Kategorie: Beiträge

Thread über Raphael Bonelli im Nachtcafé beim SWR

Hier dazu der Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/952160930539982849

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@SWRpresse Wertes Team vom SWR in Ihrem „#Nachtcafé“ vom 12.01.2018 zum Thema „Hinter’s Licht geführt“ war ein geladener Gast namens Raphael M. #Bonelli. Wie ich jetzt weiß, …

war es nicht seine erste Teilnahme am #Nachtcafé. Unter stellen Sie Ihn vor als Neurowissenschaftler und Psychiater.

Der Vollständigkeit halber möchte ich ergänzen, er ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Facharzt fur Neurologie mit eigener Praxis in Wien und Dozent an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien (AU).

Er hat akademische Titel (Prof. Dr. oder Dr. Dr.), was seine Ansichten umso gefährlicher macht. Sie verleihen einem vom Typ Bonelli den Anschein von Ehrwürdigkeit und wissenschaftlicher Reputation und allzuoft erhalten solche wie viel zu viel Gehör und Einfluss.

2016 war er Referent für das Symposium von „#DemofuerAlle“, einem Sammelbecken von Rechten und Rechtsextremen, Rassist*innen, von homohassenden Umpolern, von Abtreibungsgegner*innen und Antifeminist*innen… Als Beleg gibt es hier einen Text mit umfangreicher Quellenangabe:

2012 war er Referent für das Bildungszentrum Feldmark (Quelle: ), dessen Veranstaltungen und Ziele der Prälatur unter der Verantwortung von #OpusDei stehen.

Aussteiger*innen von Opus Dei berichten von „Gehirnwäsche“ und im Vergleich mit Scientology schneidet Opus Dei noch schlechter ab. Ich verweise auf diese schöne Quelle für Sie:

Bedauerlicherweise gibt es noch mehr zu berichten. #Bonelli war 2009 auch Referent des „Kongress(es) für Psychotherapie und Seelsorge“ im mittelhessischen #Marburg, das in diesem Jahr besonders schlagzeilenfüllend war.

Immerhin sprachen auch zwei homosexuellenhassende Referent*innen aus den Reihen sog. Homo-Umpoler*innen, die Homosexualität zur Krankheit erklären und mittels Reparativ-Therapie behandeln wollen oder es sogar schon tun.

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Thread Die rechten Publikationen des Boris T. Kaiser

Der dazugehörige Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/951520858270552065

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Und wieder ein so ein brauner Kasper, der teutsche Comedy macht, Boris T. Kaiser. Schreibt u.a. in #TichysEinblick und für das „#NeoMagazinRoyale“ und die Achse des „Guten“ und einmal sogar ein paar Wörter für die neurechte #JungeFreiheit. #fcknzs

Musste mittlerweile feststellen, dass Boris T. Kaiser nicht nur ein paar Wörter, sondern mehrere menschenverachtende Artikel für die neurechte JF geschrieben hat. Hier ein Bericht von heute:

Mannheim im Fokus von AfD-“Journalisten”

Diese kackbraune Scheisze findet sich dann auch in „deutscher Comedy“ wieder und wird entsprechend vermarktet. #fcknzs

Als Gastautor taucht Kaiser gerade wieder auf. Dieses Mal für den rechten „monnemblog“ von Eberhard Will (#AfD Bürgerfraktion, Mannheim), der seinen Blog als „patriotisch“ bezeichnet. #noafd #fcknzs

Gerade gesehen. Boris T. Kaiser schreibt auch für rechtsextr. Onlineplattform #Journalistenwatch. (Habe zwei „Artikel“ bisher gefunden). #fcknzs

Zum Abschluss noch 1 Fundstück von Boris T. Kaiser unter . #fcknzs #lasttweet

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Thread Buchmesse Leipzig 2018

Der Link: https://twitter.com/XtraKramer/status/951078436700934144

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Zum Thema „#BuchmesseLeipzig“ 2018 hätte ich Infos. In diesem Jahr werden u.a. folgende Verlage und Vereine vertreten sein. Verlag Antaios #fcknzs

Gewissermaßen durch die Hintertür sind damit auch diese rechtsextremen Verlage und Vereine präsent. Siehe Grafik unten.

Ebenfalls vertreten wird sein: Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft (gegründet von Thomas #Paulwitz). In anderen threads hatte ich bereits über ihn und seine rechten Aktivitäten/Publikationen berichtet.

Ebenfalls dabei, der Verein Deutsche Sprache, der mit dem antifeministischen Verein Agens e.V. zusammenarbeitet. Zum Beispiel in dieser Form: Eckhard Kuhlau von Agens e.V. ist Arbeitsgruppenleiter Gendersprache des Vereins Deutsche Sprache e.V.. #gegenAntifeminismus

Und dieser Verein hat auch einen Stand, die Deutsche Sprachwelt. Auch hier finden wir wieder Thomas #Paulwitz, den Gründer des Vereins (2000). #fcknzs #gegenAntifeminismus

Ebenfalls vertreten wird sein: #Compact-Magazin GmbH. Ich erinnere daran, der Geschäftsführer dieser „GmbH“ ist der rechtsextreme Antisemit Jürgen Elsässer. #noCompact #fcknzs #gegenAntisemitismus

Und ich vergaß auch nicht die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit, die auch wieder mit einem Stand vertreten sein werden.

Für die JF z.B. schreibt regelmäßig die Antifeministin Birgit #Kelle, Thomas #Paulwitz (ja, den hatte ich schon), Hartmut #Steeb von der Evangelischen Allianz (auch Demo für Alle…), Rechtsextreme von der #AfD, David #Berger (Philosophia Perennis), …

.. der neurechte Karlheinz #Weißmann, der Frauenhasser, der sich selbst als Männerrechtler“ bezeichnet, Arne #Hoffmann oder auch Imad #Karim (Tichys Einblick, Cicero) …

Hier habe ich nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt. Na ja, es ist halt ein thread und bei Cicero sollte der Übergang klappen.

