Kategorie: Organisationen

Organisationen

Bublies Verlag

Der Bublies Verlag besteht bereits seit den 1970iger Jahren. Wikipedia hat die Entwicklungsgeschichte des Verlags ausführlich dargestellt. [1] Auch auf die Zuordnung des Verlags wurde dort genauer eingegangen. Dabei schwankt die wissenschaftliche Einschätzung zwischen „einer gewissen Rechtslastigkeit“, „Rechtsextremismus“, „Nationalrevolutionär“ oder „Neuer Rechter“.

Unter Berücksichtung der Autoren des Verlags ist die Umschreibung, dass Teile des Verlagsprogramms den „Nationalsozialismus verherrlichen[2] fast schon schon untertrieben, denn als Autoren sind z.B. aufgeführt

Walter Schellenberg,Hitlers letzter Geheimdienstschef[3]

Jutta Rüdiger, die ehemalige Reichsreferentin des Bund(es) Deutscher Mädel (BDM) [4]

Karl Dönitz, „…deutscher Marineoffizier (ab Januar 1943 Großadmiral), Nationalsozialist, NSDAP-Mitglied, enger Gefolgsmann Adolf Hitlers und nach dessen Willen unter dem Titel des Reichspräsidenten letztes Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs“, der  zu den 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher gehörte und wegen Führens von Angriffskriegen und Kriegsverbrechen schuldig gesprochen wurde und am 1. Oktober 1946 zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er bis zum 1. Oktober 1956 vollständig verbüßte. [5]

und die NS-Kriegsverbrecher Erich Raeder, Adolf Dickfeld, Erich von Manstein. [6] (siehe Anhang 1-6)

Das Verlagsangebot umfasst aber nicht nur Bücher von mittlerweile verstorbenen Nazis oder NS-Kriegsverbrechern, sondern auch Medaillen, Fahnen, Kunstdrucke und Publikationen anderer Verlage, darunter des rechtsextremen Antaios Verlag oder der Lindenbaum Verlags GmbH.

Anmerkung: Umgekehrt funktioniert es natürlich auch. Zum Verlagsprogramm des Verlags Antaios gehören die Publikationen und Schriften des Bublies Verlags. [7]

Inhaber des Bublies und des Lindenbaum Verlages ist Siegfried Bublies, [8] [9] ein ehemaliges NPD-Mitglied und Redaktionsmitglied der mittlerweile eingestellten Zeitschrift Wir Selbst – Zeitschrift für nationale Identität, [10] dessen Restbestand noch immer vom Verlag vertrieben wird. [11] [12]

Als Autor*innen haben für Wir selbst in der Vergangenheit u.a.

Arne Schimmer: NPD, Autor der Deutschen Stimme, Mitglied im Vorstand des Bildungswerkes für Heimat und nationale Identität e.V., Autor für das NPD-Magazin Gegenlicht

Rolf Stolz: Mitbegründer der Grünen, Referent diverser rechtsextremer Burschenschaften, Gruppenleiter der AG „Bündnis 90/Die Grünen für klares Deutsch“ des Verein(s) für deutsche Sprache [13], Autor für Compact, für das Magazin Sezession, die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit

Ellen Kositza/Schenke: Die Lebensgefährtin/Ehefrau von Götz Kubitschek wurde in der Ausgabe 2000 nicht nur als Autorin geführt, sondern auch als Redaktionsmitglied von Wir Selbst. [14] Aktuell gehört sie zu u.a. den Autor*innen des rechtsextremen Magazins Sezession. …

Siegmar Faust: Bis Juni 2018 gehörte Faust zu den Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte Hohenschönhausen, die sich wegen seiner AfD-nahen Äußerungen von ihm trennte. [15] Was sicherlich nicht überraschte, weil Faust schon in den späten 1980iger Jahren für die mittlerweile eingestellte Zschr. Criticón (Hrsg. von Caspar von Schrenck-Notzing, dem Gründer der Bibliothek des Konservatismus) Texte verfasste, für das Magazin Sezession schrieb, für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, als Referent für die rechtsextreme Münchner Burschenschaft Danubia Vorträge hielt oder zuletzt 2018 einen Vortrag für die Bibliothek des Konservatismus (BdK) hielt. …

Erik Lehnert: Geschäftsführer des Institut(s) für Staatspolitik (IfS), Mitbegründer des rechtsextremen Magazins Sezession, Referent diverser rechtsextremer Burschenschaften, der seit 2018 Mitarbeiter des MdB AfD Harald Weyel ist.[16]

Gertrud Höhler: Gastautorin von Tichys Einblick, Autorin für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG), Unterzeichnerin der Rechtschreibresolution Gutes Deutsch [17], Referentin für die Bibliothek des Konservatismus (BdK)…

Texte verfasst. Und dies war nur eine kleine Auswahl.

Basierend auf den zur Verfügung stehenden Fakten, sollte der Bublies Verlag als faschistischer Verlag oder Nazi-Verlag eingeordnet bzw. als solcher bezeichnet werden.

Quellen:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Verlag_Bublies, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Verlag_Bublies, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[3] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d215.html, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[4] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d125.html, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_D%C3%B6nitz, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[6] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d97.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[7] https://antaios.de/buecher-anderer-verlage/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[8] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/contactus.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[9] http://www.lindenbaum-verlag.de/contents/de/contactus.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[10] http://www.wir-selbst.de/impressum/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[11] http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d205.html, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[12] http://www.wir-selbst.de/archiv/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[13] http://vds-ev.de/deutsch-in-der-politik/buendnis-90die-gruenen-fuer-klares-deutsch/buendnis-90die-gruenen-fuer-klares-deutsch/, zuletzt abgerufen am 22.01.2018

[14] http://www.wir-selbst.de/2000/, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[15] https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-06/stasi-gefaengnis-kuendigung-afd-mitarbeiter, zuletzt abgerufen am 27.06.2018

[16] https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5476603&s=harald+weyel/, zuletzt abgerufen am 11.01.2018

[17] http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm, zuletzt abgerufen am 11.02.2018

Anhang:

(1)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d215.html

(2)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d125.html

(3)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d111.html

(4)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d216.html

(5)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d138.html

(6)

Screenshot vom 27.06.2018; http://www.bublies-verlag.de/contents/de/d213.html

Ahriman-Verlag

Der Ahriman-Verlag, als GmbH mit Sitz in Freiburg/Breisgau,der Mitglied im Börsenverein des deutschen Buchhandels ist, wurde 1983 gegründet. Als Geschäftsführerin wird Ingrid Karfich genannt. [1]

Sich selbst definiert der Verlag als „echte Linke und daher Voltairianer[2]. Dies ist allerdings grundlegend falsch.

Schon in der Vergangenheit war der Verlag und seine Ausrichtung Thema zahlreicher Publikationen, in denen dieser als „politisierende Psychosekte“, als „rechtslastige Politsekte“ oder als „Freiburger Nazigruppe“ bezeichnet wurde.

Einzuordnen ist der Ahriman-Verlag, der schon in den 1990iger Jahren Anzeigen in der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit schaltete, als antisemitisch und rechtsextrem.

Auffallend ist die antisemitische Symbolik der Ketzerbriefe, vom Bund gegen Anpassung [3] verfasst, die der Verlag vertreibt (siehe Anhang 1) und der 2017 formulierte Bezug auf die Nürnberger Gesetze [4], also die Nürnberger Rassegesetze oder Ariergesetze der Nationalsozialisten, wie in nachfolgendem Ausschnitt als Screenshot zu lesen ist.

[5]

Der oben eingebundene Ausschnitt entstammt einem Solidarisierungsschreiben des Ahriman-Verlags mit den rechtsextremen Verlagen – Antaios, Manuscriptum, TUMULT – anlässlich antifaschistischer Proteste gegen die Teilnahme derselben an der Frankfurter Buchmesse 2017, die der Ahriman-Verlag als „Pogrom“ bezeichnet hatte.[6] (Anhang 2)

Zu den Neuerscheinungen des Verlags gehört u.a. das Buch „Die Flutung Europas mit falschen Flüchtlingen: oder: Vom Dreisam-Mörder Hussein Khavari, seinem Umfeld und dessen Schutzengeln“ verfasst von Kerstin Steinbach und Beate Skalée. [7] Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis der Schrift, offenbart die Sprache von Pegida, AfD und sonstigen rechtsextremen Personen/Organisationen.

