus dem Song der Flüchtlingshilfe zu Gute komme. (2)

2016 berichtete VICE über seinen islamfeindlichen „satirischen Song“, dessen Ton mensch „bestenfalls vom neuen Anti-Islam-Parteiprogramm der AfD“ gewohnt sei. (3)

Es ist also nicht das erste Mal, dass der Komiker durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auffällt. Dieses Mal ist es eben der Einsatz gegen geschlechtergerechte Sprache.

  • Prof. Dr. Ulrich Heilemann, Wirtschaftswissenschaftler
  • Anette Heinisch, Rechtsanwältin und Publizistin

Ihr Vorname wird sowohl mit einem n als auch mit zwei n geschrieben. Das ist etwas irreführend.
Die Rechtsanwältin und Publizistin ist Autor*in für den islamfeindlichen und rassistischen Blog Achse des Guten
2018: Erstunterzeichnerin der rassistischen Erklärung 2018, initiiert von der extrem rechten Publizistin Vera Lengsfeld
2018: Autorin für den rechten Deutscher Arbeitgeberverband Markt & Freiheit e.V. Hier schreibt sie häufiger. …

  • Prof. Dr. Johannes Heinrichs, Philosoph
  • Dr. Horst Hensel, Schriftsteller
  • Prof. Dr. Thomas Hering, Wirtschaftswissenschaftler

von der Fernuniversität Hagen (1) ist bereits einschlägig aufgefallen:
2010: Unterzeichner der Rechtschreibresolution Gutes Deutsch.
Diese „Resolution“ war versehen mit der rechten Parole „Tradition, Kultur und Sprache bewahren, Volksvermögen schützen: Wir kippen die Rechtschreibreform!„. Ein extrem rechter Aufruf, der nicht nur von der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck vom mittlerweile verbotenen Collegium Humanum unterstützt wurde.
Rechtzeitig wurde diese Resolution, die es in sich hat, hier archiviert: http://archive.is/5KY0l, denn die ursprüngliche Webseite gibt es mittlerweile nicht mehr.

2014: Unterzeichner des neofaschistischen und revisionistischen Frankfurter Aufrufs, initiiert von Wolfgang Hübner.
Anm.: Zu den Unterzeichner*innen gehörten z.B. Heidi Mund, Robin Classen (AfD), Nils Wegner (u.a. Autor für die Sezession, IfS-Referent…), Baal Müller, Rigolf Hennig, Andreas Lichert (IfS, Identitäre Bewegung…), Felix Menzel (Blaue Narzisse)… . Sie alle sind und waren im neofaschistischen Spektrum fest verordnet.
Die Webseite existiert nicht mehr, nur noch der FB Account: https://www.facebook.com/FrankfurterAufruf. Ergänzende Infos von pi-news wurden hier archiviert.

2015: Autor für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG)

2018: Unterstützer der rassistischen Erklärung 2018, initiiert von der extrem rechten Publizistin Vera Lengsfeld. Angegeben wurden hier seine akademischen Titel: Univ.-Prof. Dr. habil, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre

  • Judith Herrmann, Schriftstellerin
  • Minister a.D. Walter Hirche
  • Prof. Dr. Thomas Jost, Wirtschaftswissenschaftler
  • Dr. Hans Kaufmann, Autor
  • Werner Kieser, Unternehmer
  • Wulf Kirsten, Lyriker
  • Prof. Dr. Hans Peter Klein, Biologe
  • Angelika Klüssendorf, Schriftstellerin
  • Ferdinand Knauß, Journalist und Historiker

2011: war er Pressesprecher des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
2012: Redakteur bei der Wirtschaftswoche (WiWo)
Er gehörte zu den Unterzeichner*innen der antifeministischen Frankfurter Erklärung, die sich gegen die Gleichstellung von Frauen aussprach.
Darüberhinaus ist er aufgeführt als Blogger für den AfD-nahen Blog Freie Welt, der zum Netzwerk des Ehepaars von Storch gehört
2017: Referent für die Bibliothek des Konservatismus (BdK), einem Zentrum „neuer“ Rechter mit Sitz in Berlin
2017: Mitautor im Sammelband „Die Quotenfalle – Warum Genderpolitik in die Irre führt“, erschienen im FinanzBuch Verlag, einem rechtslibertären Verlag mit Beiträgen von Rassist*innen, Antifeminist*innen und gewöhnlichen extremen Rechten, wie z.B. Philip Plickert

  • Prof. Dr. Jan Körnert, Wirtschaftswissenschaftler
  • Prof. Dr. Walter Krämer, Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache

Er verfasste zwischen 2013 und 2016 24 Artikel für den AfD-nahen Blog Freie Welt, der zum Netzwerk von Sven und Beatrix von Storch enthält. Er gehört zum Autor*innenkreis des islamfeindlichen und rassistischen Blogs Achse des Guten.
Er ist Sprecher des Stiftungsvorstands Stiftung Deutsche Sprache und 1. Vorsitzender des rechten Vereins Deutsche Sprache (VDS). Hier ist er auch Gruppenleiter der AG „FDP für klares Deutsch
2013: Referent der Münchner Wirtschaftsgespräche der Stiftung Freiheit und Vernunft. Damaliges Vorstandsmitglied war Dagmar Metzger von der AfD.
2013 (Ausgabe 543) und 2014 (Ausgabe 558): Beiträge für MUT
2015: Als FDP-Mitglied hielt er einen Vortrag für die neofaschistisch Partei Alternative für Deutschland (AfD)
2018: Autor in Der Burschenschafter der Allgemeine Deutsche Burschenschaft (ADB) über „Die deutsche Sprache als Heimat

  • Josef Kraus, langjähriger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
  • Prof. Dr. Malte Krüger, Ökonom
  • Dr. Tomas Kubelik, Autor und Pädagoge

Der österreichische Antifeminist ist schon seit langem bekannt, z.B. als Autor für Zukunft Europa e.V. (antifeministisch, LGBTIQ*feindlich und rechts) oder als Referent für ein Symposium von Demo für Alle (2016). Hier hielt er einen Vortrag mit dem Titel: „Warum Gendern unsere Sprache verhunzt“.

Er gehört ebenfalls zu den Unterzeichner*innen der antifeministischen Frankfurter Erklärung, die sich gegen die Gleichstellung von Frauen ausgesprochen hat.

6 Beiträge hat er für die antifeministische Onlineplattform cuncti verfasst.

2014: Unterzeichner des Manifests der 800 (AU). In diesem „Manifest“ hatten sich 800 Sprach“kritiker*innen“ gegen die „Zerstörung der Sprache durch Binnen_I und andere von oben verordnete Veranstaltungen“ ausgesprochen.
2017: erhielt der Antifeminist auf der Leipziger Buchmesse den Jürgen-Moll-Preis, verliehen von der Deutsche Sprachwelt.
Ergänzende Infos über das rechte Netzwerk, das dahinter steckt, stehen hier in Form eines threads zur Verfügung.

2018 wurde dem misogynen Gymnasiallehrer im Rahmen des politischen Salons der Konrad-Adenauer-Stiftung durch das Kuratorium Deutscher Schulbuchpreis ein Preis verliehen, nachdem er gemeinsam mit Abtreibungsgegner*innen, „neuen“ Rechten und LGBTIQ*-feindlichen Referent*innen einen Vortrag gehalten hatte. Sein Thema lautete: „Kritik an der feministischen Sprache – Ein Vergleich mit Frankreich(1)

  • Günter Kunert, Lyriker

2010: Unterstützung der Rechtschreibresolution Gutes Deutsch.
Diese „Resolution“, die u.a. auch von der Holocaustleugnerin Ursula Haverkamp vom mittlerweile verbotenen Collegium Humanum unterstützt wurde, trug den Untertitel: „Tradition, Kultur und Sprache bewahren, Volksvermögen schützen: Wir kippen die Rechtschreibreform!“ Die Resolution wurde rechtzeitig hier archiviert: http://archive.is/5KY0l, denn die Webseite exisitiert nicht mehr.

2012: Autor für MUT (Ausgabe 534)
2013: Autor für MUT (Ausgabe 550)

  • Reiner Kunze, Lyriker

Kunze, der die Scharia fürchtet, schrieb 2016 für den rechten Verein Deutscher Arbeitgeberverband Markt & Freiheit.

Der Lyriker gehörte darüberhinaus zum Autor*innenkreis der mittlerweile eingestellten Zeitschrift Wir Selbst – Zeitschrift für nationale Identität, herausgegeben vom Bublies Verlag. Ein Verlag, der auch Schriften vertreibt, die von Nazis und Kriegsverbrechern verfasst worden sind.

2010 hat Kunze die Rechtschreibresolution Gutes unterstützt. Diese „Resolution“, die u.a. auch von der Holocaustleugnerin Ursula Haverkamp vom mittlerweile verbotenen Collegium Humanum unterstützt wurde, trug den Untertitel: „Tradition, Kultur und Sprache bewahren, Volksvermögen schützen: Wir kippen die Rechtschreibreform!“ Die Resolution wurde rechtszeitig archiviert: http://archive.is/5KY0l, denn die Webseite exisitiert nicht mehr.

Außerdem hat Kunze Beiträge für MUT verfasst, unter anderem einen in 2017 (Ausgabe 588).

2019: Teil der Initiativgruppe des Aufrufs Stop Gendersprache jetzt! und er hat diesen Aufruf auch unterzeichnet. Ergänzende Infos über den Aufruf stehen hier als thread zur Verfügung

  • Dr. Klaus Leciejewski, Schriftsteller und Unternehmensberater
  • Dr. Theo Lehmann, Evangelist und Buchautor

Fungierte 2017 als Referent für die Junge Alternative (JA), die Jugendorganisation der neofaschistischen AfD. (1)

  • Irina Liebmann, Schriftstellerin
  • Dr. Hans-Georg Maassen, ehem. Präsident des Amtes für Bundesverfassungsschutz
  • Monika Maron, Schriftstellerin
  • Helmut Matthies, Theologe und Journalist
  • Dr. Rolf Massin, DAAD-Lektor
  • Dr. Christoph Morgner, Theologe
  • Katja Lange-Müller, Schriftstellerin
  • Sibylle Lewitscharoff, Schriftstellerin
  • Prof. Dr. Helmut Lütkepohl, Ökonometriker
  • Sabine Mertens, Unternehmerin
  • Kammersängerin Prof. Edda Moser
  • Prof. Dr. Horst Haider Munske, Germanist
  • Dieter Nuhr, Kabarettist
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt, Sprachwissenschaftler und Publizist
  • Prof. Dr. Ali Osman Öztürk, Germanist
  • Prof. Dr. Werner Patzelt, Politologe
  • Prof. Dr. Heinz-Dieter Pohl, Germanist
  • Dr. Philip Plickert, Journalist

Er gehört zum Autor*innenkreis von Tichys Einblick, seit April 2007 Mitglied der Wirtschaftsredaktion der FAZ.
Darüberhinaus hat er bisher für die Straßburger Burschenschaft Arminia zu Tübingen und die Burschenschaft Arminia-Rhenania München, wo er Mitglied ist, Vorträge gehalten. Promoviert hat er bei Joachim Starbatty (Ex-AfD).
Er schrieb nicht nur für die Junge Freiheit, sondern auch für Criticon, Gegengift, das Ostpreußenblatt, Eigentümlich frei, MUT oder CATO, zusätzlich ist er auch Herausgeber des rechten Sammelbandes: „Merkel. Eine kritische Bilanz“ (2017), erschienen im rechtslibertären FinanzBuch Verlag.
1998 war er Landesvorstandsmitglied der Jungen Freiheitlichen (Bayern), der Jugendorganisation des Bund freier Bürger.
2009: Referent für den katholischen Verein Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V.. Dieser Verein organisiert regelmäßig Veranstaltungen mit „neuen“ Rechten, Protofaschist*innen, Abtreibungsgegner*innen und LGBTIQ*-feindlichen Referent*innen.
2010: wird unter der Angabe sämtlicher Kontaktdaten im internen Adressverzeichnis der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit geführt.
2016: Morderator im Rahmen der Neugründungsveranstaltung der Allgemeine(n) Deutsche(n) Burschenschaft
2016: Referent für die „konservative“ oder protofaschistische Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Mainz, wo er über die „Gefährdete Meinungsfreiheit“ einen Vortrag hielt.
2019: Unterzeichner des antifeministischen Aufrufes „Stop Gendersprache jetzt!“

  • Dr. Franz Rader, Gesandter i. R.
  • Dr. Karsten Rinas, Deutsch-Dozent
  • Prof. Dr. Arnim Rohde, Ökonom
  • Prof. Dr. Roland Rollberg, Betriebswirt
  • Rosemarie Saalfeld, Übersetzerin
  • Rüdiger Safranski, Bestsellerautor und Publizist
  • Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Betriebswirt
  • Prof. Dr. Günther Schmitz, Germanist
  • Lilo Schneider, Übersetzerin
  • Peter Schneider, Schriftsteller
  • Wolf Schneider, Träger des Medienpreises für Sprachkultur und Deutschlands bekanntester Journalistenausbilder
  • Eberhard Schöck, Unternehmer und Stifter des Kulturpreises Deutsche Sprache
  • Felicitas Schöck, Jurymitglied für den Kulturpreis Deutsche Sprache
  • Sabine Schöck, Lyrikerin
  • Katharina Schüller, Unternehmerin
  • Prof. Torsten Schulz, Autor und Dramaturg
  • Anabel Schunke, Journalistin und Model

Über die ehemalige Autorin für Tichys Einblick und ständige Gastautorin für den islamfeindlichen und rassistischen Blog Achse des Guten gibt es viel zu berichten, denn sie ist bei rechten und extremen Rechten sehr beliebt. Hier nur eine kleine Auswahl ihrer Aktivitäten.