 

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Thread Demo für Alle

Und hier gehts direkt zu twitter: https://twitter.com/XtraKramer/status/950656523658846208

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Am 20. Januar 2018 plant #DemofuerAlle ein Symposium in #Frankfurt. Mit dabei als Referentin wieder mal B. #Kelle. #gegenAntifeminismus #gegenHomophobie #fcknzs

Dabei will ich es heute nicht belassen, denn immerhin ist die DfA kein Zusammenschluss besorgter Menschen, sondern ein Sammelbecken für Antifeminist*innen, Abtreibungsgegner*innen, und homosexuellen-, islamfeindlichen, rassistischen, christlichen Fundamentalist*innen,

sowie Neuen Rechten und Rechtsextremen. In ihrem Welt- und Menschenbild ist das Individuum nicht vorgesehen. Es zählt einzig und allein, die heteronormative christliche Familie (Mann, Frau, Kinder) und Sexualität dient der Fortpflanzung.

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Demo für Alle als Sammelbecken

[1]

Die Demo für Alle (DfA) organisiert von Ehe-Familie-Leben e.V. versteht sich als ein „Aktionsbündnis“ aus 27 Organisationen plus 3 Einzelpersonen (Gabriele Kuby, Manfred Spieker und Albert Wunsch).

Sie versteht sich als „… Zusammenschluss verschiedener Familienorganisationen, politischer Vereine und Initiativen und Familien aus ganz Deutschland“, [2] die auf die Straße gehen „… um für die Wahrung der Elternrechte, Ehe und Familie und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder zu demonstrieren“. [3]

Zusätzlich zu den Demonstrationen veranstaltet die DfA seit 2016 ein jährliches Symposium (Anm.: 2017 gemeinsam mit der spanischen antifeministischen Organisation CitizenGo) [4], sowie diverse Aktionen (wie z.B. „Postkartenwelle zur Eherettung“, „BlitzaktionEhe bleibt Ehe“, Infostände, Petitionen …).

In 2017 tourte die DfA erstmalig mit dem „Bus der Meinungsfreiheit“, von Gegner*innen als Hassbus bezeichnet, durch Deutschland. [5]

Zu den Teilnehmer*innen von Demonstrationen der DfA gehören nicht nur Mitglieder der FDP, der CDU, der CSU und der AfD, sondern auch Personen oder Gruppen aus dem neurechten oder rechtsextremen Spektrum. Dazu gehört zum Beispiel die Identitäre Bewegung (IB), die 2015 mit einem Block von etwa 20 bis 30 Anhänger*innen vertreten war. [6]

Auch die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und ihre Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) nahmen bereits an Demonstrationen teil. Gesichtet wurde zum Beispiel 2015 ein Block von etwa 60-80 Neonazis. Ein Kenner identifizierte darunter Mitglieder der Althool-Truppe „Neckar Fils“. Es gibt Fotos, die beweisen. [7]

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart und Region (aabs) berichtete bereits im März 2015 von der Teilnahme des Vorsitzenden des faschistischen „Freundeskreis ein Herz für DeutschlandSilvio Corvaglia an der „Demo für Alle“. [8]

In 2016 in Wiesbaden wurden Teilnehmer*innen gesichtet, die zum Beispiel zu den Autonome(n) Nationalisten Groß-Gerau gehören, sowie Mitglieder des Bündnis Deutscher Patrioten (BDP), der Legion Hildesheim der German Defence League (GDL), Pegida Darmstadt Südhessen und Heidi Mund. [9]

2016 war Thassilo Hantusch (NPD, JN Hessen) Demo-Ordner für die Demonstration der DfA in Wiesbaden, [10] an der sich auch Aktivist*innen der rechtsextremen Partei Der III. Weg beteiligten. [11] Ebenfalls beteiligten sie sich bei einer weiteren Demonstration 2017. Auf der Webseite des III. Wegs ist bezüglich der Teilnahme an der Demo für Alle am 25.06.2017 in Wiesbaden folgendes zu lesen:

Um dieses Aufkeimen politischen Bewusstseins zu unterstützen und da auch wir die kranke Genderideologie ablehnen, nahmen Mitglieder unserer Partei „Der III. Weg“ in neutraler Kleidung an der Demonstration teil. Auch wir lehnen die „Ehe für Alle“ und darüber hinaus die stetig zunehmende Homo-Propaganda an Schulen und Universitäten, in der Politik und Medien sowie im öffentlichen Raum ab.“[12]

In Anbetracht dieser gesamten Fakten kann die nachfolgende Erklärung der DfA auf der hauseigenen Homepage als bedeutungslos angesehen werden:

Wir distanzieren uns ausdrücklich von jedem antisemitischen, rassistischen und extremistischen Gedankengut und Organisationen oder Einzelpersonen, die solches Gedankengut vertreten. Eine Zusammenarbeit mit solchen Gruppierungen war und ist für die Veranstalter der DEMO FÜR ALLE ausgeschlossen.“ [13]

Um das Argument zu widerlegen, die Veranstalterin der Demonstration könne unmöglich erkennen, wer sich unter den Teilnehmer*innen befindet und sei darum auch nicht verantwortlich für die Teilnahme extremer Rechter, haben wir beispielhaft folgende Personen ausgewählt:

Markus Frohnmaier als Redner 2015 in Stuttgart

Für die Demonstration für Alle sprach Markus Frohnmaier von der rechtsextremen Partei AfD, der als rechter Hardliner gilt und Vertrauter von Björn Höcke ist im Rahmen der Demonstration. Von seinen Freunden wird er auch „Frontmaier“ genannt. Auch soll er laut „(…) Communiqué seit dem 15. Dezember 2009 Mitglied der militant-ultrarechten „German Defence League“ und seit dem 1. November 2010 Aktiver der „Combined Ex-Forces“ (sein). Erstere ist ein Ableger und zweitere eine Abspaltung der britischen Schlägerbande namens „English Defence Force“, die sich vor allem aus dem Milieu gewaltbereiter rassistischer Hooligans rekrutiert. (…) National wie international ist Frohnmaier gut mit anderen Rechten vernetzt. Besonders enge Kontakte scheinen zu Manuel Ochsenreiter, dem Herausgeber des Nazi-Magazins „Zuerst!“, zu bestehen. Frohnmaier ist im Ausland an ein antiamerikanisches und antiwestliches Netzwerk angeschlossen, was von serbischen NationalistInnen über französische Rechtskonservative bis zum Umfeld des russischen Autokraten Putins reicht“. [14] Als Referent sprach er 2015 für die rechtsextreme Burschenschaft Normannia-Nibelungen im Rahmen der XI. Bielefelder Ideenwerkstatt zum Thema „Politischer Pluralismus in Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit.“ [15] Zu dieser Zeit war er auch Vizepräsident des „Forum Carolus Deutschland“. [16]

Zu den Redner*innen gehörten beispielsweise auch die Antifeministin Birgit Kelle (2014), die christlich-fundamentalen Abtreibungsgegnerinnen Gabriele Kuby (2015) (Autorin Junge Freiheit, Rednerin Institut für Staatspolitik (2007), Autorin Zukunft Europa e.V., Referentin Deutsche Bank (2008), Referentin Interessengemeinschaft Anti-Feminismus (2011)…), Martina Kempf von der rechtsextremen AfD oder Mathias Gersdorff (Autor Junge Freiheit, Erstunterzeichner der homosexuellenfeindlichen Marburger Erklärung, Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e.V., Autor Conservo, Leiter der Deutsche(n) Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK), Autor Freie Welt und Zukunft Europa e.V.….).

Harald Seubert ein Referent des Symposiums 2017

Im Rahmen des Symposiums 2017 in Wiesbaden mit dem Titel: „Sexualpädagogik der Vielfalt. Kritik einer herrschenden Lehre“ referierte zum Thema: „Die Unantastbarkeit menschlicher Würde und ihre Gefährder“ Prof. Dr. Harald Seubert.

Die DfA kommentierte seine Rede als „…Reise durch die „Kulturgeschichte“ der menschlichen Würde, deren theologischen und philosophischen Grundlagen und Dimensionen sowie die Zusammenhänge mit der Sexualität.[17]

Wir ergänzen, Harald Seubert, der seit September 2017 auch Privatdozent bzw. Apl. Professor für Philosophie und Philosophiegeschichte an der Freie(n) Theologischen Hochschule (FTH) Gießen ist [18], hat eine rechte politische Vita.

Von 2011 bis 2016 war Seubert Präsident des Studienzentrums Weikersheim [19], ein Think Tank der Neuen Rechten, die sich selbst als christlich-konservative Denkfabrik bezeichnen, allerdings 1979 vom pensionierten NS-Richter Hans Filbinger gegründet wurde.

Seubert ist auch Unterzeichner der homosexuellenfeindlichen Marburger Erklärung, er schrieb für die rechtsextreme Wochenzeitung Junge Freiheit, schrieb 2004 für das Deutschland-Journal der SWG und war auch Gastredner bei Tagungen Staats- und Wirtschaftspolitische(n) Gesellschaft (SWG), die in der Vergangenheit den Versuch unternommen hatte den SS-Kriegsverbrecher Erich Priebke begnadigen zu lassen.

Seubert war auch Referent der rechtsextremen Burschenschaft Normannia-Nibelungen im Rahmen der VI. Bielefelder Ideenwerkstatt.

Seit 2004 schreibt er für das Magazin Sezession, mit Götz Kubitschek vom Institut für Staatspolitik (IfS) als Herausgeber.

(Anmerkung: Zu den Autoren dieses neurechten Magazins gehören Martin Sellner (Identitäre Bewegung Österreich), Götz Kubitschek, Felix Menzel (Blaue Narzisse). Das IfS und damit auch das Magazin Sezession sehen sich in der Tradition der „Konservativen Revolution“, also von Personen wie Ernst Jünger oder Carl Schmitt.)

2012 berichtete die antifaschistische informations-, dokumentations- und archivstelle münchen e. V. (a.i.d.a.) von einem Mitgliedertreffen des ultrarechten Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“ (DB), die sich sich am Vorabend des „Thomasbummels zu einer Saalveranstaltung („Thomaskneipe“) trafen. Als Festredner trat der in Basel und München lehrende Religionsphilosoph Harald Seubert auf. [20]

2014 gehörte Harald Seubert, der zeitweise auch Präsident des monarchistischen „Preußeninstituts“ war, [21] neben Carlos A. Gebauer (Eigentümlich frei), der rechten Publizistin Vera Lengsfeld (CDU) und Armin-Paul Hampel (AfD) zu den Referent*innen des Jenaischen Burschenschafter Convents in Kooperation mit der Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ), die „… auf dem Haus der Braunschweiger Burschenschaft Alemannia (bis 2013 DB) und der Braunschweiger Burschenschaft Germania (bis 2012 DB),“ stattfand. [22]

Die Koordinatorin der „Demo für Alle“

Bis Dezember 2016 war die Koordinatorin der DfA Hedwig Freifrau von Beverfoerde, die Leihmutterschaft als moderne Sklaverei [23] bezeichnet, Mitglied der Christlich Demokratischen Union.