Da ist die Rede von der „von langer Hand geplanten Flutung Europas mit falschen Flüchtlingen“, von der „Lügenpresse“ und nicht zuletzt von „Rapefugees“.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Ketzerbriefe 209 vom Juni/Juli 2018 ein Interview mit Uta Ogilvie veröffentlichten, dass die Überschrift trägt: „So muss sich ein Jude im Dritten Reich 1933 geführt haben!“ oder eine Leserzuschrift als „Bericht vom Frauenmarsch am 17.2.2018 in Berlin“. (9)

Anmerkungen:
Bei der Interviewpartnerin Uta Ogilvie handelt es sich um die Anmelderin der ersten „Merkel muss weg“-Nazi-Demonstrationen in Hamburg.
Beim „Frauenmarsch aufs Kanzleramt“ am 17.2.2018 in Berlin handelt es sich um eine Demonstration, die von Leyla Bilge (AfD) organisiert worden war und an der zahlreiche Personen aus dem rechtsextremen Spektrum teilgenommen haben. Darunter die Identitäre Bewegung, Lutz Bachmann (Pegida) und Demonstrationsteilnehmer von der NPD.

Bei den ausgewählten Beispielen handelte es sich nicht um Einzelfälle. Rechtsextreme Sprache, Nazi-Begriffe, wie „Endsieg[8], oder die „Soros-Verschwörungsideologie“ findet sich auf der Webseite und in ihren Schriften überall wieder.

Darum ist über diesen rechtsextremen, antisemitischen Verlag auch schon alles gesagt.

Quelle:

[1] https://www.ahriman.com/sonstiges/kontakt.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

[2] https://www.ahriman.com/sonstiges/buchmesse_frankfurt_2017.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

[3] Informationen über den „Bund gegen Anpassung“ z.B. hier: http://www.hagalil.com/2016/11/bund-gegen-anpassung/, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

[4] https://www.ahriman.com/sonstiges/buchmesse_frankfurt_2017.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

[5] https://www.ahriman.com/sonstiges/buchmesse_frankfurt_2017.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

[6] https://www.ahriman.com/sonstiges/buchmesse_frankfurt_2017.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

[7] https://www.ahriman.com/buecher/falsche_fluechtlinge.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

[8] https://www.ahriman.com/buecher/feminismus.htm, zuletzt abgerufen am 25.06.2018

Anhang:

(1)

Screenshot vom 25.06.2018; https://www.ahriman.com/ketzerbriefe/kb151.htm. Der Ketzerbrief 151 stammt aus dem Jahr 2009 (Februar/März).

(2)

Screenshot vom 25.06.2018; https://www.ahriman.com/sonstiges/buchmesse_frankfurt_2017.htm

(3)

Screenshots vom 25.06.2018; https://www.amazon.de/Flutung-Europas-falschen-Fl%C3%BCchtlingen-Dreisam-M%C3%B6rder/dp/3894848359/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1529932026&sr=1-1

Ares Verlag

Der rechtsextreme Ares Verlag, als GmbH mit Sitz im österreichischen Graz, wurde 2004 als politisch-historisches Programm des Leopold Stocker Verlags gegründet. [1] Allerdings ist der Verlag Alleineigentum der Barbarossa Vermögensverwaltung- und BeteiligungsgmbH. [2]

Geschäftsführender Gesellschafter des Ares Verlags ist Wolfgang Rainer Dvorak-Stocker, [3] der u.a. zuletzt als Referent im Rahmen des faschistischen Kongresses Verteidiger Europa neben Vertretern der Identitären Bewegung (IB) oder der AfD aufgetreten ist. [4]

Das Magazin Neue Ordnung und die gleichnamige Webseite www.neue-ordnung.at wird vom Ares Verlag herausgegeben bzw. betrieben. Gleichzeitig organisiert Neue Ordnung regelmäßige Veranstaltungen.

Zu den Autoren des Magazins oder den Referenten gehören bekannte Vertreter rechter bzw. rechtsextremer Organisationen, wie z.B.

der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der Republikaner und Nazi-Anwalt Björn Clemens u.a. Vorstandsmitglied der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik (GfP), Referent diverser rechtsextremer in der DB organisierten Burschenschaften, 2017 Autor für das NPD-Magazins Gegenlicht…,

der Inhaber des rechtsextremen Antaios Verlags Götz Kubitschek u.a. Mitbegründer des Instituts für Staatspolitik (IfS), Herausgeber des Magazins Sezession, Teilnehmer des faschistischen Kongresses Verteidiger Europas

Martin Lichtmesz bzw. Semlitsch u.a. Autor für das Magazin Sezession, Unterzeichner der rassistischen Erklärung 2018, Autor Junge Freiheit …,

Philipp Stein, einem Referenten im Rahmen des faschistischen Kongresses Verteidiger Europas (2018), 2017 Teilnehmer des Compact-Kongresses, Ein Prozent e.V., Inhaber des rechtsextremen Jungeuropa-Verlags …

Michael Wiesberg, bis 2017 war er Cheflektor des Leopold Stocker Verlags, seit 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag, darüberhinaus Autor für das Magazin Sezession, für die Junge Freiheit, Referent für das Institut für Staatspolitik (IfS), zuletzt 2018…

Alexander Markovics, einem Vertreter der Identitären Bewegung (IB) und Autor für Compact

Zu den Autoren des Ares Verlags gehören so bekannte Namen wie z.B. Alain de Benoist, Karlheinz Weißmann, Armin Mohler, Caspar von Schrenck-Notzing, Claus M. Wolfschlag, Klaus Hornung … . Sie alle sind den sogenannten „Neuen“ Rechten zuzuordnen.

Das Dokumentationsarchiv Österreichischer Widerstand (DÖW) bewertet Neue Ordnung als dem rechtsextremen bzw. dem rechtsextremen Spektrum zugehörig. [5]

Insofern überrascht es nicht, dass Bücher des Ares Verlags auch vom rechtsextremen Antaios Verlag vertrieben werden. [6]

Quellen:

[1] http://www.stocker-verlag.com/der-verlag/der-leopold-stocker-verlag-heute/, zuletzt abgerufen am 22.06.2018

[2] http://www.ares-verlag.com/impressum/, zuletzt abgerufen am 22.06.2018

[3] http://www.ares-verlag.com/impressum/, zuletzt abgerufen am 22.06.2018

[4] http://verteidiger-europas.at/, zuletzt abgerufen am 22.06.2018

[5] http://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/rechtsextreme-organisationen/neue-ordnung, zuletzt abgerufen am 23.06.2018

[6] https://antaios.de/buecher-anderer-verlage/, zuletzt abgerufen am 26.06.2018

Verantwortung für die Familie e.V.

Verantwortung für die Familie e.V. (VFA) ist ein Verein mit Sitz in Norden, der seit 2004 in unregelmäßigen Abständen Tagungen organisiert und im Rahmen von Veranstaltungen sog. „Erziehungsberatungen“ anbietet. (1) ( siehe auch Anhang 1)

Als Referent angegeben ist der umstrittene „Prof. Dr. Dr.“ Manfred Spitzer, der als Psychiater, Hochschullehrer und nicht zuletzt als Buchautor bekannt geworden ist. Zu seinen Schwerpunkten gehört die Neurodidaktik und die vermeintlich „kritische und wissenschaftlich fundierte“ Warnung vor den Schäden durch Computer- und Handybenutzung. So tragen seine Bücher eingängige Titel wie: „Digitale Demenz“ oder „Cyberkrank!“ (2)

Weitere Vorträge hält die älteste rechteste christlich-fundamentalistischste Abtreibungsgegnerin Deutschlands und Vereinsgründerin, nämlich Christa Meves, die schon in den 1970er Jahren für die Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung Vorträge gehalten hat (3). Hierbei handelt es sich um einen rechtsextremen Verein, der 1962 von Wilhelm Weis als Deutsche Gesellschaft für Erbgesundheitspflege e.V. gegründet wurde.