2016: hat sie der Bundesrepublik Deutschland ihre Gefolgschaft gekündigt, weil es keine Obergrenze für Flüchtlinge gibt. (1)

2016: Autorin für zwei Artikel in der EMMA-Online mit den Titeln: „Wer schützt mich vor dem Kopftuch“ (15.04.2016) und „Silvester: Und die Gefühle der Opfer?!“ (27.01.2016)

Juli 2017: Endstation Rechts berichtet:

Identitäre bei Rostocker Burschenschaft
In Rostock hatte die Burschenschaft Redaria-Allemannia ebenfalls am Freitagabend die rechte Publizistin Anabel Schunke eingeladen. An der Veranstaltung nahm mit Holger Arppe ein weiterer Rechtsaußen-Vertreter der AfD teil, der neben Weber zweiter stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist. Außer dem Rostocker, der seit jeher bekennender Sympathisant der Identitären Bewegung ist, fanden sich auch mehrere Vertreter der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe ein. Der Bundeschef Daniel Fiß, der Landesvorsitzende Hannes Krünägel und Daniel Sebbin waren ebenfalls zugegen; die drei Rechtsextremen gehören zu den umtriebigsten Funktionären in dem Bundesland, die Zeit nannte sie passend „Reisekader“. (2)

2017: Teilnehmerin einer Veranstaltung der extrem rechten Frauen für Freiheit (FfF)

2017: Autorin für die extrem rechte Onlineplattform Journalistenwatch

2018: gehört zu den Erstunterzeichner*innen der rassistischen Erklärung 2018, initiiert von der extrem rechten Publizistin Vera Lengsfeld

2018: Autorin für die Jüdische Rundschau

2019: Gehört zur Initiativgruppe des antifeministischen Aufrufs Stop Gendersprache jetzt! und hat diesen Aufruf auch unterzeichnet

Ergänzende Informationen über Schunke auch hier 

  • Prof. Dr. Franz Seitz, Wirtschaftswissenschaftler
  • Prof. Dr. Harald Seubert, Philosoph und Theologe
  • Prof. Dr. Philipp Sibbertsen, Statistiker
  • Bastian Sick, Bestsellerautor
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Solms, Germanist
  • Dr. Oswald Soukop, Botschafter a.D.
  • Bettina Spahn, Leiterin der Katholischen Bahnhofsmission Münchner Hauptbahnhof
  • Prof. Dr. Peter Spahn, Volkswirt
  • Dr. Franz Stark, Sprachwissenschaftler und Journalist
  • Dr. Cora Stephan, Schriftstellerin und Publizistin

Die Schriftstellerin gehört zum Autor*innenkreis des islamfeindlichen und rassistischen Blogs Achse des Guten und wird als Autorin im AfD-nahen Blog Freie Welt geführt
2012: Autorin für die antifeministische Onlineplattform cuncti
2017: Erstunterzeichnerin der Charta 2017, initiiert von der extrem rechten Buchhändlerin Susanne Dagen. Als Erstunterzeichnerin erklärte sich Cora Stephan solidarisch mit den neofaschistischen Verlagen: Antaios Verlag, Manuscriptum
2017: Autorin für die Jüdische Rundschau
2018: Teilnehmerin einer Podiumsdiskussion in der Bibliothek des Konservatismus (BdK), einem Zentrum „neuer“ Rechter mit Sitz in Berlin
2018: Unterzeichnerin der Petition „Den Kopf frei haben„, initiiert von Terre des Femmes (TdF). Auch die AfD Offenbach hatte bereits zur Unterzeichnung aufgerufen oder die extrem rechten Frauen für Freiheit.
Ergänzende Infos über die Petition in Form eines threads hier

  • Dr. Gerhard Stadelmaier, ehemaliger Theaterkritiker der FAZ
  • Prof. Dr. Renate Stauf, Germanistin
  • Regine Stephan, Deutschlehrerin
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stickel, ehem. Direktor des Instituts für Deutsche Sprache
  • Rolf Stolz, Schriftsteller
  • Prof. Dr. Volker Michael Strocka, Archäologe
  • Dr. Ernst-Jörg von Studnitz, Botschafter a. D.
  • Prof. Dr. Michael Stürmer, Historiker und Journalist
  • Arno Surminski, Schriftsteller

Er gehörte auch zu den Autor*innen der mittlerweile eingestellten Zeitschrift: Wir Selbst – Zeitschrift für nationale Identität (herausgegeben vom Bublies Verlag)
2006: Unterzeichner des Appells für die Pressefreiheit, initiiert von der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit
2012: Interviewpartner der neofaschistischen Sezession

  • Roland Tichy, Chefredakteur

Abgesehen von seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Zeitschrift Tichys Einblick, fungiert er auch als Autor für das Blatt. Er ist Vorsitzender der Ludwig-Ehrhard-Stiftung e.V., sowie ständiger Gastautor für den islamfeindlichen und rassistischen Blog Achse des Guten.

Für das Mitgliedermagazin Erhard’s Erben des rechten Deutscher Arbeitgeberverband Markt & Freiheit e.V. schrieb Tichy z.B. 2017 über „Das Geheimnis des Wirtschaftswunders“.

Unter der Moderation von Dieter Stein (Junge Freiheit) diskutierten Roland Tichy, Ferdinand Krauß, Alexander Kissler und Gertrud Höhler in der Bibliothek des Konservatismus (BdK), einem Zentrum „neuer“ Rechter, 2017 über: „Neue Medien – neue Gesellschaft?“ (1)

2015 war Tichy Referent für den katholischen Verein Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen mit „neuen“ Rechte, Abtreibungsgegner*innen oder LGBTIQ*-feindlichen Referent*innen statt.

Dies war nur eine kleine Auswahl seiner Aktivitäten. …

  • Jörg Swoboda, Liedermacher
  • Dr. Karl-Heinz Tödter, Bundesbankdirektor a.D.
  • Prof. Dr. Gert Ueding, Sprach- und Literaturwissenschaftler
  • Dr. Christean Wagner, Staatsminister a.D.

dem die CDU nicht zu „konservativ“ genug ist, (1) war
2016: Autor für MUT (Ausgabe 584)
2016: Unterzeichner der Berliner Erklärung in der CDU (2)
2016: Referent für die Bibliothek des Konservatismus (BdK), einem Zentrum „neuer“ Rechter in Berlin (3)
2017: Mitstreiter des Freiheitlich -konservativen Aufbruchs in der Union

zusätzlich ist er Mitglied im Berliner Kreis in der CDU, einer Initiative, die sich selbst als ein „Netzwerk von konservativen, also protofaschistischen, Abgeordneten und Mandatsträgern in der Union“ versteht. (4)

  • Prof. Dr. Bernd Wolfrum, Wirtschaftswissenschaftler
  • Gerhard Ziebarth , Bundesbankdirektor a.D.
  • Dr. Dr. Rainer Zitelmann, Historiker und Soziologe

 

Quelle der Liste der Erstunterzeichner*innen: https://vds-ev.de/gegenwartsdeutsch/gendersprache/gendersprache-unterschriften/schluss-mit-dem-gender-unfug/

Zusätzlich hier: https://archive.fo/x8k8J archiviert

 

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Ein thread über die antifeministische Petition des VDS der bei der #lbm2019 endet

Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/1104051832777789441

Datum: 08.03.2019

Als Textversion mit Grafik:

1) Nachdem Daniel Lachmann (NPD Hessen) via FB am 07.03. zur Unterzeichnung und Verbreitung der Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug!“ iniitiert vom Verein Deutsche Sprache (VDS) aufgerufen hat, folgt dieser #thread.

Facebook-Post von Daniel Lachmann.

2) In diesem thread soll versucht werden den Moment zu erfassen, zu beschreiben, wo sich die bürgerliche Mitte oder die Mitte dieser Gesellschaft mit rechten, extrem rechten, (neo-)faschistischen Gruppen/Personen/Positionen verbindet

3) bzw.den Schulterschluss eingeht und sei es nur in Form einer Petition. Ein Klebstoff, der derartige Bündnisse oder Kooperationen möglich macht, ist Misgoynie, gewöhnlicher Frauenhass, der in der „Mitte“ mitunter weißglühend lodert und Opfer bzw. Leben fordert.

4) Genau 2 Tage vor dem internationalen Frauenkampftag ging die Petition vom VDS an den Start, hier archiviert: archive.fo/x8k8J

5) Der Inhalt besteht aus zwei Texten. Der erste ist kürzer und ist versehen mit den Namen: Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer, Josef Kraus. (screen 1) Der zweite Text ist länger, V.i.S.d.P. ist Sabine Mertens, die Vorsitzende der AG Gendersprache im VDS (screen 2 + 3)

6) Einfach lesen, wirken lassen, Wut empfinden und diese nicht loslassen, denn diese Wut wird dringend überall gebraucht. 🤬

7) Laut Zähler auf der Webseite des VDS hatten am 07.03. bereits 8.472 Personen die Petition, deren Begründung rechte Narrative enthält, als „Ein Aufruf zum „Widerstand“ unterzeichnet.

8) Mittlerweile dürften deutlich mehr Menschen unterzeichnet haben, die sich mit Vehemenz gegen das Sichtbarmachen von Diversität, von Frauen* wehren und als einen „tiefen Eingriff in Köpfe, Körper, Persönlichkeitsrechte und gewachsene soziale Strukturen“ empfinden.

9) Es ist allerdings nicht das Binnen-I, der *, der ., der_, der sie stört, sondern die Tatsache, dass sie auch weiterhin Frauen* und Diversität unsichtbar machen, ausgrenzen, diskriminieren, herabwürdigen und benachteiligen wollen

11) Auffallend hier sind die vielen akademischen Titel von vermeintlich „honorigen“ Menschen, Schriftsteller*innen oder die bekannten Film- und Fernsehgesichter der Kabarettisten Dieter Nuhr und Dieter Hallervorden.

12) Bei „Diddi“ Hallervorden denken die Leute zunächst an Komik, an den gespielten Witz, pallim pallim + sind dann ganz überrascht, wenn ich darauf hinweise, dass Hallervorden durch antisemitische und islamfeindliche Äußerungen aufgefallen ist.

13) Echt jetzt? Der? ist dann so eine Antwort.

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Ein thread über rechte Veranstaltungen auf der #lbm2019

Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/1099339989219971072

Datum: 23.02.2019

Als Textversion mit Grafik:

1) #Thread über rechte und extrem rechte Veranstaltungen auf der bevorstehenden Leipziger Buchmesse #lbm2019.
Allerdings so seit gewarnt, der thread wird lang und es wird hässlich!!!