Ausgetreten ist sie nicht nur „ (…) wegen der „Gender- und Sexuelle-Vielfalts-Indoktrination unter CDU-Führung (…)“, die ihr keine Heimat in der christdemokratischen Partei mehr biete, [24] sondern auch weil der „(…) 4. Septeber 2005 kam, der alles Bisherige in Schatten stellte. An diesem schicksalschweren Tag gab Angela Merkel ohne jegliche Folgenabschätzung unsere Grenzen gleichermaßen für echte Flüchtlinge und illegale Immigranten frei. Mit ihrer ausdrücklichen Einladung an Menschen aus Syrien setzte sie bekanntlich einen überwältigenden unkontrollierten Einwanderungsstrom aus Nahost, Afrika und Asien in Gang, der monatelang übermenschliche gesellschaftliche Kräfte zur Bewältigung erforderte und seither nicht mehr zum Stillstand kommt. (…) Hunderttausende Immigranten, zumeist junge moslemische Männer, haben Deutschland in nur wenigen Monaten radikal verändert. Die innere Sicherheit ist vielerorts rapide gesunken. Straftaten aller Art häufen sich. Die Behörden vermuten unter den Eingereisten nicht wenige IS-Terroristen, die jederzeit losschlagen können. Junge Mädchen, Frauen aller Alterstufen und Kinder sind plötzlich einem nie dagewesenen Risiko sexueller Belästigung und Vergewaltigung durch Einzelne und Männergruppen ausgesetzt. Man braucht keinen Hochschulabschluss, um zu erkennen, was aus Deutschland in wenigen Jahren werden wird. Nur wenn JETZT durch eine kluge Regierung starke und weitreichende Gegenmaßnahmen getroffen werden, kann der Untergang unserer christlich geprägten Kultur, unserer freiheitlichen Grundordnung und Zivilisation noch abgewendet werden. Andernfalls ist Deutschlands Schicksal besiegelt. Die Zukunft unserer Kinder![25]

Die „politische Christin des Jahres 2013“ (vom Informationsdient der evangelischen Allianz (idea) für ihren Einsatz für die Europäische Bürgerinitiative „Einer von Uns“ so „gewürdigt“) [26] und „Miss Homophobia 2015“ (von „Enough is Enough“ wegen ihrer Vehemenz gegen Homosexualität und die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partner*innen so „gekürt“) [27] hat keine Berührungsängste im Umgang mit Neuen Rechten, islam- und homosexuellenfeindlichen, antifeministischen Personen und/oder Gruppierungen. Das beweisen ihre Publikationen z.B. für die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit (JF), für die sie schon 2002 schrieb. Zu dieser Zeit wurde die JF noch vom Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextrem bezeichnet.

Sie schrieb bisher u.a. auch Beiträge für die AfD-nahe Freie Welt des Sven von Storch oder für den islamfeindlichen und antifeministischen Blog Conservo, fungierte 2010 als Referentin für das Bildungszentrum Wilmershain (Opus Dei) und 2016 in der Bibliothek des Konservatismus mit einem Vortrag über den „Kampf für Ehe, Familie und Leben.“ [28]

Die Bibliothek des Konservatismus (BdK) in Berlin, die sich selbst als „Denkfabrik und Ideenschmiede“ versteht, gehört zu den Think-Tanks der Neuen Rechten. Sie „(…) hat sich zum Ziel gesetzt, als konservative Denkfabrik durch Bildungsarbeit, Forschung und Veröffentlichungen an der Diskussion und dem Prozeß der öffentlichen politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung aktiv mitzuwirken.“ [29]

Anmerkung: Der verwendete Begriff des Konservatismus muss in diesem Zusammenhang als eine politische Strömung verstanden werden. In den Vortragsveranstaltungen, den Seminaren des BdK für Schüler*innen, Student*innen, und Jungakademiker*innen des BdK standen im Wintersemester 2016/2017 „Ernst Jüngers philosophische Texte im Mittelpunkt des Interesses“ [30], Texte eines Schriftstellers, der zu den ideologischen Wegbereitern des Nationalsozialismus gehört.

Die Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung, zu der auch die Bibliothek des Konservatismus gehört, verleiht seit 2004 in Kooperation mit der Wochenzeitung Junge Freiheit und Dr. Ingeborg Löwenthal [31] den mit 5.000 Euro dotierten Gerhard-Löwenthal-Preis. Zwei der bisherigen Preisträger*innen, die Antifeministin Birgit Kelle und der neurechte Martin Voigt, waren in der Vergangenheit Redner*innen im Rahmen einer Demonstration der DfA.

Wenn wir also die Demo für Alle (DfA) nach diesen Informationen, als ein Sammelbecken für antifeministische, islam- und homosexuellenfeindliche, rassistische, neurechte, rechtsextreme Gruppierungen und/oder Einzelpersonen beschreiben und damit als Netzwerk definieren, dann ist dies keine Polemik.