Anmerkungen: 1972 wurde dieser Verein, der sich an der nationalsozialistsichen Rassenideologe orientierte, (4) unter dem Vorsitz von Jürgen Rieger umbenannt in „Gesellschaft für für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung“ (GfbAEV).

Wikipedia berichtet: In der Vergangenheit wurde die Gesellschaft in verschiedenen Landes-Verfassungsschutzberichten als rechtsextreme Organisation aufgeführt und wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet.“ (5)

Aktuell ist Christa Meves, die auch auf Tagungen von VFA Vorträge hält, u.a. Vorstandsmitglied von Zukunft Europa, einem Verein, der sich laut Selbstdarstellung für die zukunftstragenden Werte der Gesellschaft einsetzt und auf wertezerstörende Trends hinweist. (6)

Zu den Referent*innen der Tagungen von VFA gehören z.B. die Abtreibungsgegnerin Gabriele Kuby (u.a. 2007 Referentin für das rechtsextreme Institut für Staatspolitik (IfS), Autorin für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit…), das Vereinsmitglied Horst Schetelig, der 2015 im Namen des Vereins ein solidarisierendes Grußwort an Demo für Alle verfasste, Jürgen Liminski von Opus Dei, der Salzburger Weihbischof und Homosexuellenhasser Andreas Laun, der 2016 am faschistischen Kongress Verteidiger Europas teilgenommen hätte, hätte nicht der Erzbischof interveniert oder Christl R. Vonholdt (vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft), die Homoheilung präferiert und praktiziert… .

Alle Referent*innen aufzuführen wäre im Hinblick auf Vernetzungen und Strukturen sicherlich interessant, allerdings würde dies den Rahmen des Textes sprengen. Darum musste hier eine kleine Auswahl vorgenommen werden.

Der Verein Verantwortung für die Familie e.V. bzw. der Kreis der Referent*innen setzt sich also zusammen aus Abtreibungsgegner*innen, christlichen Fundamentalist*innen, Homosexuellenhasser*innen und Unterstützer*innen sog. „neuer“ Rechter.

Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Verein 2008 die „Wernfelser Erklärung zu Gender Mainstreaming“ zum Abschluss ihrer Tagung verabschiedete, (7) die mit dem Abschnitt endete:

Wir fordern jeden Bürger zum Widerstand gegen Gender-Mainstreaming auf.
Wir fordern Politiker und Parteien dazu auf, sich von der Gender-Ideologie abzuwenden, und die reale Stärkung der Familie zum Leitprinzip und zur Querschnittsaufgabe der Politik zu machen, damit derkulturelle Niedergang und die demographische Krise langfristig überwunden werden kann
“.

Nachzulesen ist das gesamte Pamphlet das „Gender Mainstreaming“ zum Feindblick erklärt im Anhang (2). In diesem einseitigen Text kommt die menschenverachtende Ideologie des Vereins und seiner Unterstützer*innen, die sich u.a. gegen kritsch-emanzipatorisch Entwicklungen, gegen Abtreibungen, gegen Homosexualität, gegen Vielfalt … richtet, offen zum Ausdruck.

Um den Verein und seine Unterstützer*innen einordnen zu können, sind darum weitere Informationen überflüssig.

Quellen:

  1. http://www.vfa-ev.de/termine/, zuletzt abgerufen am 24.06.2018
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Spitzer, zuletzt abgerufen am 24.06.2018
  3. http://www.regensburg-digital.de/deutschlands-fuhrende-homophobe-kommt-nach-donaustauf/18032013/, zuletzt abgerufen im Januar 2017
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_biologische_Anthropologie,_Eugenik_und_Verhaltensforschung, zuletzt abgerufen am 24.06.2018
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_biologische_Anthropologie,_Eugenik_und_Verhaltensforschung, zuletzt abgerufen am 24.06.2018
  6. http://www.zukunft-eu.de/, zuletzt abgerufen im Januar 2017
  7. http://stage.vfa-ev.de/wp-content/uploads/2016/01/Wernfelser-Erkl%C3%A4rung-zu-Gender-Mainstreaming.pdf

Anhang:

(1)

http://www.vfa-ev.de/termine/, Screenshot vom 24.06.2018

(2)

http://stage.vfa-ev.de/wp-content/uploads/2016/01/Wernfelser-Erkl%C3%A4rung-zu-Gender-Mainstreaming.pdf, Screenshot vom 24.06.2018

Von Kommentare deaktiviert für Verantwortung für die Familie e.V. Veröffentlicht unter Organisationen

Frauen für Freiheit

Frauen für Freiheit (FfF) ist eine Initiative des Vereins Veto! Für den Rechtsstaat e.V. (Berlin), die vorgibt sich für „ein selbstbestimmtes Leben für Frauen“ einzusetzen.

[1]

Gründerin von Frauen für Freiheit und Betreiberin der Webseiten veto-rechtsstaat.de und frauenfuerfreiheit.de ist die Diplom-Volkswirtin Rebecca Schönenbach, Unterzeichnerin der rassistischen Erklärung 2018 und Mitstreiterin von FREIraum statt HARAMkultur (FsH Berlin), einer islamfeindlichen Vereinigung.

Schönenbach schreibt als Gastautorin für Tichys Einblick [2] und für die Achse des „Guten“. 2017 hat Schönenbach an einer Expertinnenkonferenz der Arbeitsgruppe FLUCHT + MENSCHENRECHTE teilgenommen, der auch Rebecca Sommer angehört, die ebenfalls zu den Unterzeichnenden der rassistischen Erklärung 2018 gehört.

Die Veranstaltungen und die geladenen Gäste von Frauen für Freiheit zeigen unzweifelhaft, dass es sich hierbei nicht um eine feministische oder emanzipatorische Inititative handelt. Getarnt als eine Initiative von Frauenrechtler*innen organisierte die FfF in der Vergangenheit rassistische, islamfeindliche und durchaus auch als antifeministisch zu bezeichnende Veranstaltungen.

So zum Beispiel im Januar 2018 zum Thema: „Zwei Jahre nach Köln: #metoo statt Frauen für Freiheit“. Geladen waren der Rassist Rainer Meyer, auch bekannt als Don Alphonso, und die Abtreibungsgegnerin und Antifeministin Birgit Kelle.

Im Januar 2017 organisierte FfF eine Veranstaltung mit dem Titel: „Frauen für Freiheit – ein Jahr nach Köln“, bei der Brigitta Biehl, Silvia Jelincic, Agnieszka Kolek, Helle Merete Brix, Anabel Schunke (Studentin, Model und eine ehemalige Autorin für Tichys Einblick, die mittlerweile für die rechtsextreme Onlineplattform Journalistenwatch schreibt, für Huffington Post Deutschland bloggt und die der „…Bundesrepublik die Gefolgschaft gekündigt, (hat) weil es keine Obergrenze für Flüchtlinge gibt“ [3]) sowie Rebecca Schönenbach und diskutierten „… über die Reaktionen von Politik, Medien und Behörden auf die Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen europäischen Städten (…)“. Die Begrüßungsrede hielt Henryk M. Broder, [4] der Mitbegründer der Achse des „Guten“ und Erstunterzeichner der rassistischen Erklärung 2018.

Abgesehen von der geladenen Teilnehmerin Anabel Schunke, einer angeblich ehemaligen Antifaschistin, die sich wegen ihrer „Läuterung“ in rechtsextremen Kreisen großer Beliebtheit erfreut, hat sich die Initiative Frauen für Freiheit bisher von rechtsextremen Organisationen, Personen bzw. Veranstaltungen deutlich distanziert.

Noch im Februar 2018 teilte die Initiative mit, den „Frauenmarsch zum Kanzleramt“, organisiert von Leyla Bilge (Alternative für Deutschland), nicht unterstützen zu können und formulierte auf der hauseigenen Webseite eine ausführliche Begründung.