2) Der extrem rechte und antisemitische -Verlag wird nicht nur mit einem Stand vertreten sein, sondern auch mit einer Veranstaltung, die den Titel trägt: „Der verdrängte Humanismus“.

Veranstaltung des Ahriman-Verlags am 24.03.2019 14 bis 16 Uhr Forum Sachbuch Halle 3, Stand E201 "Der verdrängte Humanismus"

3) Ausgerechnet der Ahriman-Verlag geht mit dem Thema „Humanismus“ an den Start. Ein Verlag, der die Ketzerbriefe vom Bund gegen Anpassung vertreibt, der sich in seinen Schriften z.B. solidarisch mit der (neo-)faschistischen AfD erklärt.

4) Was nur noch getoppt wird durch das Andenken an den irakischen Diktator und Massenmörder Saddam Hussein, dessen Baath-Regime verantwortlich war für den organisierten Massenmord gegen die kurdische Bevölkerung und andere Minderheiten, wie die Assyrer

5) und Chaldäer im Norden des Irak, der offiziell als Genozid entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt wurde. Bekannt auch unter der Bezeichnung Anfal-Operation (حملةالأنفال, DMGḤamlat al-Anfāl). (Quelle: Wikipedia)
Daran soll hier auch erinnert werden!!!

6) Und weiter geht’s. Wenn auch angewidert.
Der Verein für Sprachpflege e.V., Deutsche Sprachweltist mit 2 Veranstaltungen dabei und dank der Buchmesse gibt es wieder eine Gelegenheit den Jürgen-Moll-Preis zu verleihen.

7) Was es damit auf sich hat, darüber gab es hier bereits zwei threads. Archiviert und zusammengefasst sind sie im Blog zu finden: bkramer.blogsport.eu/2019/01/02/thr

8) #Compact kündigt 2 Veranstaltungen an. Darunter eine mit dem geschichtsrevisionistischen Autoren Gerd Schultze-Rhonhof (Infos über G. S.-R. bkramer.blogsport.eu/2018/03/27/ger)

9) Dabei gehört diese Veranstaltung zur Reihe Compact-Geschichte, wie aus dem nachfolgenden Screenshot zu erkennen ist. Der Veranstalter*in ist es also zu verdanken, dass Compact seinen Geschichtsrevisionismus auch auf der Buchmesse öffentlich fortsetzen bzw. wiederholen kann.

 

 

 

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thread über den Verein für Sprachpflege als Teilnehmerin auf der #lbm19

Link: Teil 1: https://twitter.com/XtraKramer/status/1080360284743745536

Link: Teil 2: https://twitter.com/XtraKramer/status/1080361645082316802

Beide Teile wurden hier zusammengefügt.

Datum: 02.01.2019

Als Textversion mit Datum:

Ein
1. Anlässlich der bevorstehenden #lbm19 (#BuchmesseLeipzig2019) soll hier der Verein für Sprachpflege (VfS) und die Zeitschrift Deutsche Sprachwelt (DSW) als teilnehmende Aussteller vorgestellt werden.

2. Treibende Kraft von Verein und Zeitschrift ist der rechtsextreme Historiker und Burschenschaftler Thomas #Paulwitz, dessen „Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen e.V.“, die gleichfalls auf der Buchmesse präsent sein wird, ein kleines Netzwerk darstellt.

3. Th. Paulwitz ist/war Autor für die Junge Freiheit, für den AfD-nahen Blog Freie Welt, für das Ostpreußenblatt, das Preußeninstitut, für das Deutschland Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) und natürlich auch für die Deutsche Sprachwelt… u.a.

4. 2006 erhielt Th. Paulwitz, nicht zu verwechseln mit seinem Bruder Michael (ein ehemaliger Repler und nach wie vor aktiv), für seine rechte Publizistik den Gerhard-Löwenthal-Preis. Dieser wird von der FKBF gemeinsam mit der Jungen Freiheit „verliehen“.

5. Als Referent fungierte T. Paulwitz bisher für den VVDST (Verband der Vereine der deutschen Studenten), auch als Kyffhäuserverband bekannt oder für die rechtsextreme Gesellschaft für freie Publizistik (GfP).

6. Und das war nur eine kleine Auswahl aus der Vita eines Burschenschaftenschaftlers, der im rechtsextremen Spektrum gut vernetzt war/ist.

7. Mittlerweile engagiert sich Th. Paulwitz schwerpunktmäßig für die Neue Fruchtbringende Gesellschaft, für die VfS und die jeweiligen Initiativen und Kampagnen dieser Vereine. Und davon gibt es einige.

8. Über den VfS oder die DSW gibt es wenig kritische oder antifaschistische Beiträge. Aus dem Jahr 2013 gibt es allerdings eine Einordnung vom DISS, der mit dem Satz endet: „Dieser Schein trügt. Die Sprachwelt und Paulwitz sind auf etwas anderes aus: die rechte Nation“.

 

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Dokumentation zur Leipziger Buchmesse 2019

Letzte Aktualisierung am 24.03.2019 !!!

Gliederung:

[1]  I. Einleitende Anmerkungen
[2] II. Teilnehmende protofaschistische, rechte und extrem rechte Verlage und Vereine

[3] Ahriman-Verlag
[4] Bund für deutsche Schrift und Sprache e.V.
[5] Cicero, Res Publica Verlags GmbH
[6] Compact-Magazin GmbH
[7] Deutsche Stimme Verlagsgesellschaft mbH
[8] Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK) e.V.
[9] Europa Terra Nostra e.V.
[10] Europa Verlag GmbH & Co. KG
[11] Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (FAZ)
[12] idea e.V. – Evangelische Nachrichtenagentur
[13] IFB Verlag Deutsche Sprache GmbH
[14] KOHL Medien
[15] Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen e.V.
[16] Poet in Residence/Literarisches Dresden/Kultur- und BuchHaus Loschwitz
[17] Rudolf Steiner Verlag AG
[18] toponlineverlag.de
[19] Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS)
[20] Verein für Sprachpflege e.V. Deutsche Sprachwelt Deutschland
[21] Weltbuch Verlag
[22] Für kurzfristige Ergänzungen vorgesehen

[23]  III. Weitere Verlage und Vereinigungen (kreationistische, evangelikale, rechte christliche und sonstige als fragwürdig zu bezeichnende) kommen noch hinzu

[24] adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH
[25] Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
[26] Brunnen Verlag GmbH
[27] Claudius Verlag im Evangelischen Presseverband für Bayern e.V.
[28] „Die Silberschnur“ Verlag GmbH
[29] Edition Körber
[30] Edition Ruprecht Inh. Reinhilde Ruprecht
[31] EMVDE Evangelischer MedienVerband in Deutschland im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik
[32] Gabal Verlag GmbH
[33] Gabriele-Verlag Das Wort GmbH
[34] Gerth Medien
[35] Herder Verlag
[36] Katholischer Medienverband
[37] Kawohl Verlag e.K.
[38] Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
[39] SCM Verlagsgruppe GmbH
[40] Siedler Verlag
[41] Verlag Neuer Weg Mediengruppe NEUER WEG GmbH
[42] Für verspätete Verlage vorgesehen …

[43] IV. Impressionen von der Buchmesse – Bilder, tweets und Artikel

[44] V. Sonstiges, auch verfasste threads

[45] VI. Für Ergänzungen vorgesehen

*****

[1] I. Einleitende Anmerkungen

Wie in jedem Frühjahr findet in Kürze die Leipziger Buchmesse statt. In diesem Jahr in der Zeit vom 21. bis 24. März 2019.

Die Organisator*in, die Leipziger Messe GmbH, schreibt dazu u.a. „(…) Neben dem Messegeschehen, neben Fachveranstaltungen und medialen Ereignissen bieten wir Autoren und deren neuen Büchern eine einzigartige Plattform mit Europas größtem Lesefest. (…) Die außerordentliche Medien- und Publikumsresonanz bietet den Ausstellern eine hervorragende Plattform für ihre Marketingaktivitäten(1) und verweist auf Zahlen von 2018 mit 2.635 Aussteller*innen aus 46 Ländern und 271.000 Besucher*innen, darunter 56.000 Fachbesucher*innen (2) mit 3.600 Veranstaltungen im Rahmen von Leipzig liest an 550 Leseorten mit 3.400 Mitwirkenden. (3)

33,9 Prozent der Besucher*innen nahmen dabei einen Anreiseweg von über 200 km in Kauf, 36,3 Prozent waren bis 20 Jahre alt.

Für die Fachbesucher*innen wie z.B. Lehrkräften, Erzieher*innen, Autor*innen und Bibliothekar*innen, die mit Autor*innen, Verlagen und Büchermenschen ins Gespräch kommen wollen (4), wie die Buchmesse schreibt, und auch für Menschen, die gute Bücher lieben, mag es ein spannender Ort sein, jung, hip, multinational und vielfältig.

Wer nur diese Oberfläche sieht, sollte sich sollte sich allerdings bewusst machen, dass zu den Aussteller*innen zahlreiche extrem rechte, rechte, reaktionäre-protofaschistische Verlage und Vereine mit Büchern, Veröffentlichungen und Veranstaltungen gehören, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit transportieren und damit zusätzlich schüren.

Schon im letzten Jahr zählten wir 17 Aussteller*innen, die diesem Spektrum zugeordnet werden können. (5) In diesem Jahr sind es zum jetzigen Zeitpunkt 16 plus 18 weitere Verlage/Vereinigungen, die mindestens als fragwürdig zu bezeichnen sind.

Diese Informationszusammenstellung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu dokumentieren. Die Dokumentation wird fortlaufend ergänzt und sie ist geeignet zum Suchen, Nachschlagen und Informieren.

Zur besseren Lesbarkeit und um einen einigermaßen überschaubaren Überblick bieten zu können, wurden die ergänzenden Informationen über die teilnehmenden Verlage oder Vereine durch Verlinkungen eingebunden.

Die anwendungsfreundlichen Sprungmarkierungen sollen es möglich machen auch nur einzelne Abschnitte auswählen und lesen zu können.

Zum Abschluss noch einige Anmerkungen:

Unter den Aussteller*innen sind in diesem Jahr nicht mehr CATO, Junge Freiheit oder der Manuscriptum Verlag. Auch der Antaios Verlag nimmt zum doch nicht teil. Noch im Dezember 2018 war er unter den Aussteller*innen zu finden, seit Januar 2019 ist er doch nicht mehr aufgeführt. Das belegt ein Screenshot, der im letzten Jahr angefertigt wurde.

Allerdings wird vermutlich Poet in Residence – Lyrikstipendium in Dresden  auf der Buchmesse vertreten sein. Trägerverein von Poet in Residence ist der Verein Literarisches Dresden e.V. mit den beiden Vorsitzenden Michael Bormann und Susanne Dagen (Buch- und KulturHaus Loschwitz), die im extrem rechten und neofaschistischen Spektrum bereits fest verankert ist.
Da Susanne Dagen und Ellen Kositza (u.a. Antaios Verlag) das gemeinsame Projekt „Aufgeblättert. Zugeschlagen“ verbindet, besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Antaios Verlag so durch die Hintertüre dann doch auf der Buchmesse vertreten ist. Doch das sind dies nur Spekulationen.

[2]  II. Teilnehmende protofaschistische, rechte und extrem rechte Verlage und Vereine

[3] Ahriman-Verlag
Halle 3 Stand D201

Über den antisemitischen und rechtsextremen Verlag gibt es hier ergänzende Informationen. Allerdings sind diese Informationen nicht aktuell.

Unter der Rubrik Neuerscheinungen werden auf der Webseite des Ahriman-Verlages, der im übrigen Vollmitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist, die „Ketzerbriefe 212“ vom Bund gegen Anpassung (Dez. 2018/Jan. 2019) aufgeführt. (1) In dieser Ausgabe erklären sich die Macher*innen der Publikation solidarisch mit der rechtsextremen AfD. Was sicherlich nicht weiter überrascht. Ebenso wenig die Rezension des Buches „Marx von rechts“ erschienen im neofaschistischen Jungeuropa Verlag, dessen Inhaber Philip Stein u.a. Mitglied der rechtsextremen Organisation Ein Prozent ist.
Der Buchautor selbst, Benedikt Kaiser, der  früher einmal Mitglied bei der verbotenen Organisation „Nationale Sozialisten Chemnitz“ war, gehört mittlerweile u.a. zum Autor*innenkreis der rechtsextremen Sezession oder zum Referent*innenkreis des „Institut für Staatspolitik“ (IfS). Auch das überrascht nicht mehr.