Quellenangaben:

[1] https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/68/drahtzieher-im-neurechten-netz, zuletzt abgerufen am 30.12.2017, zu sehen Andreas Lichert „Drahtzieher im „neurechten“ Netz

[2] https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/wer-wir-sind/, zuletzt abgerufen am 25.12.2017

[3] https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/wer-wir-sind/, zuletzt abgerufen am 25.12.2017

[4] https://besorgteblog.wordpress.com/2017/05/05/hedwig-von-beverfoerde-keine-akzeptanz-ist-keine-diskriminierung/, zuletzt abgerufen am 30.12.2017

[5] https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/wer-wir-sind/, zuletzt abgerufen am 25.12.2017

[6] http://www.hagalil.com/2015/10/demo-fuer-alle/, zuletzt abgerufen am 24.12.2017

[7] http://www.hagalil.com/2015/10/demo-fuer-alle/, zuletzt abgerufen am 24.12.2017

[8] https://aabstgt.wordpress.com/2015/03/21/keine-ruhe-den-rechten-hetzern-proteste-gegen-demo-fur-alle/img_0510/, zuletzt abgerufen am 24.12.2017

[9] https://ihr-seid-nicht-alle.de/wp-content/uploads/2016/10/Wer-demonstriert-bei-der-Demo-fu%CC%88r-alle.pdf, zuletzt abgerufen am 25.12.2017

[10] http://www.fr.de/rhein-main/hessen-demo-ordner-von-der-npd-a-297485, zuletzt abgerufen am 31.03.2017

[11] a.a.O.

[12] http://der-dritte-weg.info/2017/07/22/demo-fuer-alle-in-wiesbaden-2/, zuletzt abgerufen am 25.12.2017

[13] https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/erklarung/, zuletzt abgerufen am 25.12.2017

[14] Hierbei handelte es sich um das Outing von Markus Frohnmaier abgedruckt hier: https://linksunten.indymedia.org/node/172176, zuletzt abgerufen am 03.05.2017. Bedauerlicherweise ist diese Webseite in Folge des Verbots von Linksunten nicht mehr aktiv.

[15] http://bielefelder-ideenwerkstatt.de/pages/xi.-bidw-2015/referenten.php, zuletzt abgerufen am 21.05.2017

[16] a.a.O.

[17] https://demofueralle.wordpress.com/symposium/symposium-2017/, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[18] http://www.dr-harald-seubert.com/vita.html, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[19] http://www.dr-harald-seubert.com/vita.html, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[20] https://www.aida-archiv.de/index.php/chronik/3429-15-dezember-2012-nbg, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[21] http://www.preusseninstitut.de/Vera.htm, zuletzt abgerufen am 28.12.2017

[22] https://www.antifainfoblatt.de/artikel/deutsche-burschenschaft-light, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[23] https://mumdadandkids.wordpress.com/2016/06/21/beverfoerde-leihmutterschaft-ist-moderne-form-der-sklaverei/, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[24] https://the-germanz.de/exklusiv-alea-iacta-est-hedwig-von-beverfoerde-tritt-aus-der-cdu-aus/, zuletzt abgerufen am 30.12.2017

[25] a.a.O.

[26] http://www.1-von-uns.de/, zuletzt abgerufen am 29.12.2017

[27] http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/lgbti-netzwerk-kuert-familienschuetzerin-hedwig-von-beverfoerde-ist-miss-homophobia-2015/12720964.html, zuletzt abgerufen am 26.12.2017

[28] https://www.bdk-berlin.org/veranstaltungsberichte/demonstrieren-schreiben-und-beten-fuer-ehe-familie-und-leben/, zuletzt aufgerufen am 30.12.2017

[29] https://www.bdk-berlin.org/denkfabrik/, zuletzt abgerufen am 30.12.2017

[30] https://www.bdk-berlin.org/denkfabrik/studienprogramm/, zuletzt abgerufen am 30.12.2017

[31] https://www.bdk-berlin.org/stiftung/gerhard-loewenthal-preis/, zuletzt abgerufen am 31.12.2017

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Veronika Bellmann

CDU-Politikerin (Landesverband Sachsen und MdB seit 17.10.2002)

Unterzeichnerin der Erklärung des Berliner Kreises in der CDU (1)

2015: Interviewpartnerin der AfD-nahen Freie Welt des Sven von Storch (2)

2015: Autorin der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit (Artikeldatum: 25.06.2015) (3)

Als bekennende Abtreibungsgegnerin Verfasserin des Grußwortes zum „Marsch für das Leben 2016“ in ihrer Eigenschaft als MdB unter Angabe ihres Bundestagsbüros (4)

Stimmt am 30.06.2017 gegen die Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts (5) und begründetet ihr Nein gegen die „Ehe für alle“ auf Nachfrage so: „Ich denke, es widerspricht der Schöpfungsnatur.“ (6)

16.03.2017: eine von Bellmann organisierte und umstrittene Veranstaltung mit der Abtreibungsgegnerin und Antifeministin Birgit Kelle zum Thema „GenderGaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will“ findet statt.(7)

Spricht sich 2016 für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) aus. (8)

Am 21.09.2017, drei Tage vor der Bundestagswahl 2017, schließt sie eine Zusammenarbeit mit der AfD wieder aus. „Jenseits häufiger radikaler Auftritte ihrer Spitzenfunktionäre und jenseits der Zerstrittenheit und Zerrissenheit fast aller Landesverbände der AfD ist sie weder eine Alternative für Deutschland noch eine Alternative für Konservative.“ (9)

Die Zukunft wird zeigen, ob es bei dieser Distanzierung bleibt oder sie ihre Meinung ein weiteres Mal ändert.