Dies ist nur ein kleiner Auszug:„(…) Auf der Facebook-Seite des Frauenmarsches zum Kanzleramt wird die AfD mit keinem Wort erwähnt, ebenso wenig wie die eingeladenen Redner. Wer durch den im AfD-Slang verfassten Aufruf nicht ausreichend gewarnt ist, wird durch einen Blick auf Bilges eigenes Facebook-Profil schnell schlauer. Denn die dort erwähnten Redner für die Demonstration am 17. Februar sind zwei AfD-Abgeordnete und eine Pegida/HoGeSa-Frontfrau. Die beiden eingeladenen AfD-Abgeordneten Christina Baum und Alexander Tassis sind zudem dem äußerst rechten Flügel der AfD zuzuordnen, beide sympathisieren und unterstützen die Identitäre Bewegung (IB). Auch die Pegida-Organisatorin und HoGeSa-Rednerin Heidi Mund ist für gelinde gesagt skurrile Ansichten bekannt. So möchte die fundamentalistische Christin „den Thron Gottes“ in Frankfurt errichten. Da mutet es schon lustig an, wenn Bilge in dem Aufruf zum Marsch eine schleichende Einführung der Scharia befürchtet, dafür aber eine Rednerin einlädt, die die Demokratie durch einen christlichen Gottesstaat ersetzen möchte.(…)[5]

[6]

Die ausführliche Begründung, die wegen ihres Umfangs nicht mehr als Screenshot dargestellt werden konnte, endete mit dem Satz: „Und selbstverständlich nehmen wir an einem Marsch zum Kanzleramt nicht teil, bei dem Frauenrechte nur als Fassade dienen.“[7]

Von dieser Abgrenzung ins rechtsextreme Spektrum und dem zitierten Verständnis ist die Initiative Freiheit für Frauen mittlerweile deutlich abgerückt, wie eine Anfrage der Abgeordneten June Tomiak (GRÜNE) ergab. Der nächste Frauenmarsch zum Kanzleramt wird von „Leyla e.V. Bündnis“ und „Frauen für Freiheit“ organisiert.

[8]

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Initiative Freiheit für Frauen den Schulterschluss mit Rechtsextremen eingegangen ist und demzufolge auch als eine rechtsextreme Initiative bezeichnet werden kann.

Quellenangaben:

[1] https://frauenfuerfreiheit.de/Ueber-uns-90881.html, screenshot vom 17.05.2018

[2] https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/ndm-augen-zu-vertraue-mir/, ein Beitrag als Gastautorin von Rebecca Schönenbach für Tichys Einblick (14.11.2016 „NDM: Augen zu, vertraue mir“)

[3] http://infidels-deutschland.de/2017/01/06/anabel-schunke-und-wieder-ist-jemand-erwacht/, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[4] https://www.veto-rechtsstaat.de/Veranstaltung-Frauen-fuer-Freiheit-ein-Jahr-nach-Koeln-92009.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[5] https://frauenfuerfreiheit.de/Fassade-statt-Frauenrechte-ueber-den-Frauenmarsch-der-AfD-91649.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[6] https://frauenfuerfreiheit.de/Fassade-statt-Frauenrechte-ueber-den-Frauenmarsch-der-AfD-91649.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[7] https://frauenfuerfreiheit.de/Fassade-statt-Frauenrechte-ueber-den-Frauenmarsch-der-AfD-91649.html, zuletzt abgerufen am 17.05.2018

[8] Screenshots vom 17.05.2018 Quelle: http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/AHAB/servlet.starweb?path=AHAB/lisshfl.web&id=ahabwebdokfl&format=WEBVORGAFL&search=ID%3DV-293836

Eigentümlich frei

Gliederung:

[1] Einleitende Anmerkungen
[2] Zur Klärung der Begrifflichkeit „konservativ-libertär“
[3] Die Redaktionsmitarbeiter
[4] Der Redaktionsbeirat von eigentümlich frei
[5] Der Herausgeber André F. Lichtschlag
[6] Autor*innen von ef
[7] Die Verbindungen des rechten ef-Autoren Tomasz M. Froelich
[8] Die Verbindungen des rechten Juristen und ef-Autoren Carlos A. Gebauer
[9] 5 Personen sind kein Netzwerk – oder doch?
[10] Zur menschenverachtenden Ideologie von Eigentümlich frei

[1] Einleitende Anmerkungen

Die Patriotische Plattform (PP) der AfD, der faschistische Ableger einer im Bundestag vertretenen rechtsextremen Partei, versteht André F. Lichtschlags „eigentümlich frei“ neben ElsässersCompact-Magazin“, KubitscheksSezession“ und OchsenreitersZuerst“ als Verbündeten, die sie zu den „demokratischen alternativen Medien, in denen die gebrochenen Traditionen weiterhin ernst genommen werden“ zählen.

(1)

Das Bekenntnis der PP und die Tatsache, dass über ef wesentlich seltener berichtet wird als über die drei anderen „Verbündeten“, war der Anlass zu einer intensiveren Beschäftigung mit eigentümlich frei und André F. Lichtschlag.

Die seit 1998 erscheinende politische Monatsschrift eigentümlich frei (ef) mit 10 Ausgaben pro Jahr hat einen zusätzlichen Blog, organisiert die jährlich stattfindende ef-Konferenz und verfügt mittlerweile über einen eigenen Youtube-Kanal „eigentümlich frei TV“. Am 14.05.2018 ging zusätzlich noch die Webseite light-beat-radio.de mit einem „libertären“ Radioprogramm an den Start.

Die Patriotische Plattform ordnet ef den „Liberalen“ zu. Die Bibliothek des Konservatismus, ein Zentrum „neuer“ Rechter (Berlin), zählt den Herausgeber André F. Lichtschlag zu den „libertär-konservativen“.

[2] Zur Klärung der Begrifflichkeit „konservativ-libertär“

Konservatismus könnte z.B. den Patriotismus in den Mittelpunkt der Betrachtungen stellen, so wie dies W.J.Patzelt in seinem Vortrag im März 2018 in der Bibliothek des Konservatismus vorgenommen hat. (2)

Ebenso wäre es möglich, sich auf die Definition der „konservative(n) Revolution“ beschränken. Es geht aber auch anders, nämlich so.

Wenn wir den Konservatismus als politische Strömung verstehen, die im frühen 19. Jahrhundert als politische Gegenbewegung zu liberalen und demokratischen Ideen der Aufklärung entstand, die sich gegen die Ausformung und Radikalisierung in der französischen Revolution wandte und ihre Hauptkritik gegen aufklärerisches und individualistisches Denken, gegen die Säkularisierung und der Abkehr von Autoritäten, von Staat, Kirche und Familie richtete, (3) sind wir schon einen Schritt weiter.

Wenn wir erkennen das Konservatismus auf der patriachalen Familie „als Strukturmodell politischer Ordnung“ basiert (4), sowie der Ablehnung des Prinzips sozialer Gleichheit und einem zusätzlichen nationalistischen Gedanken, (5) dann scheint schon alles gesagt.

Wir können es uns aber noch einfacher machen und darauf verweisen, dass der Konservatismus im Nachkriegsdeutschland von Menschen getragen wurde, „deren größerer Teil dem Nazi-Regime gedient hatte“ (6)und Konservatismus als politische Strömung verstehen, die mindestens antidemokratisch, reaktionär bis präfaschistisch ist, meistens aber nur der Tarnung gilt, weil sich dahinter eine rechte und menschenverachtende Ideologie verbirgt.

Libertarismus oder Libertär meint eine radikalliberale Wirtschaftsordnung ohne staatliche Begrenzungen oder Einschränkungen und die Unterstützung weitgehender Deregulierung, d.h. ein Rückbau des Staates oder gar seine Dekonstruktion.

Zu den Vertretern dieser kapitalistischen Wirtschaftsordnung ohne jegliches Korrektiv gehören z.B. Murray Rothbard, Ludwig von Mises, Roland Baader oder Friedrich August von Hayek. Sie sind zu Namensgebern diverser „Institute“ und Vereinen geworden. Viele Mitarbeiter aus der Redaktion, dem Redaktionsbeirat und dem Autor*innenkreis gehören ihnen an oder haben bereits für sie Vorträge gehalten, wie wir nachfolgend noch sehen werden.

Eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2006 des Libertären Instituts (Bonn) bzw. von David Schah, Redaktionsmitglied von ef, vermittelt mit einer Überschrift, die nur aus wenigen Satzzeichen besteht, einen Vorgeschmack auf das was eine konservativ-libertäre Ideologie anrichten kann und will. Es ist die Forderung nach weniger Demokratie.(7)

Eigentümlich frei verwendet für sich die Bezeichnung „libertäre Gegenwehr“ und suggeriert damit einen vermeintlich gesellschaftlichen Zustand, der Verteidigung notwendig macht.

(8)

In einem seiner Bücher mit dem Titel: „Operation Spaltung – Kriminalgeschichte der AfD“ erschienen im Lichtschlag-Verlag, das auch im AfD-Fanshop erhältlich ist, greift Lichtschlag die Bedeutung eines libertär-konservativen Programmes für die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) auf. Interessant in diesem Zusammenhang, für dieses Buch hat Beatrix von Storch (MdB AfD) das Vorwort verfasst.

(9)

Anmerkung: Zur Ergänzung der Thematik „rechte Libertäre“ empfehlen wir diese gut recherchierten Artikel, die einen Überblick verschaffen: https://www.woz.ch/-8663 und https://www.woz.ch/1806/libertaere-in-der-schweiz/die-staatshasser-und-ihre-freunde

Zurück zu eigentümlich frei und André F. Lichtschlag, der als Gründer, Herausgeber, Chefredakteur, Autor und Verleger (Lichtschlag Buchverlag) im rechten bzw. rechtsextremen Spektrum fest verankert und gut vernetzt ist.

Einen ersten Eindruck von Lichtschlags vielfältigen Verbindungen vermitteln die Mitarbeiter der Redaktion und des Redaktionsbeirats. Darunter Ökonomen, Buchautoren, Publizisten oder Universitätsprofessoren deren Verbindungen sie einerseits zu rechten/rechtsextremen oder „rechts-libertären“ Organisationen führen und andererseits wiederum in die Mitte der Gesellschaft hinein. Einige von ihnen lehren an Universitäten oder privaten Einrichtungen, andere schreiben z.B. für nicht originär rechte Tageszeitungen. Ihre gesellschaftlich hochgeachteten akademischen Titeln gewähren ihnen somit nicht nur Achtung und Respekt, sondern zusätzlich auch noch Gehör und Einfluss.

(10)

[3] Die Redaktionsmitarbeiter

Martin Moczarski

Moczarski, Jahrgang 1979, organisiert den libertären Stammtisch in Düsseldorf und die libertären Kulturtage in Kleve. (11) Ein 2017 in der ef veröffentlichter und kostenpflichtiger Artikel, trägt den mehrzeiligen Titel: „Identitäre? Strategie? Libertäres Marketing? – Steuern sind Raub – Der Rest ergibt sich von selbst“. (12)
2010 war der Redaktionsmitarbeiter Moczarski Vorsitzender der Partei der Vernunft (PdV) NRW. (13)
2013 kandidierte er bei der Bundestagswahl für die PdV, (14) die 2009 auf dem Hambacher Schloss gegründet wurde.

Anmerkung: Die Partei der Vernunft wurde 2009 von dem Wirtschaftsjournalisten Oliver Janich gegründet,(15) der bisher z.B. als Referent für die Bibliothek des Konservatismus aufgetreten ist oder als Autor z.B. für Freitum, für die Globale Freiheit geschrieben hat, für Focus, Financial Times Deutschland, die Süddeutsche Zeitung… . Für Elsässers Compact-Magazin hat er 2014 ein Interview mit Xavier Naidoo geführt.

(Dr.) Bruno Bandulet

Der 1942 geborene Publizist und Buchautor und bekennende AfD-Wähler Bruno Bandulet war nach seinem Studium Referent für Deutschland- und Ostpolitik in der Landesleitung der CSU.
1994 beteiligte er sich an der Gründung der Partei „Bund freier Bürger“, die seit 1999 im Verfassungsschutzbericht aufgeführt wurde und dort dem Rechtsextremismus zugeordnet wird. (16)
Bandulet publiziert aber nicht nur in der ef, sondern auch für die nationalkonservative Schweizerzeit oder für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit (JF).
Bandulet, der bereits für Franz Josef Strauß und Alfred Dregger gearbeitet hat, gehört zu den Unterzeichner*innen des Appells für Pressefreiheit (2006), initiiert von der JF und ist Unterzeichner des Appells für Sascha Jung und die Burschenschaft Danubia (München), die vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet und im jährlichen Verfassungsschutzbericht als rechtsextrem bezeichnet wird.
2014 wurde Bandulet vom Institut für Austrian Asset Management mit der Roland-Baader-Auszeichnung „geehrt“ und 2017 wurde ihm für seine rechte Publizistik der Gerhard-Löwenthal-Preis verliehen.(17)
Bandulet, Herausgeber des Informationsdienstes Gold & Money Intelligence, war 2017 Referent für die Bibliothek des Konservatismus, wo er sein neustes Buch „Beuteland – Die systematische Plünderung Deutschlands seit 1945“, herausgegeben vom rechtsextremen Kopp Verlag, vorstellen konnte.
Dieses Buch ist mittlerweile auch als Dokumentarfilm erhältlich und wird im Compact-Shop als Compact DVD vertrieben. (18)

Robert Grözinger

Der Ökonom und Publizist schreibt nicht nur für ef, sondern auch für die „neurechte“ Wochenzeitung Junge Freiheit und war Referent für den Berliner Hayek-Club. (19)
Robert Grözinger hat Hülsmanns Buch „Die Ethik der Geldproduktion“, herausgegeben von der Edition Sonderwege des rechtsextremen Manuscriptum-Verlag, ins Deutsche übersetzt. (20)

In der Edition Lichtschlag erschien 2012 Grözingers Buch „Jesus, der Kapitalist – Das christliche Herz der Marktwirtschaft“.
Zitat: „In der Bibel fehlt es nicht an Aufrufen zur Freigiebigkeit und Mildtätigkeit sowie zum Maßhalten. Doch an keiner Stelle findet man in ihr ein Gebot oder auch nur die wohlwollende Betrachtung einer von Menschen vorgenommenen erzwungenen Enteignung zugunsten eines einfacheren, göttlicheren Lebens. Nirgends, mit anderen Worten, wird die heute vom Staat angemaßte Zwangsumverteilung von der christlichen Lehre gutgeheißen.“ (21)

Luis Pazos

Der 1974 geborene studierte Betriebswirtschaftler und bekannte Finanz-Blogger ist Ansprechpartner des Hayek-Club Göttingen. Sein Buch mit dem Titel: „Bargeld statt Buchgewinn – Mit Hochdividendenwerten zum passiven Monatseinkommen“ wurde gemeinsam vom Finanzbuchverlag und der Edition Lichtschlag herausgegeben.
Pazos ist Betreiber des Blogs „Nur Bares ist Wares“. Hier bietet er Gratiskurse, Privatseminare, Schulungen und vor-Ort-Seminare an.

Die Kosten für Seminare vor Ort in Göttingen mit einer Dauer von vier Stunden inkl. 2 Kaffeepausen und einer optionalen Abendveranstaltung als geselliges Beisammensein belaufen sich auf 199,00 (Frühbucherpreis) bzw. 249,00 Euro pro Teilnehmer*in zuzüglich den zusätzlichen Reise- und Übernachtungskosten. Im Rahmen derartiger Seminare geht es um Geldanlagen mit hohen und stabilen Barrenditen, wie Fehler vermieden werden können, was im Crash zu tun ist, was im Boom und wie 50.000 Euro ausschüttungsstark angelegt werden können… .
Wie wir sehen, geht es in diesen „Seminaren“ nicht ums Kleingeld. (22)