Allerdings wird die Solidarität mit der AfD, die Rezension eines neofaschistischen Buches verfasst von einem Nazi-Autoren noch getoppt, durch das Andenken an den irakischen Diktator und Massenmörder Saddam Hussein, der gemeinsam mit der Baath-Partei verantwortlich war für den organisierten Massenmord gegen die kurdische Bevölkerung und andere Minderheiten , der offiziell als Genozid entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt wurde, bekannt auch unter der Bezeichnung Anfal-Operation (حملة الأنفال, DMG Ḥamlat al-Anfāl). (1)

(2)

Zusätzlich zum Stand wird der Ahriman-Verlag mit einer Lesung im Forum Sachbuch auf der Buchmesse vertreten sein.

Veranstaltung des Ahriman-Verlags am 24.03.2019 14 bis 16 Uhr Forum Sachbuch Halle 3, Stand E201 "Der verdrängte Humanismus"

[4] Bund für deutsche Schrift und Sprache e.V.
Halle 4 Stand E103

Informationen über den Bund für deutsche Schrift und Sprache, der als Aussteller*in auf der Buchmesse vertreten sein wird, gibt es hier.

[5] Cicero, Res Publica Verlags GmbH
Halle 3 Stand D 104

[6] Compact-Magazin GmbH
Halle 3 Stand G602

Das COMPACT-Magazin bietet auf der Buchmesse 2 Veranstaltungen an.
Darunter eine mit dem geschichtsrevisionistischen Autoren Gerd Schultze-Rhonhof
(Infos über Gerd Schultze-Rhonhof stehen hier hier zur Verfügung und hier ein Text von G. S.-R.)
Die Veranstaltung am 23.03. von 17:00 – 17:30 gehört zur Reihe Compact-Geschichte, wie aus dem nachfolgenden Screenshot zu erkennen ist.

[7]  Deutsche Stimme Verlagsgesellschaft mbH
Halle 3 Stand H606

Ergänzende Infos über die NPD Verlagsgesellschaft Deutsche Stimme bei: https://www.belltower.news/deutsche-stimme-verlags-gmbh-28662/

[8] Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK) e.V.
Halle 3 Stand A214

Die radikalen Abtreibungsgegner*innen von der DVCK sind mit einer Veranstaltung vertreten. Dabei soll es sich um eine Präsentation über „Die neue Lebensrechts-Debatte“ handeln mit Jürgen Schlicksupp und Mathias von Gersdorff als Mitwirkende/Autoren. Veranstaltungsort ist die Leseinsel Religion.

Anmerkungen:
Mathias von Gersdorff ist in der Vergangenheit weniger als ein „frommer“ Mann einschlägig bekannt geworden, sondern vielmehr als Erstunterzeichner der homosexuellenfeindlichen Marburger Erklärung (2009), als Redner von Demo für Alle, als Autor für die Deutschen Konservativen e.V. (Conservo) und ebenso für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit (JF), für die er schon schrieb, als die JF noch vom VS beobachtet und regelmäßig im VS Bericht unter Rechtsextremismus aufgeführt wurde.
Für die Aktion Kinder in Gefahr, dessen Leiter er ist, schreibt er ebenfalls. Hier warnt er vor z.B. Harry Potter, vor Pornographie, vor dem Feminismus oder vor „emanzipatorischer Sexualerziehung“. (1)

[9] Europa Terra Nostra e.V.
Halle 3 Stand H606

Europa Terra Nostra e.V. ist die als Verein eingetragene Stiftung der pan-europäischen Fraktion der Alliance for Peace and Freedom (APF), (1) einem Zusammenschluss nationalistischer Parteien aus den Mitgliedsstaaten der EU. (2) Zum Bekenntnis der extrem rechten Stiftung gehört ein „europäisches“ Europa ohne Migration basierend auf vermeintlich „christlichen“ Werten.

Was letzten Endes nichts anderes bedeutet als Ethnopluralismus. Ein ideologisches Konzept, das behauptet, jede Nation bzw. jedes „Volk“ besitze eine unveränderliche kulturelle Identität (3), die es zu verteidigen gelte. Vertreten wird es auch von den „Neuen“ Rechten oder z.B. der Identitären Bewegung (IB). (3)

Europa Terra Nostra war schon im letzten Jahr auf der Leipziger Buchmesse gemeinsam mit der Deutsche(n) Stimme als Aussteller*in vertreten und das ist auch in diesem Jahr der Fall und zwar mit 2 Veranstaltungen.

Darunter eine Veranstaltung im Frank Kraemer als Nationalist verharmlost. Frank Kraemer ist Gitarrist der NeoNazi-Band Stahlgewitter, deren CDs Titel tragen wie z.B. Auftrag Deutsches Reich (2006), Germania über alles (2003) oder Stählerne Romantik (erschienen 2013, Juli 2014 indiziert). (5)

Sowie eine Veranstaltung mit dem stellvertr. Vorsitzenden Lv. Bayern der NPD Sascha Roßmüller, bekannt als gewaltbereiter Neonazi, einst Mitglied des „Nationalen Blocks“, einer Neonazivereinigung, die 1993 in Bayern verboten wurde. Roßmüller ist auch bekannt geworden als Mitglied der Bandidos. (4)

Bildquelle: https://www.endstation-rechts-bayern.de/2018/12/npd-bayern-hat-einen-neuen-vorsitzenden/

Bildquelle: https://www.endstation-rechts-bayern.de/2018/12/npd-bayern-hat-einen-neuen-vorsitzenden/

Moderiert werden die Veranstaltungen von Peter Schreiber (NPD Kreisverband Meißen), dem Chefredakteur der „Deutschen Stimme“, der auch die rassistische Erklärung 2018 unterzeichnet hat.

Der Verfassungsschutz führt die Deutsche Stimme regelmäßig im VS-Bericht auf. Zuletzt 2017, wie aus nachfolgendem Screenshot hervorgeht.

[10] Europa Verlag GmbH & Co. KG
Halle 5 K204

Der Europa Verlag ist in diesem Jahr mit 12 Veranstaltungen auf der Buchmesse präsent. Darunter mit 2 mit Raymond Unger. Ergänzende Informationen über die gefährliche Breitenwirkung seiner Publikation stehen hier als thread zur Verfügung.

Raymond Unger war bereits auf der Frankfurter Buchmesse 2018 mit einer Lesung vertreten und danach ging er gewissermaßen auf Tournee, unter anderem war er im KulturHaus Loschwitz der extrem rechten Buchhändlerin Susanne Dagen zu Gast und in der Bibliothek des Konservatismus, einem Zentrum „Neuer“ Rechter.

Eine weitere Veranstaltung des Europa Verlags findet am 22.03.2019 mit Franziska SchreiberInside AfD“ statt.

Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, was eine solche Veranstaltung wie diese bringt, wenn sie von einem Verlag organisiert wird, der nicht nur Raymond Unger im Programm hat, sondern auch Vertreter „Neuer“ Rechter, wie z.B. David Engels, Arnulf Baring, Joachim Starbatty oder Gabriele Baring.

[11] Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH/F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Halle 4 Stand D101/Halle 3 Stand F100

Ergänzende Informationen über die FAZ stehen hier als thread zur Verfügung.

[12] idea e.V.Evangelische Nachrichtenagentur
Halle 3 Stand A107

Wie schon im letzten Jahr werden auch in diesem Jahr die Evangelikalen von idea e.V. einen Gottesdienst auf Buchmesse abhalten und zwar auf der Leseinsel Religion.

[13] IFB Verlag Deutsche Sprache GmbH
Halle 5 Stand E101

[14] KOHL Medien
Halle 4 Stand C208

KOHL Medien ist die Anmelderin des Gemeinschaftsstandes von Poet in Residence und Weltbuch Verlag. Geschäftsführer von Weltbuch Verlag und KOHL Medien ist der extrem rechte verschwörungsideologischeVerleger Dirk Kohl von den Freien Wählern Sachsen. Das dahinterstehende extrem rechte Netzwerk wurde im Rahmen eines threads hier ausführlich erörtert.

[15] Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen e.V.
Halle 5 Stand E105

Ausführlichere Informationen über die Neue Fruchtbringende Gesellschaft als Teil eines Netzwerkes gibt es hier und hier. Diese Infos verdeutlichen, warum dieser extrem rechte Verein und seine Breitenwirkung so gefährlich sind und warum jegliche Zusammenarbeit mit dem Verein, sowie die regelmäßige Teilnahme auf der Leipziger Buchmesse mehr als kritisch betrachtet werden muss.

[16] Poet in Residence/Literarisches Dresden/Kultur- und BuchHaus Loschwitz
Halle 4 Stand 208

Im Aussteller*innenverzeichnis konnte Poet in Residence – das Lyrik-Stipendium in Dresden (noch) nicht gefunden werden. Allerdings gab es die oben eingebundene Mitteilung, die vom FB-Account des BuchHaus Loschwitz gepostet wurde. Anmelderin für Poet in Residence und den Weltbuch Verlag, die sich offensichtlich den Stand teilen, ist KOHL Medien.

Trägerverein von Poet in Residence ist der Verein Literarisches Dresden e.V. mit den beiden Vorsitzenden Michael Bormann und Susanne Dagen (Buch- und KulturHaus Loschwitz), die im extrem rechten und neofaschistischen Spektrum bereits fest verankert ist.

Zur Ergänzung dieser thread und ein thread über KOHL Medien.

[17]  Rudolf Steiner Verlag AG
Halle 5 Stand K306

Der Rudolf Steiner Verlag wird hier aufgeführt, weil laut eigenen Angaben der Verlagsname einerseits ein Programm bezeichnet, „(…) andererseits aber auch die Verpflichtung, sich für die Veröffentlichung und Verbreitung des Werkes von Rudolf Steiner (1861–1925), dem Philosophen, Kulturerneuerer, Geistesforscher und Begründer der Anthroposophie, zu engagieren,“ (1) dessen Ideologie u.a. auf sogenannten Wurzelrassen basiert. (2)

Dabei spuken in Steiners Anthroposophie „(…) Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister. Die Lehre steht in der Tradition der völkischen deutschen Romantik, der okkultistischen Theosophie sowie der lebensreformerischen Bewegung. Antisemitismus und Rassismus finden sich in zahlreichen Aspekten der Anthroposophie und gingen über diesen Weg auch in die Waldorfpädagogik ein, welche immer noch von vielen als weg weißender, reformpädagogischer Ansatz gepriesen wird.“ (3)

Ausführliche Informationen über „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister – Die Nathroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“ stehen in gleichnamigem Buch zur Verfügung, das im 1. Quartal 2019 erscheinen wird, herausgegeben vom Konkret Literatur Verlag (4) oder als Aufzeichnung einer Ringvorlesung im WS 2011/2012 der TU Darmstadt hier. (5)

Informationen über Waldorfschulen und Anthroposophie, die versuchten mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie aus einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess hervorgeht, gibt es zusätzlich hier (6)

Abschließend soll noch darauf hingewiesen werden, dass Rudolf Steiner ein überzeugter Antisemit war: „Seine Sicht auf das Judentums leitete Steiner aus seiner Wurzelrassenlehre ab, kombiniert mit Motiven des traditionellen christlichen Antisemitismus. Laut Steiner waren die Juden eine verderbte, wurzellose Rasse, welche Christus leugneten.(7)

Und damit wäre über den Rudolf Steiner Verlag alles Wesentliche zusammengefasst. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse ist der Verlag mit zwei Veranstaltungen vertreten. „Runzeln statt Botox. Alt werden kann begeistern und verjüngend sein“ mit der zusätzlichen Beschreibung „Wie Rudolf Steiner das Alter sah“.