Zur Einschätzung einige ausgewählte Äußerungen von Bellmann

Es gibt eine nicht durch Gesetz, sondern durch die Gesellschaft festgelegte politische Korrektheit, die dazu führen kann, die Meinungsfreiheit auszuhöhlen. (…)“ (10)

„Das ist eine einfache geschichtliche Wahrheit. Deutschland gehört zu den europäischen Ländern des christlich-jüdisch geprägten Abendlandes und kam mit dem Islam erst während des Ersten Weltkrieges durch muslimische Kriegsgefangene in Berührung.“ (11)

„Es stellt sich die Frage, ob wir nicht in unserem Antidiskriminierungswahn jegliches Augenmaß verloren haben, weil dadurch Minderheiten zu oft über Mehrheiten dominieren.“ (12)

„Aber auch darüber, dass denjenigen, die zu uns kommen, klar sein muss: Integration ist eine Bringschuld, zu der wir nur die Rahmenbedingungen liefern können.“ (13)

Zur Einschätzung einige ausgewählte Textstellen ihres Gastbeitrages für das Handelsblatt online

„(…)Wer Wind sät, wird Sturm ernten

So sind eben keine geordneten Verfahren möglich, wenn Flüchtlingsströme ein so großes Ausmaß annehmen und trotz Grenzkontrollen eben nicht mehr kontrollierbar sind. Dann werden auch die uneigennützigsten Ehrenamtler, die Mitarbeiter der Ämter und Behörden über kurz oder lang die Segel streichen, Polizei und Kommunen überfordert sein. Die Bundeswehr wird nicht nur punktuell helfen, sondern bald Führungs- und Koordinationsverantwortung in größerem Stile übernehmen müssen. (…)

Das alles ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Angst davor haben, dass sich die vielen Asylsuchenden eben nicht den Regeln unseres Landes anpassen werden, sondern die Regeln unseres Landes ihnen. Sie vermuten, dass sich unser Land verändert und dass das nichts Gutes für den inneren und sozialen Frieden verheißt. Sie sagen unisono, den wahren Kriegsflüchtlingen, insbesondere den Familien gerne zu helfen. Aber die seien ja nicht in der Mehrzahl. (…)

Frauke Petry konnte ungeschützt das aussprechen, was sich eine große Mehrheit im Lande denkt und jeder für sich in die Kategorie „gesunder Menschenverstand“ einordnet, aber nicht mehr laut zu sagen traut. Denn nach den dummdreisten Brutalos und Chaoten in Heidenau ist ja jeder Sachse, der nur die geringste Kritik oder auch mal nur seine Ängste oder Befürchtungen ausspricht, Fragen stellt, informiert werden will, ein politisch ungebildeter, islamfeindlicher Dunkeldeutscher oder gleich ein Rassist oder Nazi.

Unter dem Diktat einer „Sprachpolizei“, wie es Helmut Markwort im „Focus“ treffend formuliert hat, haben  nur noch die Träger der Willkommenskultur eine Chance, medial freundlich wahrgenommen zu werden. Die große schweigende Mehrheit, die wir alle noch brauchen werden, damit wir diese Herausforderung meistern, ohne dass uns die Gesellschaft auseinanderbricht, hat sich resigniert zurückgezogen. (…)“ (14)

Und hier ist bereits der Platz für weitere Ergänzungen, die mit Sicherheit in Kürze folgen werden. Den noch freien Raum nutzen wir, um uns von Bellmanns Äußerungen zu distanzieren.

…..

Quellen:

(1) http://dynamic.faz.net/download/2016/erklaerungberlinerkreis.pdf, zuletzt abgerufen am 04.06.2017

(2) http://www.freiewelt.net/interview/aerzte-sollen-heilen-nicht-toeten-helfen-10063331/, zuletzt abgerufen am 17.03.2017

(3) https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/gescheitert/, zuletzt abgerufen am 29.03.2017

(4) http://www.marsch-fuer-das-leben.de/media/marsch_2016_grusswort_bellmann.pdf, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(5) http://www.bundestag.de/blob/513868/14a2f3f235d250a8f65f0ba218b50287/20170630_1-data.pdf, zuletzt abgerufen am 04.08.2017

(6) http://www.mdr.de/sachsen/ehe-fuer-alle-reaktionen-sachsen-100.html, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(7) http://www.veronika-bellmann.de/inhalte/1/aktuelles/160862/klartext-reden-gendergaga-wie-eine-absurde-ideologie-unseren-alltag-erobern-will-von-und-mit-birgit-kelle/index.html, zuletzt abgerufen am 29.09.2017

(8) http://www.queer.de/detail.php?article_id=27116, zuletzt abgerufen am 17.03.2017

(9) http://www.veronika-bellmann.de/inhalte/1026191/aktuelles/167018/berliner-kreis-afd-fuer-konservative-nicht-waehlbar-/index.html, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(10) Entnommenes Zitat aus einem Interview mit der Freien Presse – „Pegida sollte in Warnschuss sein“ vom 23.01.2015 (Schreibfehler original)
http://www.veronika-bellmann.de/inhalte/1/aktuelles/72586/interview-mit-der-freien-presse-pegida-sollte-in-warnschuss-sein-/index.html, zuletzt abgerufen am 28.09.2017

(11) a.a.O.

(12) a.a.O.

(13) a.a.O.

(14) Gastbeitrag zur Flüchtlingskrise ‘Merkels Ritt auf der Rasierklinge‘ erschienen in Handelsblatt online am 20.09.2015

(15) …

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Die Patriotische Plattform (PP) der AfD und ihre Vernetzungen

Anmerkungen

Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stehen die Vernetzungen der Patriotischen Plattform der AfD. Wer was gesagt und wie es formuliert wurde, tritt deshalb in den Hintergrund. Immerhin ist ihr sprachlicher Code schnell entschlüsselt, im zweifelsfall auch mit etwas Hilfe, mitunter entlarvt er sich auch selbst. Schnell gelangen wir also so zu einem ersten Eindruck, mit wem wir es zu tun haben. Aber dieser erste Eindruck reicht nicht aus. Für den politischen Diskurs müssen wir die Oberflächlichkeit verlassen. Wir wollen und wir müssen wissen, wer mit wem zusammenarbeitet, welcher Art diese Verbindungen sind, ob es geschäftliche Beziehungen und/oder persönliche Kontakte sind, auch ob politische Koalitionen die Kosequenz sein könnten, vielleicht sogar schon stattgefunden haben.