David Schah

David Schah vom „Libertären Institut“ in Bonn gehört zu den Unterzeichner*innen des Appells für die Pressefreiheit (2006) und war 2016 Referent für die rechtsextreme Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn. (23)
In einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2006 forderte David Schah bzw. sein „Institut“ „Weniger Demokratie wagen!“ (24)
David Schach war 2013 Leiter des Steinke-Instituts (Language Academy & Study College) mit Sitz in Bonn und Berlin. Zum Angebot des Steinke-Instituts gehören Deutsch- und Fremdsprachenkurse, ein Studienkolleg, Sprachlehrerseminare , sowie Nachhilfekurse, PC-Kurse, Au-pair-Vermittlung und Übersetzungen. Auch Managerseminare gehören dazu. Die Referenzliste von Firmenkunden ist des Steinke-Instituts ist durchaus erstaunlich. Darunter z.B. Haribo, die Deutsche Post, der Kaufhof, das Institut für Wertewirtschaft … .(25)
Durch seine rassistischen Äußerungen ist David Schah bereits 2013 aufgefallen. Der Rhein-Sieg-Anzeiger berichtete ausführlich über die Warnung des „Instituts“ vor sog. „No-Go-Areas“ in Bonn. Viele ostasiatischen und osteuropäischen Schüler*innen des „Instituts“ hätten einschlägige Erfahrungen mit Jugendlichen gemacht, die „fast ausnahmslos selbst einen Migrationshintergrund zu haben schienen und bei denen offenbar die Bemühungen um Integration bzw. die Anpassung an ein zivilisiertes Sozialverhalten noch zu wünschen übrig lassen“, war auf der Webseite des Steinke-Insituts zu lesen, wie der Rhein-Sieg-Anzeiger berichtete. (26)

[4] Der Redaktionsbeirat von eigentümlich frei

(Dr. habil) Stefan Blankertz

Der Buchautor, Sozialwissenschaftler und Mitbegründer des Murray Rothbard Institut für Ideologiekritik (Berlin) war 2001 einer der Gründungsgesellschafter der Lichtschlag KG zur Umwandlung von ef in eine Monatszeitschrift.(27) Er schreibt nicht nur für ef, die Junge Freiheit, sondern auch für Freitum, Globale Freiheit und für die Schriftenreihe Erträge der Bibliothek des Konservatismus … . Gemeinsam mit André F. Lichtschlag (ef) und Karlheinz Weißmann (u.a. CATO) war Blankertz Podiumsteilnehmer der 5. Tagung der Bibliothek des Konservatismus (BdK).

Stefan Blankertz ist Betreiber der Webseiten editiongpunkt.de und berliner-gestaltsalon.de. Das Team des Berliner Gestaltsalons, das auch Veranstaltungen abietet, besteht aus Stefan und Gabriele Blankertz, einer Fachtherapeutin für Psychotherapie mit eigener Praxis und u.a. Lehrbeauftragte der Alice-Salomon-Fachhochschule (Berlin).

(Dr. habil) Hardy Bouillon

Der Wirtschaftsphilosoph und Unternehmensberater ist außerplanmäßiger Professor im Fach Philosophie an der Universität Trier und fungiert u.a. als Research Coordinator für die Brüsseler New Direction Foundation. (28) Darüberhinaus gehört er zum Autor*innenkreis von Novo Argumente für den Fortschritt und er ist Ansprechpartner des Hayek Clubs (Trier). In Trier betreibt er die Unternehmensberatung Public Partners (29) und er ist Verfasser zahlreicher Bücher.

(Prof. Dr.) Hans-Hermann Hoppe

Der 1949 geborene Volkswirt schrieb bisher nicht nur für ef sondern u.a. auch für die Globale Freiheit, für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit (30) und für die Sezession (2004). Er gehört ebenfalls zu den Unterzeichner*innen des Appells für die Pressefreiheit initiiert von der JF (2006). Im selben Jahr 2006 war er Redner des 11. Berliner Kollegs des Institut für Staatspolitik (IfS).

Die Libertäre Rundschau bezeichnet Hoppe als einen Befürworter ethischer Naturrechte mit Selbst- und Privateigentum, der vor allem Murray Rothbard folge. (31)

In seinem Buch: „Der Wettbewerb der Gauner – Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft“ kommt Hoppe zu dem Schluss, dass Sozialstaaten die Quelle gesellschaftlicher Konflikte und zunehmend verschärfender Misstände sind. (32)

Ein weiteres seiner Bücher mit dem Titel: „Demokratie. Der Gott, der keiner ist“ wurde 2003 vom rechtsextremen Manuscriptum-Verlag herausgegeben. (33)

(Prof. Dr.) Guido Hülsmann

Der 1966 geborene deutsche Ökonom, bisweilen auch aufgeführt als Jörg Guido Hülsmann, lehrt als Professor an der Fakultät für Recht, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Angers (F) und ist Senior Fellow am Ludwig Mises Institute in Auburn (Alabama, USA). (34)
Darüberhinaus ist auch Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. (35)
Im Interview mit Freitum (2017), einer Onlineplattform die den rechten Libertären zugeordnet werden kann, erklärte Hülsmann „die gegenwärtige akademische Welt ist eine Ausgeburt des wuchernden Wohlfahrtsstaates“.
Auch für Zeitonline hat der Ökonom schon Artikel verfasst, so z.B. 2010 einen mit dem Titel: „Besser ohne Staat“.(36)
Sein Buch „Ethik der Geldproduktion“ (2007) wurde herausgegeben von der Edition Sonderwege des rechtsextremen Manuscriptum Verlags. (37) Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von dem Redaktionsmitglied Robert Grözinger vorgenommen.

Robert Nef

Der Schweizer Publizist ist Vorstandsmitglied des Ludwig von Mises Institute Europe Brüssel, Vorstandsmitglied des Instituts für unternehmerische Freiheit (Berlin), Mitglied der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft, Mitglied des Stiftungsrates des Liberalen Instituts, Präsident des Stiftungsrates der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur (Zürich), (38) sowie Autor des rechten Deutschen Arbeitgeberverband Markt & Freiheit.
2016 wurde er vom Institut für Austrian Asset Management mit der Roland-Baader-Auszeichnung „geehrt“.
2017 wurde Nef mit dem Liberal Award von den Jungfreisinnigen Kanton Zürich für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (39)

Erich Weede

Der mittlerweile emeritierte Professor für politische Wissenschaft und Soziologie (Universität Bonn) schreibt nicht nur für ef, sondern auch für Freitum, die „neurechte“ Wochenzeitung Junge Freiheit, für den rechten Deutschen Arbeitgeberverband Markt & Freiheit, für das Bundesministerium für Landesverteidigung Österreich, (40) für Kursbuch Kulturstiftung gGmbH (41) oder für das Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung (2017), das herausgegeben wurde im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. (42)
Als Referent hielt er u.a. Vorträge für das Forum Freiheit 2016, die Bibliothek des Konservatismus (BdK), für die Allgemeine Deutsche Burschenschaft anlässlich ihrer Neugründung 2016.

[5] Der Herausgeber André F. Lichtschlag

Bisher hat der Verleger und Autor Lichtschlag z.B. für die Sezession geschrieben, für Freitum, für die Junge Freiheit, für Compact (43) und für Criticón.
2009 erhielt er für seine rechte Publizistik den „Gerhard-Löwenthal-Preis“, 2015 die Roland-Baader-Auszeichnung, die vom Institut für Austrian Asset Management verliehen wird.
Als Referent fungierte er z.B. für den Freiheitlichen Akademikerverband Salzburg (44) oder für die Bibliothek des Konservatismus.