[18] toponlineverlag.de
Halle 5 Stand G415

Hierbei handelt es sich um den Verlag von Torsten Preuß, der z.B. für die rechte Zeitung Tichys Einblick schreibt, die rassistische Erklärung 2018 unterzeichnete oder als Redner für Pegida (2015) auftrat. Der mehrfach vorbestrafte Lutz Bachmann kündigte ihn für diesen Auftritt höchst erfreut als Grimme-Preisträger an.

[19] Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS)
Halle 5 Stand E101

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) ist mit mindestens einer Veranstaltung, einer Lesung, auf der Buchmesse präsent.

„Dr.“ Kurt Gawlitta vom Vorstand des VDS ist als Moderator angekündigt. Über die Pedigahaftigkeit des Vereins gab es bereits 2016 einen sehr informativen Text: uebermedien.de/7099/die-pegid.

Anmerkung: Am 6.3.2018 hat der VDS die Petition: „Schluss mit dem Genderunfug“ geschaltet. Diese Petition wurde auch von extremen Rechten unterzeichnet und u.a. von Daniel Lachmann (NPD) bworden. Ergänzende Infos stehen als umfangreicher thread hier zur Verfügung.

[20] Verein für Sprachpflege e.V. Deutsche Sprachwelt
Halle Stand E103

Der Verein für Sprachpflege e.V., Deutsche Sprachwelt, ist mit zwei Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse präsent. Darunter eine Preisverleihung, den Jürgen-Moll-Preis für „verständliche Wissenschaft“.

Ergänzende Infos was dahinter steckt stehen hier als thread zur Verfügung.

[21] Weltbuch Verlag

Der Weltbuch Verlag konnte im Aussteller*innenverzeichnis nicht gefunden werden und das liegt am Gemeinschaftsstand von Weltbuch Verlag und Poet in Residence, der von KOHL Medien angemeldet wurde.

Geschäftsführer des Weltbuch Verlags und Inhaber der Agentur KOHL Medien ist der extrem rechte und verschwörungsideologische Verleger Dirk Kohl von den Freien Wählern Sachsen. Das dahinterstehende extrem rechte Netzwerk wurde im Rahmen eines threads hier bereits ausführlich erörtert.

Zu den Neuerscheinungen des Weltbuch Verlags gehört z.B. das aktuelle Buch von Werner J. Patzelt:CDU, AfD und politische Torheit“, der am 17.05.2019 ein zweites Mal zu einer Lesung im KulturHaus Loschwitz geladener Gast sein wird oder die Publikation von Thomas Hartung (Ex-AfD): „Wie steht’s um Deutschland – Beobachtungen eines Konservatien“ mit einem Vorwort von Erika Steinbach von der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung, der am 17.04.2019 auch zu einer Lesung im KulturHaus Loschwitz von Susanne Dagen erscheinen wird.

[22] Für kurzfristige Ergänzungen vorgesehen

…..

[23] III. Weitere Verlage und Vereinigungen (kreationistische, evangelikale, rechte christliche, antisemtische und sonstige als fragwürdig zu bezeichnende) kommen noch hinzu

Erstmalig wurde dieser Abschnitt hinzugefügt, um auf Verlage/Vereinigungen hinzuweisen, die kreationistische (*) Publikationen vertreiben (zu nennen sind hier u.a.: Gerth Medien GmbH, SCM Verlagsgruppe …), gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wie z.B. Antifeminismus oder Misogynie, LGBTIQ*-feindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus, verbreiten oder diese durch die Zusammenarbeit unterstützen.

Dieser letzte Aspekt trifft auch auf Verlage zu, die an dem diesjährigen evangelikalen oder christlich fundamentalistischen Großereignis dem Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) als Aussteller*innen teilnehmen oder diese als Partner*in unterstützen.

Anmerkung: Die Glaubensgrundsätze der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), zu der auch der Zweckbetrieb von idea gehört, nämlich der KcF, basieren auf einer Ideologie von Ungleichheit von Menschen, von Frauen, von Homo- und Transsexuellen… . Die Glaubensgrundsätze wurden hier in Unterabschnitt 5 im Original dokumentiert .

Dies trifft auf den GABAL Verlag zu, auf die SCM Verlagsgruppe als Unterstützer*innen, Medienpartner*innen und Aussteller*innen des KcF und ebenso auf den KAWOHL Verlag, der „nur“ Aussteller*in ist/war, aber auch Publikationen von Rechten und Rassist*innen vertreibt.

In diesem zweiten Abschnitt wollen wir auch  den „braunen Kern“ erfassen, der in allen gesellschaftlichen Bereichen vorhanden ist. In der Buchmesse in ihrer Gesamtheit, beim Veranstalter, bei einzelnen Veranstaltungen, in Verlagen mit ihren Autor*innen, bei einzelnen Autor*innen in nicht rechten Verlagen, in Verlagsgemeinschaften  … .

Das zeigt sich auch an den extrem rechten Mitgliedern des Börsenvereins des deutschen Buchhandels (Ahriman Verlag, BuchHaus Loschwitz Susanne Dagen + Michael Bormann OHG, Kopp Verlag, Lepanto Verlag, Fontis Media). (**)

Um dieser Fülle von Informationen noch einigermaßen gerecht werden zu können, haben wir auch hier anwendungsfreundliche Sprungmarkierungen gesetzt, die es möglich machen auch nur einzelne Abschnitte auswählen und lesen zu können.

Zum Abschluss noch zwei Anmerkungen:
(*) Ein thread über Kreationismus, seinen Verbreitungswegen und den beteiligten Akteur*innen gibt es hier:
Ergänzende Infos noch hier oder hier
(**) Quelle: http://bkramer.blogsport.eu/2018/08/14/ueber-die-frankfurter-buchmesse-2018-eine-zusammenstellung-von-informationen/#_ftn26

[24] adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH
Halle 3 Stand A307

Der adeo Verlag in der Gerth Medien GmbH wird hier aufgeführt, weil Gerth Medien ein kreationistischer (1) Verlag ist und zur SCM Verlagsgruppe gehört. Einer Verlagsgruppe, die ebenfalls kreationistische Schriften verbreitet, und, die in diesem Jahr Unterstützer*in, Medienpartner*in und Aussteller*in des evangelikalen Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) gewesen ist. (2)

Zum Verlagsprogramm des adeo Verlags gehören auch Publikationen der Abtreibungsgegnerin und Antifeministin Birgit Kelle:

GenderGaga – Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will“ (2015)
und
Dann mach doch die Bluse zu – Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“ (2013).

Während in „GenderGaga“ das Recht auf Gleichberechtigung, Diversität und sprachliches Sichtbarmachen allen Frauen/*Transfrauen nicht nur verweigert, sondern auch noch durch die jugendsprachliche und saloppe Bezeichnung Gaga für verrückt oder durchgedreht erklärt wird (3), wird im Buch „Dann mach doch die Bluse zu“ die Forderung nach Gleichheit zum Wahn, zum Gleichheitswahn.
Unnötig zu erklären, dass es sich bei der Bezeichnung Wahn, um ein psychopathologisches Symptom handelt und (4) zu den Erkrankungen mit Wahnsymptomen die schizophrenen Psychosen, affektive Störungen, Demenzen oder Hirnschädigungen verschiedener Art und Ursache gehören. (5)

Unnötig hinzufügen, dass diese beiden Pamphlete von Birgit Kelle nicht nur Antifeminismus und Misogynie produzieren, sondern ebenso Ableismus und die Pathologisierung von Feminist*innen und ihren Forderungen.

Auch zum Verlagsprogramm gehört das Buch „Hass gelernt, Liebe erfahren – Vom Islamisten zum Brückenbauer“ von Yassir Eric, einem militanten Islamisten, der zum Christentum konvertierte und seit Januar 2019 zum Hauptvorstand der evangelikalen, christlich-fundamentalistischen Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) gehört. (5)

Über die antifeministische und LGBTIQ*-feindliche Glaubensgrundlage stehen hier in Abschnitt 5 weitere Infos zur Verfügung.

Anmerkungen: Ergänzende Informationen über Yassir Eric als Gründer und Initiator des evangelikalen Vereins Perlenschatz e.V. gibt es als thread hier: http://bkramer.blogsport.eu/2019/01/18/thread-ueber-den-evangelikalen-verein-perlenschatz-e-v-teil-1/.

Und damit wäre über den adeo Verlag alles wesentliche mitgeteilt.

[25] Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Halle 2 Stand B601

Der Bund der Freien Waldorfschulen ist hier aufgeführt, weil die Waldorfpädagogik auf der Anthroposophie von Rudolf Steiner basiert. Einer Ideologie, die auf einer Wurzelrassen“lehre“ basiert. Siehe dazu hier und hier

[26] Brunnen Verlag GmbH
Halle 3 Stand A116

Der Brunnen Verlag GmbH mit Sitz in Gießen kann den Evangelikalen, den Bibeltreuen, zugeordnet werden. Neben den Bibelgesellschaften soll der Brunnen Verlag „einer der größten Bibelvertreiber im deutschsprachigen Raum“ sein. (1)

2017 wurde der Brunnenverlag samt ALPHA Buchhandlungen und Logistikunternehmen ChrisMedia GmbH zu 50% vom Verlag der Francke-Buchhandlung (Marburg) und dem Kawohl Verlag, der auch mit einem eigenen Stand auf der diesjährigen Buchmesse vertreten sein wird, (2) übernommen. (3)

Es dürfte darum nicht überraschen, dass der Brunnen Verlag in diesem Jahr zu den Ausstellerin*innen des Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) gehörte. Beim KcF handelt es sich um einen Zweckverein von idea und gleichzeitig um ein evangelikales Großereignis im Sinne einer Messe.

Zu den Verlagsautor*innen gehören z.B.

Stephan Holthaus, vom Hauptvorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), vom wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Ethik & Werte, das offen und unverblümt für Konversionstherapien bei Homosexuellen plädiert. Holthaus ist Rektor der Freie Theologische Hochschule (FTH) Gießen (EAD) und war 2017 „Botschafter“ oder Unterstützer für die antifeministische und LGBTIQ*-feindliche europäische Bürgerinitiative „One of Us“ oder „Einer von Uns“, die zum Netzwerk des Ehepaars von Storch (AfD) gehörte. Da es die deutschsprachige Webseite nicht mehr gibt, können keine aktuellen Angaben gemacht werden

oder

der ehemalige Vorstandsvorsitzende der ERF Medien e.V. (gehört zur EAD) Jürgen Werth vom Hauptvorstand der EAD und „Botschafter“ für Perlenschatz e.V., bei dem es sich zum eine Zufluchtsstätte für muslimische Frauen handeln soll, die allerdings unterstützt und initiiert wird von Evangelikalen der EAD

oder

Helmut Matthies mit seinen ausgeprägten Verbindungen zur „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit

oder

Dogan Hatune vom Vorstand Zukunft Europa e.V., einem antifeministischen, LGBTIQ*-feindlichen und islamfeindlichen Verein. Ergänzende Infos über diesen Verein als thread hier

Anmerkungen:
Ergänzende Informationen über die antifeministische und LGBTIQ*-feindliche „Glaubensgrundlage“ der Evangelikalen der EAD stehen hier in Abschnitt 5 zur Verfügung.
Informationen über den KcF stehen als threads zur Verfügung hier, hier und hier

[27] Claudius Verlag im Evangelischen Presseverband für Bayern e.V.
Halle 3 Stand A107

Der Claudius Verlag, im evangelischen Presseverband für Bayern e.V. 1954 gegründet, versteht sich als klar christlich und in erster Linie protestantisch. (1)

Das hinderte den Verlag jedoch nicht daran das Buch des Philosophen „Dr.“ Alexander Grau, der den „Neuen“ Rechten zugeordnet werden kann, weil er im Cicero den Leser*innen die Thesen von Oswald Spengler nahebringt (2), „Hypermoral – Die neue Lust an der Empörung“ zu veröffentlichen und 2018 für eine Lesung im BuchHaus Loschwitz der extrem rechten Buchhändlerin Susanne Dagen zu werben.