Dieses Wissen ist nicht nur notwendig, um gesamtgesellschaftliche Auswirkungen einschätzen zu können, sondern auch um geeignete Aktionsformen zu entwickeln und darüberhinaus möglicherweise zu unserem eigenen Schutz.

Antifaschistische Aktionen und Initiativen fanden und finden stets auf unterschiedlichen Ebenen statt. Die Recherchearbeiten waren schon immer ein wichtiger Bestandteil davon. Dazu wollen wir beitragen und unternehmen hier den Versuch, die Vernetzungen der PP abzubilden. Vielleicht gibt es in naher Zukunft ein Wiki Rechtsextremismus oder eine öffentlich zugängliche Datenbank, die dies besser darzustellen vermag. Bis dahin versuchen wir es in dieser Form.

Dazu greifen wir auf öffentlich zugängliche Quellen zurück, vorzugsweise Originale, die als Fußnoten angegeben werden. Dabei ist der Text so gestaltet, dass er fortlaufend gelesen werden kann und mit zusätzlichen Verlinkungen versehen, die weitergehende Informationen über Personen und Organisationen bieten.

Kurzvorstellung der PP

Wer sich mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) befasst, muss auch die „Patriotische Plattform e.V. (PP) berücksichtigen, die sich am 29.03.2014 in Weimar gegründet hat, und sich laut Gründungserklärung aus Mitgliedern der AfD zusammensetzt, aber kein Organ der Partei ist. (1)

Interessanterweise spricht die PP jedoch im Namen der AfD wenn sie bekennt: „Die AfD wird entweder mit Götz Kubitschek sein oder sie wird gar nicht sein!“ (2)

Lesen wir den letzten Satz der Gründungserklärung: „In diesem Sinne haben wir uns zusammengefunden. Wir sind Mitglieder und Freunde der „Alternative für Deutschland“ (3), so gelangen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass sich die PP nicht zwangsläufig ausschließlich aus Mitgliedern der AfD zusammensetzen muss.

Wir übertreiben nicht, wenn wir die PP als ein Sammelbecken extremer Rechter oder neuer Rechter bezeichnen, das gleichzeitig Teil einer Partei (AfD oder Junger Alternative (JA)) ist, deren Mitglieder vielfältige Posten in Stadtparlamenten, Kreisen und/oder Landtagen einnehmen, deren Mitglieder möglicherweise nach der Bundestagswahl 2017 Teil der Legislative sein werden, sich aber dem „verfassungstreuen Patriotismus, wie ihn Pegida oder die Identitäre Bewegung repräsentieren verbünden fühlt.“ (4)

Zur Unvereinbarkeitserklärung

Trotz Unvereinbarkeitsbeschluss (5) und einer mittlerweile 13seitigen Unvereinbarkeitsliste der AfD (6) pflegen nicht nur die Mitglieder der PP enge Kontakte zur dort gelisteten Identitären Bewegung (IB), Pegida und anderen –Gida-Initiativen. Die Kontakte zu Pegida und/oder dem mehrfach vorbestraften Gründer Lutz Bachmann werden öffentlich gepflegt, fast möchten wir behaupten zur Schau gestellt.

Ganz unverhohlen wird zum Beispiel ein Artikel mit dem Titel „Wir sind Identitär“ vom 21.06.2016 über die Teilnahme von Felix Koschkar und Dubravko Mandic an einer Demonstration der Identitären Bewegung (IB) Österreich in Wien unter dem Motto „Defend Europe“ auch auf einer offiziellen AfD-Webseite veröffentlicht. (7)

Mitglieder

Die Gründungsmitglieder sind der rechtsextreme Freiburger Rechtsanwalt und Burschenschaftler Dubravko Mandic, der Freitaler Weitrechtsaußen Norbert Mayer, Taras Maygutiak aus dem Wahlkreis Offenburg, der Burschenschaftler und mittlerweile zurückgetretene stellvertr. Vorsitzende der JA Benjamin Nolte, der Waffenscheinbesitzer Sebastian Pella, Jürgen Ptucha (Justizbeamter aus Thüringen), Ralf Schutt (Art Director der Sächsischen Zeitung) und der Islamwissenschaftler Hans-Thomas Tillschneider.

Zur Patriotischen Plattform gehören auch Stefan Wust, Alexander Tassis, der 2016 Merkel mit Hitler verglich, Fabian Flecken (Autor Junge Freiheit, blaue Narzisse…), Felix Koschkar, der Burschenschaftler Philip Liehs, der Sezessions-Autor Jan Moldenhauer, Benjamin Nolte, der bekannte Dresdner Richer Jens Meyer (seit 2017 Vorstandsmitglied der PP), die ehemalige Pegida-Frontfrau und Teilnehmerin einer HoGeSa-Demonstration Tatjana Festerling, der Leipziger Kreisvorsitzende Siegbert Droese mit dem amtlichen KfZ-Kennzeichen: L-AH 1818, Claudia Backhaus aus Sachsen-Anhalt, Chris Wiedemann, …

Als Autoren schrieben für die Patriotische Plattform u.a.