[6] Autor*innen von ef

Für das Magazin ef haben bisher z.B. Artikel verfasst:

Manuel Ochsenreiter

Der Chefredakteur und Autor des rechtsextremen Magazins Zuerst!, schreibt/schrieb nicht nur für ef, sondern auch für die Sezession. In seiner Eigenschaft als Verbandsbruder war er 2012 Referent für die rechtsextreme Marburger Burschenschaft Rheinfranken, sowie für weitere rechtsextreme Burschenschaften (Marburger Burschenschaft Germania, Burschenschaft Normannia-Nibelungen, Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn).
Mit der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ist Ochsenreiter freundschaftlich verbunden, sei es als Autor, (45) als Mitarbeiter (1998), (46) als geladener Gast für das Sommerfest der JF (2005) oder als Unterzeichner des Appells für die Pressefreiheit (2006).
Gemeinsam mit den AfD-Politikern Udo Stein und Thomas Rudy reiste Ochsenreiter 2016 in die Ost-Ukraine, um die dort stattfindenden Vorwahlen zu beoachten. Organisiert wurde diese Reise vom Deutschen Zentrum für eurasische Studien.(47)

2016 gehörte Ochsenreiter zu den Referenten des faschistischen Kongresses Verteidiger Europas. (48) Das Deutsche Zentrum für eurasische Studien bezeichnete Ochsenreiter in einer Veröffentlichung als „deutschen Kriegsberichterstatter“. (49)

Matthias Matussek

Bekannt als Autor für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, Gastautor für die Achse des Guten, für Tichys Einblick, für TUMULT oder für den rechten Deutschen Arbeitgeberverband e.V. Markt & Freiheit . Referent für das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, Redner im Rahmen einer rechtsextremen „Merkel muss Weg“-Demonstration (2018), Erstunterzeichner der Charta 2017, initiiert von der rechtsextremen Buchhändlerin Susanne Dagen, und mittlerweile Unterstützer der Identitären Bewegung (IB) …

Felix Menzel

bekannt als Herausgeber der Blaue(n) Narzisse und Vorsitzender des Verein(s) Journalismus und Wissenschaft Chemnitz e.V., mittlerweile auch Vorsitzender des neugegründeten Fördervereins Recherche Dresden, Autor für die Sezession, für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, Referent für die rechtsextreme Münchner Burschenschaft Danubia, Referent für die rechtsextreme Burschenschaft Normannia-Nibelungen, Referent für die rechtsextreme Marburger Burschenschaft Germania

Akif Pirincci

Autor für die Sezession (Herausgegeben vom Institut für Staatspolitik), für Freitum, für die Globale Freiheit, Buchautor des Antaios-Verlags, Autor für Elsässers Compact-Magazin.
Zur Erinnerung Akif Prinnci hatte im Oktober 2015 auf einer Pegida-Demonstration bedauert, dass die Kzs ja leider außer Betrieb seien.
2017 wurde er vom Amtsgericht Bonn wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu 5100 Euro Geldstrafe (170 Tagessätze à 30 Euro) verurteilt. Grund war eine Hetzschrift unter dem Titel „Freigabe des Fickviehs“ und ein Facebook-Post vom 1. August 2014, in dem er eine Kasseler Sexualforscherin als „sexbesessene Zwangsjacken-Kandidatin“ beleidigt hatte. …

Klaus Kelle

Der überzeugte Abtreibungsgegner ist bekannt als Erstunterzeichner der rassistischen Erklärung 2018, CDU-Mitglied, Ordensbruder des Tempelritterorden(s) e.V., Autor für die AfD-nahe Freie Welt des Sven von Storch, Referent für das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, Betreiber des Blogs The GermanZ, Gastredner im Rahmen einer Veranstaltung der Christdemokraten für das Leben (CDL). 2015 fungierte er als Referent für die Bibliothek des Konservatismus.

Martin Lohmann

Der fundamentalistische Abtreibungsgegner und weißglühende Frauenhasser plädiert für ein Abtreibungsverbot auch nach erfolgter Vergewaltigung. Bis 2013 war Lohmann, Mitinitiator der Aktion Linkstrend stoppen, Mitglied der CDU. Er gehört zum Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, arbeitete für Bild und den Bayerischen Rundfunk, schrieb mit dem Papst-Sekretär Georg Gänswein eine Glaubensfibel und leitet den Katholiken-Sender „K-TV“.
Nach 8 jähriger Vorstandstätigkeit für den Bundesverband Lebensrecht (BVL, Organisator des jährlichen Marsch(es) für das Leben) trat er 2017 zur Neuwahl nicht mehr an. Er gehört zum Autor*innenkreis der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit (JF). Laut Angaben von Compact publizierte Lohmann 2010 für das rechtsextreme Magazin einen Text mit der Überschrift „Von der Lust katholisch zu sein“. (50)
Lohmann gehört dem Redaktionsbeirat des Institut(s) für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V. an. …

Philip Plickert

Der Autor der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) schreibt/schrieb nicht nur für die ef, sondern darüberhinaus auch für Tichys Einblick. Als Referent trat er 2009 gemeinsam mit Alexander Kissler für das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V. auf.
Mit der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ist Plickert derart eng verbunden, dass er im internen Adressverzeichnis 2010 unter Angabe sämtlicher Kontaktdaten der JF aufgeführt war.
Anlässlich der Neugründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (DAB) 2016 modierte Plickert die festliche Veranstaltung.
Philip Plickert ist auch Autor in dem antifeministischen Buch: „Die Quotenfalle – Warum Genderpolitik in die Irre führt“.
Auch als Herausgeber des Buches: „Merkel. Eine kritische Bilanz“ ist Plickert auch bekannt. 22 rechten bzw. antifeministischen Publizist*innen hat er die Möglichkeit gegeben, auch in schriftlicher Form ihre menschenverachtende Ideologie zum Ausdruck zu bringen. Zu den Autor*innen gehören z.B.: Thilo Sarrazin, Birgit Kelle, Wolfgang Ockenfels (Kuratoriumsmitglied der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung und Unterzeichner der homosexuellenfeindlichen Marburger Erklärung…), Erich Vad (CDU, Autor Sezession, Autor Cicero, Autor JF, Referent für das Institut für Staatspolitik (IfS)…) …

der Antifeminist Eckhard Kuhla

der rechte Frauenhasser Arne Hoffmann

der bekennende Rassist Stefan Scheil

die mittlerweile im rechtsextremen Spektrum angekommene Publizistin Vera Lengsfeld

der homosexuellenfeindliche Theologe David Berger

Ulrich Schacht, der zu den Unterzeichnenden der rassistischen Erklärung 2018 gehört

die Antifeministin und Abtreibungsgegnerin Birgit Kelle

und Thorben Schwarz (AfD), Alice Weidel (AfD), Christian Lindner (FDP), der Antisemit und Herausgeber des Compact-Magazins Jürgen Elsässer, Götz Kubitschek (Herausgeber der Sezession des Instituts für Staatspolitik (IfS)…)

und dies war nur eine kleine Auswahl.

Auch Katja Kipping (die Linke) stand ef schon als Interviewpartnerin zur Verfügung ebenso Martin Sellner (Identitäre Bewegung (IB)).

(51)

(52)

Die in Listenform aufgeführten Autor*innen von ef sind das who is who organisierter Abtreibungsgegner*innen, Antifeminst*innen, „neuer“ Rechter und Rechtsextremer. Der Versuch die netzwerkartigen Strukturen, die sich aus diesen Verbindungen ergeben, sprachlich oder visuell darzustellen oder abzubilden, würde scheitern, zu großflächig ist das Geflecht.

Wie die Verbindungen von zwei ausgewählten ef-Autoren aussehen und wie weit sich diese erstrecken, darum geht es in den beiden nächsten Abschnitten.

[7] Die Verbindungen des rechten ef-Autoren Tomasz M. Froelich

Tomasz M. Froelich ist Gründer und Chefredakteur von Freitum, einer Onlineplattform, die den sog. „neuen“ Rechten zugeordnet werden kann. Er ist Herausgeber der Edition Freitum und Autor für die Schweizerzeit, (53) für Globale Freiheit (54) oder für das Forum Freie Gesellschaft.
2012 wurden Froelich und das gesamte Redaktionsteam von Freitum vom Institut für Austrian Asset Management mit der Roland-Baader-Auszeichnung „geehrt“. (55)
Von 2011 bis 2013 war er Volontär am Ludwig Mises Institut in Warschau.
2016 z.B. war er Referent für eine Veranstaltung des Hayek-Club-Konstanz, die in den Räumlichkeiten der Universität Konstanz stattfand. (56)
2017 z.B. war er tätig als Referent für die rechtsextreme AfD (Kv Ortenau) zum Thema: Bargeldabschaffung. (57)
Mittlerweile ist Tomasz M. Froelich persönlicher Referent und Büroleiter des Bundestagsabgeordneten Joerg Meuthen der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD). (58) Seine Verbindungen führen auch in den Deutschen Bundestag hinein.

Die Verbindungen des ef-Autoren Tomasz M. Froelich visuell dargestellt wirken durchaus überschaubar.