Zu dieser Zeit hatte Susanne Dagen bereits die Charta 2017 initiiert, einem Schulterschluss mit neofaschistischen Verlagen, und mit Compact und Ein Prozent zusammengearbeitet. (3)

In Kürze wird Alexander Grau, auch Autor für die antifeministische Onlineplattform cuncti, Autor für TUMULT, Referent für die Bibliothek des Konservatismus, Kolumnist/Autor für Cicero und Unterzeichner der rassistischen Erklärung 2018 sein zweites Buch im Claudius Verlag veröffentlichen. Dieses soll den Titel tragen: „Politischer Kitsch – Eine deutsche Spezialität“.

Und es ist zu vermuten, dass auch dieses Buch dem Autoren jede Menge Rezensionen einbringen wird.

(4)

Schon seine „Hypermoral“ hat zu zahlreichen wohlwollenden Rezensionen von Neofaschist*innen und extremen Rechten geführt. Darunter z.B. eine in der Sezession mit entsprechender Bestellverlinkung zum Antaios Verlag und eine Buchbesprechung in der Blauen Narzisse. (5 + 6)

Ein weiterer Autor im Claudius Verlag ist der extreme Rechte Peter Gauweiler (CSU), Sohn des NSDAP-Funktionärs Otto Gauweiler. (7) Peter Gauweilers Buch „Evangelisch in Bayern“ erschien im November 2017.

Wegen der Werbung für extreme Rechte und der beiden Buchautoren wird der Claudius Verlag hier aufgeführt. Denn wer Werbung für extreme Rechte macht und diesen eine Plattform gewährt, darf sich nicht wundern, hier aufgeführt zu werden.

[28] „Die Silberschnur“ Verlag GmbH
Halle 4 Stand E202

Informationen über den Verlag „Die Silberschnur“, der fünf Bände der völkisch-nationalistischen und antisemitischen Anastasia-Reihe in deutscher Übersetzung herausgegeben hat, stehen hier als thread zur Verfügung mit zusätzlichen Leseempfehlungen.

[29] Edition Körber
Halle 3 Stand F300

Aufgeführt ist die Edition Körber/die Körber-Stiftung wegen ihres unreflektierten und geradzu fahrlässigen Umgangs mit dem Namensgeber und Gründer der Stiftung Kurt A. Körber, einem NSDAP-Mitglied ab 1940, sowie mit der NS-Zeit im allgemeinen.

Auf der Webseite der Stiftung wird Kurt A. Körber als „Anstifter“ bezeichnet, der zum Vorbild gelebter gesellschaftlicher Verantwortung geworden sei und weiter im Original mit einem Textauszug der sprachlos macht: „(…) 1935 tritt Körber in die Universelle-Werke J. C. Müller & Co. in Dresden ein. Die Universelle beginnt als kriegswichtiger Betrieb auch mit der Produktion von Rüstungsgütern. Dafür werden bis zu 3000 Fremd- und Zwangsarbeiter eingesetzt. 1940 wird Körber Mitglied der NSDAP. Er sieht dies als formales Zugeständnis, mit dem er nie geistige Nähe zum Nationalsozialismus verbindet. Bis 1944 steigt Körber bei der Universelle zum Technischen Direktor auf. 1945 bleibt er unter der sowjetischen Besatzungsmacht im Amt und treibt den zivilen Wiederaufbau des Unternehmens voran.(…)“ (1)

Eine Aufarbeitung und Verantwortung in Anbetracht von Körber, der Mitarbeiter in einem Betrieb wurde, der Zwangsarbeiter ausbeutete und NSDAP-Mitglied war, hat hier definitiv nicht stattgefunden. Geradezu belanglos lesen sich die einzelnen Stationen im Lebens des Gründers, als sei es das Normalste auf der Welt, dass eine Stiftung den Namen eines NSDAP-Mitglieds trägt.

[30] Edition Ruprecht Inh. Reinhilde Ruprecht
Halle 3 Stand F300

Die Edition Ruprecht Inh. Reinhilde Ruprecht ist seit 2010 Hausverlag der Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die sich selbst als Bekenntniskirche oder als Orthodox (1) bezeichnet und den Evangelikalen den sog. Bibeltreuen zugeordnet werden kann.

Die Zeit bezeichnete SELK in einem empfehlenswerten Artikel bereits 2016 als rechte, antifeministische, evangelikale Vereinigung und zitierte den „biblisch begründeten“ Backlash von SELK mit einem Absatz aus dem Paulus-Brief an die Korinther:

Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit. Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei.“(2)

In diesem Zeit-Artikel mit dem Titel: „Mit der Fatwa für Feminismus“ wird berichtet in einem Wegweiser von SELK sei zu lesen:

„(…) Der christliche Glaube aber sieht im Islam seinen Konkurrenten und Herausforderer, mit dem keine Kompromisse möglich sind.“ (3)

Da der Verlag für eine Vereinigung, die Misogynie, Antifeminismus und Islamfeindlichkeit verbreitet und damit zusätzlich zündelt, Publikationen druckt, die die Büchertische von SELK füllen, (4) darf er in dieser Dokumentation zur Leipziger Buchmesse nicht fehlen.

[31] Evangelischer MedienVerband in Deutschland
Halle 3 Stand A107

Auch auf der Buchmesse vertreten ist der Evangelische MedienVerband als „ein Zusammenschluss von Verlagen, Medien- und Presseverbänden, Buchhandlungen, Büchereien und kirchlichen Trägern publizistischer Organe.“(1)

Hierbei handelt es sich laut eigenen Angaben, um einen Gemeinschaftsstand von drei christlichen Verbänden: der Evangelische Medienverband in Deutschland, die Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger und der Katholische Medienverband.

Durch den Gemeinschaftsstand Religion werden 28 Verlagen auf der Buchmesse vertreten, wie z.B. idea Nachrichtenagentur (2), adeo Verlag (3), der Herder Verlag (4), Kawohl Verlag (5), Claudius Verlag (6), SCM Verlag (7), Gerth Medien (7), die wiederum ihrerseits mit einem eigenen Stand Präsenz zeigen werden und die in dieser Dokumentation vorgestellt wurden, weil sie z.B. rechte christlich-fundamentalistische oder kreationistische Schriften publizieren, weil rechte oder „neu“rechte Autor*innen zum Verlagsprogramm gehören oder weil diese Verlage/Vereinigungen zu den Evangelikalen der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) gehören oder mit dieser kooperieren, deren binäres Menschenbild, deren antifeministische und LGBTIQ*-feindliche Ideologie auf einer „Glaubensgrundlage“ basiert, die sich gegen die Gleichheit aller Menschen richtet und damit gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit produzieren und weiter verbreiten.

Anmerkungen:
Informationen über das binäre Menschenbild und die antifeministische und LGBTIQ*-feindliche „Glaubensgrundlage“ der EAD stehen hier unter Abschnitt 5 zur Verfügung.
Informationen über Kreationismus wurden in diesem thread zusammengestellt.

Auf nachfolgendem Screenshot sind alle Verlage aufgeführt, die durch den Gemeinschaftsstand der EMVD auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein werden.

(8)

[32] Gabal Verlag GmbH
Halle 4 Stand C207

Der GABAL Verlag als Aussteller*in auf der Leipziger Buchmesse 2019 ist hier aufgeführt, weil der Verlag Unterstützerin, Medienpartnerin und Ausstellerin des diesjährigen evangelikalen (bibeltreuen) Kongresses christlicher Führungskräfte (KcF) ist.

Der Verlag ist nicht nur Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels (1) sondern darüberhinaus sehr gut vernetzt, verbunden mit 25 Verlagspartner*innen, darunter auch tempus Akademie & consulting (Unterstützer*in und Medienpartner*in des KcF) und was nicht überrascht der KcF. (2)

Anmerkungen: Informationen über den evangelikalen oder christlich-fundamentalistischen KcF stehen als threads hier, hier und hier zur Verfügung.

Präsent wird der Verlag auf der Leipziger Buchmesse zusätzlich mit zwei Veranstaltungen sein.

[33]  Gabriele-Verlag Das Wort GmbH
Halle 3 Stand E314

Informationen über den Gabriele-Verlag der totalitären Sekte Universelles Leben (UL) stehen hier als thread zur Verfügung.

[34] Gerth Medien
Halle 3 Stand A107

Gerth Medien, hervorgegangen aus Schulte & Gerth, einem kreatinonistischen Verlag, wurde im Juli 2016 von der Stiftung Christliche Medien (SCM) übernommen. Die SCM Verlagsgruppe besagter Stiftung vertreibt ebenfalls kreationistische Schriften und sie war in diesem Jahr Unterstützer*in, Medienpartner*in und Aussteller*in im Rahmen des evangelikalen Kongress christlicher Führungskräfte (KcF). (1)

Anmerkungen: Informationen über die antifeministische und LGBTIQ*-feindliche Glaubensgrundlage der EAD, zu der auch idea und der KcF gehören, stehen in Abschnitt in Abschnitt 5 hier: http://bkramer.blogsport.eu/2018/04/17/informationen-ueber-die-evangelische-allianz-in-deutschland-ead/
zur Verfügung.
Erläuternde Infos über Kreationismus stehen hier in Form eines threads zur Verfügung.

Wer sich auf der Webseite von Gerth Medien umschaut, wird von diesen Zusammenhängen nichts erfahren, denn im Verlagsprogramm sind Veröffentlichungen z.B. von Margot Käßmann und Samuel Koch, Andachtsbücher, Bibeln, Kinder- und Jugendbücher, sowie Kurzgeschichten … und Bücher zur Evangelisation. Zunächst scheint alles eher unauffällig.

Seit Anfang 2000 gehört auch der LYDIA-Verlag zur Gerth Medien GmbH. Bei LYDIA handelt es sich um eine christliche Frauenzeitschrift.
Hier sei angemerkt, dass es sich um eine Frauenzeitschrift aus dem Umfeld von Evangelikalen handelt und was das misogyne Frauenbild und binäre Menschenbild von bibeltreuen, von christlichen Fundamentalist*innen, betrifft, so soll an dieser Stelle Hartmut Steeb zu Wort kommen. Der nachfolgende Abschnitt stammt aus seiner Rede für Demo für Alle (2016). Zu dieser Zeit war Steeb noch Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) und damit offizieller Sprecher der Allianz.

(…) Wir brauchen eine Bildungsoffensive für Ehe und Familie, für die Übernahme nachhaltiger Verantwortung für die künftigen Generationen, also ein Ja zu Kindern. Kindern und Jugendlichen, dürfen, nein sollen, in der Schule die sogenannten stereotypen Rollenverteilungen nicht ausgetrieben werden, sondern Jungen müssen darauf vorbereitet werden, dass sie Väter sein können. Und junge Mädchen dürfen, sollen, müssen auch darauf vorbereitet werden, dass und wie sie später Mütter sein können. Anders geht es nicht. Das ist jedenfalls natürlich und nachhaltig und für unser Gemeinwohl unerlässlich. Wir brauchen eine gesunde Zukunft, auch fürs Musterländle. Darum stehen wir hier! Ich danke Ihnen!“ (2)

Und genau dieses Frauenbild vermittelt auch LYDIA. Die Frau, als Ehefrau, als Mutter, als Tochter, die die Care-Arbeit übernimmt, sanft und geduldig ist, verständnisvoll, sich unterordnet gezeichnet von körperlicher Schwäche, „ähnlich bei Kindern, Kranken und älteren Menschen“. (3) Wie sie lernt ihren Mann und seine Worte zu achten (4) und wie aus dem Frust mit der Schwiegermutter eine wertvolle Lebensschule wird. (5)

Genaugenommen werden Frauen in LYDIA dargestellt wie Kinder und das wird auch deutlich im Blog, wo LYDIA-Autorinnen über „Alltagswunder“ schreiben.