Ralf Hickethier vom Landesverband Sachsen, der Leipziger Rechtsanwalt Roland Ulbrich, Norbert Mayer, der Antifeminist Alexander Heumann, Harald Noth, der Identitäre Lars Steinke, Menno Aden (Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft…), Daniel Schneider, Eugen Ciresa (Erstunterzeichner der Erfurter Resolution), …

Die Bündnispartner

„(…) Unsere Verbündeten sind die demokratischen alternativen Medien, in denen die gebrochenen politischen Traditionen weiterhin ernst genommen werden: Jürgen Elsässers Compact-Magazin“ für die Linken, Götz Kubitscheks „Sezession“ und Manuel OchsenreitersZuerst“ für die Rechten, André Lichtschlags eigentümlich frei“ für die Liberalen. (…)“ (8)

Zur Ideologie der Patriotischen Plattform in aller Kürze

Die Ideologie der PP steht für Patriotismus, während sie mit Stolz geschwellter Brust die Nationalhymne mit allen drei Strophen singen, sich gegen die EU aussprechen und für den sofortigen Austritt Deutschlands, aber auch für eine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Gruppierungen und/oder Einzelpersonen, im „Dienst der Demokratie“.(9)

Der Patriotismus der PP basiert auf einem „definierbaren Trägervolk“. (10) Dabei handelt es sich um das „das deutsche Volk“ als Gesamtheit der Menschen, „…die unsere Kultur tragen. (…)“ (11)

In Ergänzung dazu der Identitätsbegriff der IB: Wir definieren unsere Identität nicht bloß anhand von Staatsgrenzen, Landesfarben und Nationalstaats-Angehörigkeit, sondern ethnisch und kulturell.“ (12)

Die PP steht für „Solidarität mit Bashar Al-Assad!“ (13) Solidarität, nicht einmal Mitleid, mit den Opfern oder den Geflüchteten kennt sie nicht.

Die PP steht aber auch für Geschichtsrevisionismus: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“ (14)

Abschließende Bemerkungen

„Das rechtsextremistische Weltbild wird von nationalistischen und rassistischen Anschauungen geprägt. Dabei herrscht die Auffassung vor, die Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder Rasse entscheide über den Wert eines Menschen. Da nach rechtsextremistischem Verständnis diesem Kriterium auch die Menschen- und Bürgerrechte untergeordnet werden, stehen Rechtsextremisten in einem fundamentalen Widerspruch zum Grundgesetz, das diesen Rechten besonderen Rang und Schutzwürdigkeit zuweist. (…) Bei den rechtsextremistischen Parteien finden sich eher nationalistische Positionen. Ihnen gilt die Nation als oberstes Prinzip. Gleichheitsrechte gelten nicht für diejenigen, die dem „Deutschen Volk“ nicht angehören. (…)“ (15)

Wir verwenden diese Definition um PP, Flügel, Herkules-Kreis und die AfD in ihrer Gesamtheit beschreiben zu können.

Wer den Verlinkungen im Text gefolgt ist, hat die Vernetzungen zwischen Burschenschaftlern, Identitären, neurechten Magazinen/Onlineplattformen … und PP als Teil der AfD erkennen können. Wer den Verlinkungen im Text gefolgt ist, hat sehen können, wie sich Personen vernetzen, wo sie sich engagieren und wie lange schon. Es sind zu viele, um behaupten zu können, es seien Einzelfälle.

Auch befinden sich PP und AfD nicht in einem Entwicklungsprozess.

Nein, PP und AfD  sind das was sie schon immer waren, eine rechtsextreme Partei mit rechtsextremen Mitgliedern.

Ergänzungen:

Die Patriotische Plattform wird unter der Überschrift „Neurechte Einflußnahme“ im Verfassungsschutzbericht Nordrhein-Westfalen (2016) aufgeführt.(16)

__________

Quellen:

(1) http://patriotische-plattform.de/impressum/ (abgerufen am 11.04.2017)

(2) http://patriotische-plattform.de/blog/2015/02/21/erklaerung-der-patriotischen-plattform-die-afd-wird-entweder-mit-goetz-kubitschek-sein-oder-sie-wird-gar-nicht-sein zu finden ist (abgerufen am 30.05.2017)

(3) https://patriotische-plattform.de/beispiel-seite/ (abgerufen am 14.09.2017)

(4) https://patriotische-plattform.de/blog/2016/11/09/patriotische-plattform-neu-aufgestellt-2/( abgerufen am 08.09.2017)

(5) https://cdn.afd.tools/sites/75/2017/05/15144844/2017-05-15_afd-bundesverband_zusammenfassung-beschlusslage_gida-ib.pdf (abgerufen am 14.08.2017)

(6) https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2017/03/Unvereinbarkeitsliste-Mitgliedschaft-AfD-2017-02-22-1.pdf (abgerufen am 14.08.2017)

(7) http://www.afd-nb.de/?s=felix+koschkar (abgerufen am 14.08.2017)

(8) https://patriotische-plattform.de/blog/2016/11/09/patriotische-plattform-neu-aufgestellt-2/( abgerufen am 08.09.2017)

(9) https://patriotische-plattform.de/blog/2016/04/23/patriotische-plattform-einstellung-von-npd-aussteiger-ist-kein-skandal-sondern-dienst-an-der-demokratie/ (abgerufen am 12.09.2017)

(10) https://patriotische-plattform.de/beispiel-seite/ („Zur Gründungserklärung der Patriotischen Plattform“, abgerufen am 13.09.2017)

(11) a.a.O.

(12) https://www.identitaere-bewegung.de/blog/warum-wir-identitaere-nicht-nationalistisch-sind/ (abgerufen am 13.09.2017)

(13) https://patriotische-plattform.de/blog/2017/04/05/solidaritaet-mit-bashar-al-assad/ (vom 05.04.2017, abgerufen am 14.09.2017)

(14) https://patriotische-plattform.de/blog/2017/01/23/parteiordnungsverfahren-gegen-bjoern-hoecke-unbegruendet/ (vom 23.01.2017, abgerufen am 14.09.2017)

(15) https://www.lpb-bw.de/rechtsextremismus0.html (abgerufen am 14.09.2017)

(16) http://www.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Verfassungsschutz/Dokumente/VS-Berichte/VSB-2016_Internet.pdf (S. 41f. , zuletzt abgerufen am 05.10.2017)

 

 

 

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