Die Texte wirken kindlich-naiv formuliert, fast schon einfältig, gerichtet vermutlich an ebenso denkende Leserinnen, wie z.B. im Text einer Autorin, die wegen einer kaputten Waschmaschine betet. (6) Erschreckend und gefährlich ist z.B. der Text „Hoffen oder glauben“. In diesem „Alltagswunder“ schildert eine Frau wie das Beten von Ehemann, Tochter und Freund*innen ihre schlimmen Bauchkrämpfe geheilt habe. So dass die Autorin zwar im Krankenhaus war, aber dort keine*n Ärzt*in konsultierte, weil es ihr wieder gut ging. (7) Das hätte auch anders ausgehen können. Sogar im Hinblick auf die Überwindung einer Sucht soll ein „Wink von Gott per Handy App“ geholfen haben. (8)

[35] Herder Verlag
Halle 2 Stand B300a
Halle 5 Stand H110
Halle 5 Stand H110

(Quelle)

Der Herder Verlag, der mit drei Ständen auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein wird und Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist, (1) wird hier aufgeführt, weil u.a. zu den Neuerscheinungen eine Publikation, ein Sammelband gehört, der den Titel trägt „Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland“.

Besagter Sammelband greift damit eine Parole auf, die schon lange von Rechten, extremen Rechten und islamfeindlichen Gruppierungen/Personen vertreten wird, wie z.B. die AfD. (2)

Anmerkung: Ergänzende Infos über das Buch in Form eines threads dazu hier: http://bkramer.blogsport.eu/2019/02/17/ein-thread-ueber-die-neuerscheinung-der-politische-islam-gehoert-nicht-zu-deutschland/

Zusammengefunden haben in diesem Pamphlet vermeintliche „Islamkritiker*innen“, mind. ein Vertreter der „Neuen“ Rechten, Rassist*innen und eine von den Evangelikalen, Bibeltreuen oder präziser formuliert eine Autorin aus den Reihen des rechten-christlichen Fundamentalismus der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD).

Wer die Aussage >der politische Islam gehört nicht zu deutschland< ohne Anführungszeichen einmal googelt, erhält 17.800 Ereignisse oder Ergebnisse. Nicht alle führen zu Buchshops, sondern auch zur Jungen Freiheit, zur AfD, zu Philosophia Perennis, zu Tichys Einblick, zum AfD-nahen Blog Freie Welt, um hier nur einige Beispiele aufzuführen.

Allerdings ist das nicht das erste Mal, dass der Herder Verlag, der sich als einen christlichen Verlag bezeichnet, Sprachrohr für Protofaschist*innen also sog. „Konservative“ oder „neue“ Rechten ist.

Von 1974 bis 1988 veröffentlichte der Herder Verlag die „Herderbücherei INITIATIVE“ mit insgesamt 75 Bände (3), die von Gerd-Klaus Kaltenbrunner (einem Autoren für die Junge Freiheit, Criticón, Mut…) herausgegeben wurden. Die ZEIT berichtete bereits 1976 über die INITIATIVE mit dem Titel „Signale einer Tendenzwende“: Die konservative Revolution der Aufgeklärten“. (4)

„Den „Illusionen“ reformpolitischer oder gar kulturrevolutionärer Emanzipations- und Demokratisierungsstrategien sollte eine klare, aber begründete und detailliert ausgewiesene „Absage“ erteilt werden. Inzwischen hat die Herderbücherei unübersehbar dazu beigetragen, der Überflutung des Büchermarktes mit linker Literatur Einhalt zu gebieten.“ (5)

Dabei befanden sich unter den Autoren wichtige Wortführer des Neokonservatismus bzw. der „neuen“ Rechten, darunter Armin Mohler, Günther Zehm oder Klaus Hornung.

Hier ein weiterer Abschnitt als Zitat aus besagtem ZEIT-Artikel, um auf den menschenverachtenden, den düsteren, den anti-sozialen Kern, des christlichen Herder Verlags aufmerksam zu machen.

„(…) Der Sozial- und Wohlfahrtsstaat dagegen wird immer wieder aufs Korn genommen. Einige Autoren attackieren den „überforderten schwachen Staat“ der modernen Industriegesellschaft, weil mit ihm nach einem gern bemühten Gehlen-Wort „Leviathan mehr und mehr die Züge einer Milchkuh“ annimmt, „die Funktionen als Produktionshelfer, Sozialgesetzgeber und Auszahlungskasse“ in den Vordergrund treten und „dem humanitäreudämonistischen Ethos die Tore so weit geöffnet“ werden, „daß das eigentlich der Institution angemessene Dienst- und Pflichtethos“ vollständig „verschwunden“ ist.(…)“ (6)

Nach nur kurzer Recherche konnten wir 76 „Einzelfälle“ finden. Diese sind Gründe genug, um dem Herder Verlag in dieser Dokumentation einen Platz einzuräumen.

Auf der Buchmesse ist der Herder Verlag nicht nur als Aussteller*in präsent, sondern auch durch zwei eigene Veranstaltungen und durch Mitwirkung an 4 gemeinschaftlichen Veranstaltungen, wie z.B. Diskussionen.

Anmerkung: Darunter eine Veranstaltung mit Hans-Joachim Maaz, einem rassistischen Psychoanalytiker und Autoren, der nicht nur die Charta 2017 unterzeichnet hat, sondern ebenso die Erklärung 2018, einem Referenten der extrem rechten Kunstaktion „Trojanisches Pferd“ organisiert von den Dresdner Bürger, einem Referenten der extrem rechten Wissensmanufaktur… .

Ergänzende Infos in Form ein threads über Hans-Joachim Maaz stehen hier zur Verfügung.

[36]  Katholischer Medienverband
Halle 3 Stand A107

Der Katholische Medienverband (KM), ein Zusammenschluss katholischer deutscher Medienunternehmen, ist hier aufgeführt, weil der Lepanto Verlag, ein extrem rechter katholischer Verlag, zu den Mitgliedern gehört. (1)

(1)

Zu den Partner*innen des KM gehören 9 Organisationen (2)

(2)

Darunter auch der Evangelische Medienverband in Deutschland (EMVD). Ergänzende Informationen über den EMVD und seine christlich-fundamentalen oder evangelikalen Mitglieder siehe hier

[37] Kawohl Verlag e.K.
Halle 3 Stand A107

Bei Kawohl Verlag e.K. handelt es sich um eine Verlagsgruppe bestehend aus: Kawohl Verlag, Edition Hintermann, Felsenfest Musikverlag, Kawohl Shalom, media Kern, Kawohl-Versandbuchhandlung, Kawohl-Shop.

Kawohl Verlag e.K. ist hier aufgeführt, weil er einerseits im Februar 2019 zu den Aussteller*innen des evangelikalen/bibeltreuen Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) gehört und andererseits Publikationen von „neu“rechten und/oder rassistischen Autor*innen veröffentlicht und Schriften ausgesuchter Verlage im Shop vertreibt.

Im Verlag Media Kern wurden drei Publikationen von Harald Seubert, ein ehemaliges Präsidiumsmitglied des Studienzentrums Weikersheim (SWZ) und den „neuen“ Rechten zuzuordnen, veröffentlicht. Der Kawohl-Shop vertreibt darüberhinaus mind. eine kreationistische Schrift mit dem Titel „Evolution und Bibel(Resch-Verlag) verfasst von Ingo Resch. Harald Seubert hat für diese Veröffentlichung das Vorwort verfasst.

Im Oktober 2018 wurde „Passiert – Notiert“ von Peter Hahne im Verlag Media Kern veröffentlicht. Vielen mag Peter Hahne als christlicher TV-Moderator bekannt sein, aber er ist auch bekennender Rassist und Antifeminist. Gegenderte Sprache lehnt er grundsätzlich ab, sie stellen für ihn „lächerliche Genderliedchen“ dar. Und das N-Wort will er weiterhin verwenden, unabhängig davon, dass er damit Menschen diskriminiert, und statt des Paprika-Schnitzels schwärmt der fromme Mann vom Z-Schnitzel. Ergänzende Infos über Peter Hahne stehen hier als thread zur Verfügung.

[38] Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Halle 5 Stand K401

Die Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freiheit Waldorfschulen e.V. ist hier aufgeführt, weil die Waldorfpädagogik auf der Anthroposophie von Rudolf Steiner basiert, einer Ideologie, die u.a. auf einer Wurzelrassen“lehre“ basiert. Siehe dazu hier

[39] SCM Verlagsgruppe GmbH
Halle 3 Stand A107

Die SCM Verlagsgruppe ein von der Stiftung Christlicher Medien gegründetes Medienunternehmen setzt sich zusammen aus den Verlagen: SCM Verlag, Haenssler, Brockhaus, Bundes-Verlag, Gerth-Medien (1), adeo Verlag (2). (3)

Sie gehörte zu den diesjährigen Aussteller*innen und Sponsor*innen des diesjährigen Kongress christlicher Führungskräfte, (4) bei dem es sich um einen Zweckverein von idea handelt, sowie ein evangelikales Großereignis im Sinne einer Messe.

Im Angebot des SCM-Shops sind Bücher aus unterschiedlichen Verlagen, darunter zum Beispiel kreationistische (5) Schriften oder evangelische/bibeltreue Publikationen, wie z.B. der „Appell zum mutigen Bekenntnis“: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, (6) was letzten Endes auf ein Bekenntnis hinausläuft, dass Gottes Wort bzw. stellvertretend die Bibel, über der Verfassung oder dem Grundgesetz steht. Denn diese wurden von Menschen formuliert. Zur Ergänzung ein screenshot:

Zu den Autor*innen des SCM Verlags gehören z.B. der Arbeitskreis für evangelikale Theologie, Christoph Raedel (Prof. der FTH Gießen, Leiter des Instituts für Ethik und Werte – beide Organisationen gehören zur EAD), der evangelikale Theologe Walter Hilbrands Dekan der FTH Gießen, Christiane Schirrmacher vom Hauptvorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) oder Thomas Schirrmacher (u.a. Erstunterzeichner der LGBTIQ*-feindlichen Marburger Erklärung und 2017 noch Unterstützer oder „Botschafter“ für die antifeministische und LGBTIQ*-feindliche europäische Bürgerinitiative „Einer von Uns“ oder „One of Us“, deren Webseite mittlerweile leider nicht mehr existiert. One of Us gehört oder gehörte zum Netzwerk des Ehepaars von Storch (AfD)).

Die SCM Verlagsgruppe ist aber nicht nur als Aussteller*in, sondern auch mit Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Eine davon, eine Lesung mit Musik am 22.03.2019 um 19.30, findet in der Freie(n) Evangelischen Gemeinde (FeG) Leipzig statt. (sreenshot unten)
Die FeG Leipzig gehört zum Bund Freier evangelischer Gemeinden und pflegt enge Kontakt zur EAD. Die FeG Leipzig kann darum den Evangelikalen der Allianz zugeordnet werden.

Anmerkungen:
Informationen über das binäre Menschenbild und der antifeministischen und LGBTIQ*-feindlichen „Glaubensgrundlage“ der Evangelikalen der Evangelischen Allianz (EAD) stehen hier unter Abschnitt 5 zur Verfügung.

[40] Siedler Verlag
Halle 3 Stand C101

Der Siedler Verlag (vollständig Wolf Jobst Siedler Verlag) wurde 1980 von Joachim Severin und Wolf Jobst Siedler gegründet. Mittlerweile gehört besagter Verlag zur Verlagsgruppe Random House und wird hier als „renommierte(r) Verlag für Geschichte, Politik, Zeitgeschehen und Kultur“ bezeichnet. (1)

Dabei wird übersehen oder ignoriert, dass der Mitbegründer des Siedler Verlags ein Vertreter „neuer“ Rechter war.

Für seine rechte oder „konservative“ Publizistik wurde Jobst Wolf Siedler 2007 mit dem Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis ausgezeichnet. Dieser wird seit 2004 regelmäßig von der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF), Trägerstiftung der Bibliothek des Konservatismus (BdK), in Kooperation mit der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit verliehen. (2)

Jobst Wolf Siedler schrieb zu Lebzeiten für die „neu“ rechte Wochenzeitung Junge Freiheit und unterzeichnete 2006 den Solidaritätsappell „Appell für die Pressefreiheit“ initiiert von und verfasst für die Junge Freiheit, die in diesem Jahr von der Leipziger Buchmesse ausgeschlossen worden war und wenig später doch ohne Auflagen als Aussteller*in zugelassen wurde.

Anmerkungen: weitergehende Informationen über den verstorbenen rechten Verlagsgründer bietet ein Artikel aus der Zeit vom 03.02.2016 mit dem Titel: „Albert Speer: Zum Dank ein Bild vom Führer“ (http://www.zeit.de/2016/22/albert-speer-wolf-jobst-siedler-joachim-fest/komplettansicht. Kostenlose Anmeldung zur Komplettansicht nötig.)

Einige Informationen über die mittlerweile vergessenen oder ignorierten Autor*innen des Siedler-Verlags:

Heimo Schwilk mit dem Buch „Luther Der Zorn Gottes“. Auch er gehört zu den Autor*innen der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit, war darüberhinaus Referent für die extrem rechte Burschenschaft Danubia München, Autor für Criticón, Referent für das Studienzentrum Weikersheim, einem Zentrum neuer Rechter. Auch er wurde im internen Adressverzeichnis der JF geführt, scheint also dieser Zeitung enger verbunden zu sein.

Sonja Margolina mit ihrem Buch „Das Ende der Lügen“ (Siedler Verlag 1992). Hier ein Zitat:

Die jüdische Präsenz in den Machtorganen war so eindrucksvoll, daß sich ein so unbefangener zeitgenössischer Forscher wie der in New York lebende russische Kulturhistoriker Boris Paramanow fragt, ob nicht vielleicht die Beförderung der Juden auf Führungspositionen eine ‘gigantische Provokation’ gewesen ist …
Die übertrieben eifrige Teilnahme der jüdischen Bolschewiki an der Unterjochung und Zerstörung Rußlands ist eine Sünde, die die Vergeltung schon in sich trägt …
Jetzt befinden sich Juden an allen Ecken [nach der Revolution von 1917) und auf allen Stufen der Macht. Der Russe sieht sie an der Spitze der Zarenstadt Moskau und an der Spitze der Metropole an der Nerwa und als Haupt der Roten Armee … Der russische Mensch hat jetzt einen Juden sowohl als Richter als auch als Henker vor sich, er trifft mit jedem Schritt auf den Juden, nicht den Kommunisten, der genauso armselig ist, wie er selbst, aber doch Anordnungen trifft und die Sache der Sowjetmacht betreibt … Es ist nicht verwunderlich, daß der Russe, wenn er die Vergangenheit mit heute vergleicht, zu dem Schluß kommt, daß die gegenwärtige Macht jüdisch und gerade deshalb so bestialisch ist.

(Sonja Margolina, Das Ende der Lügen, Siedler Verlag, Berlin 1992, S. 48, 58, 60.) (3)

Es ist also kein Wunder, dass extrem rechte Webseiten oder auch Schriften, die die Singularität des Holocaust in Frage stellen oder Geschichtsrevisionismus betreiben, eifrig auf ihr Buch verweisen. Ist es doch hilfreich bei der Opfer-Täter-Umkehr. Insbesondere unter dem Aspekt, dass Margonlina Jüdin ist. Daran hat sich nichts geändert. Wie z.B. in einem Text aus dem Jahr 2016. (4)

Einige Angaben über die zur Verfügungen Publikationen.
Darunter sind z.B. „Das spanische Jahrhundert“ von Eberhard Straub (2019 Referent für das neofaschistische Institut für Staatspolitik (IfS), Autor für die Sezession, für die Junge Freiheit, Erstunterzeichner der Charta 2017, Unterzeichner der rassistischen Erklärung 2018 …), Bücher von Jobst Wolf Siedler: „Ein Leben wird besichtigt“ oder „Wider den Strich gedacht“, die Biografie von Ernst Jünger verfasst von Helmuth Kiesel oder Boris Palmer rassistisches Pamphlet: „Wir können nicht allen helfen“.

Obwohl der Siedler Verlag auch diese Publikation veröffentlicht: „Wir Herrenmenschen – Unser rassistisches Erbe: Eine Reise in die deutsche Kolonialgeschichte“ Mit zahlreichen Abbildungen darf die düstere Entstehungsgeschichte des Verlags, der von einem Vertreter der „neuen“ Rechten mitgegründet wurde, nicht übersehen werden. (5) Damit diese nicht vergessen wird, wurde der Siedler Verlag in die Dokumentation zur Leipziger Buchmesse aufgenommen.

Der Siedler Verlag ist zusätzlich mit diesen 3 Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse präsent:

[41]  Verlag Neuer Weg Mediengruppe NEUER WEG GmbH

Der Verlag Neuer Weg in der Mediengruppe Neuer Weg, ist KEIN RECHTER , sondern ein LINKER Verlag. Er wird hier aufgeführt, weil er der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands  nahe steht. Ein Blick in die Neuerscheinungen reicht dazu völlig aus. (1)

Die MLPD wird schon seit langem mit Antisemtismusvorwürfen konfrontiert .

Bereits 2009 befasste sich die TAZ in einem Artikel mit dem Titel: „Wie halten wir’s mit Israel, Genossen?“ mit linkem Antisemitismus. (2)

2017 berichtete Belltower News über die Volksfront zur Befreien Palästinas (PFLP), die als Teil der von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands angemeldeten “Internationalistischen Liste/MLPD” zur Bundestagswahl antreten würde und stellte die berechtigte Frage: „Menschenfeindliche Positionen zur Bundestagswahl Tritt eine antisemitische Terrororganisation an?. (3) Daraus ergibt sich Schlussfolgerung: „Damit erkennt die MLPD Israel das Existenzrecht ab.“ (4)

[42] Für verspätete Verlage vorgesehen

[43] IV. Impressionen von der Buchmesse Bilder, tweets und Artikel
zum Teil absichtlich anonymisiert

Quelle: https://www.l-iz.de/politik/engagement/2019/03/Kundgebung-gegen-rechte-Verlage-auf-der-Leipziger-Buchmesse-265389?highlight=buchmesse

Quelle: https://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2019/03/Was-gerade-geschieht-Buchmesse-erteilt-Volkslehrer-Hausverbot-265822?sfw=pass1553414028

Quelle: https://www.l-iz.de/politik/engagement/2019/03/Buchmesse-Leipzig-Wo-man-singt-da-lass-Dich-nieder-%e2%80%a6-265848?highlight=buchmesse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[44] Sonstiges, auch verfasste threads

Verfasste threads

Zusammenfassender thread zur #lbm2019

Ein thread über das Netzwerk Kohl Medien auf der #lbm2019

Thread über evangelikale Verlage auf der #lbm2019

Thread über Poet in Residence (S. Dagen) auf der #lbm2019

Ein weiterer thread über Verlage auf der #lbm2019

Ein thread über eine Veranstaltung mit Hans-Joachim Maaz auf der #lbm2019

Ein thread über rechte Veranstaltungen auf der #lbm2019

Ein thread zur #lbm19 und den „fragwürdigen“ Verlagen

Ein thread über den Verein für Sprachpflege als Teilnehmerin auf der #lbm2019

[45] VI. Für Ergänzungen vorgesehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein thread über die antifeministischen Angriffe von Science Files auf Gender Studies

Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/1075099217583095808

Datum: 18.12.2018

Als Textversion mit Grafik:

1) Was die Angriffe auf Gender Studies betrifft, muss mensch nicht nach Ungarn schauen, auch hierzulande gibt es einen antifeministischen und rechten Angriff auf Geschlechterstudien oder Geschlechterforschung als Wissenschaft.

2) Anfang des Jahres, genauer im Februar, berichtete ich bereits über das antifeministische Genderista-Wiki, ein Projekt des antifeministischen und rechten Blogs Science files.

3) Der Blog bzw. die Betreiber*innen haben es sich mit dem Genderista-Wiki zum Ziel gesetzt einen Überblick zu verschaffen, welche Bundes-, Landes-, Stiftungs-, DFG- und sonstige Mittel für die Förderung eingesetzt werden. Das ist kein O-Ton. Der liest sich anders, nämlich so.

Zitat: Niemand in Deutschland hat einen Überblick darüber, welche Bundes-, Landes-, Stiftungs-, DFG- und sonstige Mittel in die Förderung von Genderismus und der damit verbundenen Agenda der Zerstörung der Wissenschaft gesteckt werden. Unser Genderista-Wiki ist die erste derartige Bestandsaufnahme."

4) Gender Studies wird hier zum „Genderismus“, die der politischen Einflussnahme dient, die Sozialstruktur verändern soll, zur Veränderung gesellschaftlicher Ressourcen beiträgt, vergleichbar mit „Gotteskriegern“ mit dem Ergebnis der „Zerstörung“ + „Zersetzung“ der Wissenschaft.

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Thread zur Frankfurter Buchmesse 2018 und zur Teilnahme von 16 rechten/rechtsextremen Verlagen

Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/10391894781103841287

Datum: 10.09.2018

Als Textversion mit Grafik:

1. Wie dem Anmelde-pdf für die #BuchmesseFrankfurt2018 zu entnehmen ist, war der Anmeldestichtag am 31.01. Das bedeutet, dass der Antaios-Verlag und Compact in diesem Jahr voraussichtlich nicht auf der Buchmesse vertreten sein werden.

2. Cicero im übrigen auch nicht, sowie neun weitere Verlage/Vereine. Nachfolgend eine Auflistung der Nicht-Teilnehmenden.

Antaios Verlag, Bublies Verlag, Bund für deutsche Schrift und Sprache e.V., Cicero – Magazin für politische Kultur, Compact Verlag GmbH, Deutsche Sprachwelt Verein für Sprachpflege e.V., Deutsche Stimme Verlagsgesellschaft mbH, Europa Terra Nostra, IFB Verlag Deutsche Sprache GmbH, Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen e.V., Regin Verlag, Verein Deutsche Sprache e.V.

3. Trotzdem besteht kein Anlass zur Entwarnung, denn in diesem Jahr werden 16 rechtsextreme/rechte Verlage/Vereine auf der Buchmesse in Frankfurt als Aussteller, durch Vertretung oder im Rahmen von Veranstaltungen präsent sein und zwar diese:

Ahriman-Verlag, Ares-Verlag, FKBF/BdK, CATO, Europa Verlag, Fontis AG/Media, TUMULT, idea, Junge Freiheit, Karolinger Verlag, Konrad-Adenauer Stiftung, Leopold Stocker Verlag

Lepanto Verlag, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Riva – in der Münchner Verlagsgruppe GmbH Nicht genuin rechte Verlage/Organisationen: Claudius Verlag …, Edition Körber/Körber Stiftung, KM. katholischermedienverband

4. Zwischen der Leipziger und der Frankfurter Buchmesse scheinen zwar Unterschiede zu bestehen, allerdings sind diese nur als geringfügig zu betrachten. Das soll nachfolgend erläutert werden.

5. Die Junge Freiheit (JF) wird als Aussteller anwesend sein. Bis etwa 2014 gehörten auch Götz Kubitschek und Ellen Kositza/Schenke zum Autor*innenkreis. Etwa bis zu dieser Zeit war Karlheinz Weißmann (JF-Autor) noch Autor für das Magazin Sezession …

6. … und dem Institut für Staatspolitik (IfS) nicht nur als Referent eng verbunden. Dies änderte sich nach der Nazimesse „Zwischentag 2014“. Dabei basierte das stattgefundene Zerwürfnis nicht auf deutlich unterscheidbaren Zielen, vielmehr ging es um die Außenwirkung …

7. … und den Umgang mit der rechtsextremen AfD. Das hat sich mittlerweile geändert, meiner Meinung nach. Für die JF schrieben und schreiben viele von der AfD. Das IfS arbeitet eng mit der AfD zusammen. Karlheinz Weißmann u.a. CATO-Autor wurde Kuratoriumsmitglied …

8. … der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. Und während für das IfS auch Mitglieder der Identitären Bewegung Vorträge halten, führte die JF im Mai diesen Jahres ein Interview mit Martin Sellner (IB).

9. Es ist also unerheblich, dass der Antaios Verlag in diesem Jahr nicht teilnehmen wird. Dafür ist neben der JF auch CATO vertreten. Die 6 Autoren, allesamt männlich, sind Weißmann, Sebastian Hennig, Thorsten Hinz, Mathias Mattusek, Thomas Fasbender und Andreas Lombard.

10. Von diesen sechs Autoren haben vier Vorträge für das IfS gehalten oder für die Sezession geschrieben. Nur Fasbender und Lombard nicht.

 

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