[8] Die Verbindungen des rechten Juristen und ef-Autoren Carlos A. Gebauer

Der Jurist Carlos A. Gebauer, bekannt als Darsteller der RTL-Gerichtsshow „Das Strafgericht“, publiziert als Gastautor für die Achse des Guten und für Eigentümlich frei.
2017 war er Referent im Rahmen der ef-Konferenz, er ist FDP-Mitglied und stellvertr. Vorsitzender der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft.
2008 Referent für die 7. Berliner Gespräche zum Gesundheitsrecht organisiert vom Deutschen Institut für Gesundheitsrecht (59) oder 2011 als Referent für den Hartmannbund (NRW) im Rahmen einer Landesdeligiertenversammlung (60)
2009 stand er der AfD-nahen Freie Welt, das zum Netzwerk des Ehepaars Sven und Beatrix von Storch (MdB AfD) als Interviewpartner zur Verfügung.
Seit 2015 ist er Richter im Zweiten Senat des Anwaltsgerichtshofes NRW.
Seine Bücher z.B. „Rettet Europa vor der EU“ erschienen in der edition Lichtschlag.
Darüberhinaus schrieb er bisher auch Artikel für die Neue Juristische Wochenschrift (NJW) oder er diskutiert mit/bei Prof. Dr. Max Otte, dem Organisator des Neuen Hambacher Fests und Unterzeichner der rassistischen Erklärung 2018, auf dem Youtube-Kanal Privatinvestor TV, über soziale Verantwortung und Gemeinschaftsbildung. (61)
2014 war Gebauer Teilnehmer einer Podiumsdiskussion anlässlich einer Lesung von Andreas Lombards und Akif Pirinçcis neuestem Buch: „Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ vom Manuscriptum Verlag, organisiert von ef. Neben den genannten Autoren saß auch die mittlerweile verstorbene Susanne Kablitz von der Partei der Vernunft neben Gebauer auf dem Podium. (62)

Die Verbindungen des ef-Autoren Carlos A. Gebauer visuell dargestellt wirken durchaus überschaubar.

[9] 5 Personen sind kein Netzwerk – oder doch?

Zur visuellen Veranschaulichung wurden die Kontakte der beiden ef-Autoren Froelich und Gebauer sowie die von Joerg Meuthen, als Arbeitgeber von Froelich, Max Otte, dem Privatinvestor, und André F. Lichtschlag zusammengefügt.

Anmerkung: Die nachfolgende Abbildung wird dem Anspruch auf Vollständigkeit nicht gerecht und erhebt auch nicht den Anspruch.

Fünf Personen mit ihren Verbindungen haben bereits ein fast unüberschaubares Geflecht erzeugen können. Wenn wir bedenken, dass die jeweiligen Vereine oder Organisationen, in der Grafik grün dargestellt, Mitglieder haben, die wiederum für andere Plattformen oder Magazine publizieren oder für Institutionen Vorträge halten … . Gleichzeitig gibt es zusätzliche Verbindungen durch Kooperationen zwischen den abgebildeten Vereinen, Magazinen, Verlagen… . Um den Überblick nicht zu verlieren, wurden diese in der Grafik nicht dargestellt.

Allerdings dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, wie viele nicht-rechte Institutionen (wie z.B. der Hartmannbund, das Deutsche Institut für Gesundheitsrecht, der Deutsche Bundestag) und Publikationen (Neue Juristische Wochenschrift) bereits bei nur fünf Personen aufgeführt werden konnten. Diese sind nicht nur in der Mitte der Gesellschaft verankert, sondern gehören auch zu den demokratischen Errungenschaften bzw. zu den Einrichtungen eines Sozialstaats oder eines Solidarsystems. Die namentlich aufgeführten Personen und Organisationen/Vereinigungen arbeiten aktiv für sein baldiges Ende.

[10] Zur menschenverachtenden Ideologie von Eigentümlich frei

Eigentümlich frei ist rassistisch und verwendet ungeniert das N-Wort, das wir aus den Screenshots vom 16.05.2018 entfernt haben.

(63)

(64)

Eigentümlich frei gibt dem als Volkslehrer bekannten Holocaustleugner Nikolai Nerling eine Plattform.

(65)

Eigentümlich frei verwendet den NS-Begriff „Entartung“

(66)

Eigentümlich frei ist antifeministisch bisweilen sogar misogyn, wie dieses Beispiel zeigt. Das Foto der betroffenen Frau wurde aus dem Screenshot entfernt.

(67)

Eigentümlich frei und light-beat-radio.de degradiert Frauen zum Objekt wie nachfolgende Beispiele verdeutlichen. Auf der Webseite des neuen Radioprogramms( light-beat-radio.de) sind Abbildungen von Frauen im Stile der 40/50iger Jahre überall zu finden. Entweder zeigen Frauen diskret ihre Strapse, die heute keine* mehr trägt, oder sie rekeln sich in Gruppen oder alleine auf Autos oder Röhrenradios herum, die heute nur noch in Museen zu sehen sind.

(73)

Eigentümlich frei ist Abtreibungsgegner

(68)

Eigentümlich frei ist islamfeindlich und schürt fremdenfeindliche Ressentiments

(69)

Eigentümlich frei ist gegen „Gender“ und bezeichnet die notwendige Auseinandersetzung als „Umerziehung

(70)

Eigentümlich frei bezeichnet den modernen Sozialstaat als die „nachhaltig asozialste Erfindung in der Menschheitsgeschichte“.

(71)

Demokrat*innen werden in den Artikeln von ef kurzerhand zu schädlichen Populisten erklärt

(72)

Und dies waren nur einige ausgewählte Beispiele ihrer menschenverachtenden Ideologie.

Eigentümlich frei ist mehr als eine rechte Monatsschrift mit Blog, jährlichen Konferenzen, einem TV-Kanal und Radioprogramm. Eigentümlich frei ist mehr als ein Verbündeter eines faschistischen Ablegers einer rechtsextremen Partei. Eigentümlich frei ist Teil eines Netzwerkes mit eigenen Strukturen und dem darausfolgenden Synergieeeffekt, der sich auch gegen demokratische und soziale Errungenschaften richtet.

Auf abschließende Anmerkungen kann verzichtet werden, denn jetzt ist alles gesagt.

Quellenangaben:

(1) https://patriotische-plattform.de/531/beitraege/unsere-antwort-auf-die-deutschlandresolution/, zuletzt abgerufen am 29.04.2018

(2) https://www.bdk-berlin.org/veranstaltungsberichte/konservativ-ist-patriotisch/, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(3) https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/politikwirtschaft/artikel/grundstroemung-konservatismus, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(4) a.a.O.

(5) a.a.O.

(6) https://www.die-linke.de/fileadmin/download/zusammenschl%C3%BCsse/arge_kdsb/2016-03-00_arge_kdsb_rundschreiben_16.pdf, S. 1, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(7) http://www.libertaeres-institut.de/pm/li_pressemitteilung_04_wahlrecht.pdf, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(8) https://ef-magazin.de/webwarum-ef/, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(9) https://afd-fanshop.de/product_info.php?info=p154_operation-spaltung—andr—f–lichtschlag.html, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(10) https://ef-magazin.de/impressum/, zuletzt abgerufen am 02.05.2018

(11) https://ef-magazin.de/autor/martin-moczarski, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(12) https://ef-magazin.de/2017/05/25/11061-identitaere-strategie-libertaeres-marketing-steuern-sind-raub, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(13) https://de.wikipedia.org/wiki/Partei_der_Vernunft, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(14) http://www.obk.de/imperia/md/content/cms200/bundestagswahl_2013/btw2013_stimmzettel_muster.pdf, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(15) http://www.bpb.de/politik/wahlen/wer-steht-zur-wahl/bundestagswahl-2017/254557/pdv, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(16) https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_freier_B%C3%BCrger, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(17) https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Bandulet, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(18) https://www.compact-shop.de/shop/compact-dvd/dvd-bruno-bandulet-beuteland/, zuletzt abgerufen am 10.05.2018

(19) http://www.freiewelt.net/reportage/robert-groezinger-im-berliner-hayek-club-10022056/, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(20) https://www.manuscriptum.de/die-ethik-der-geldproduktion.html, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(21) https://www.m-vg.de/mediafiles/Leseprobe/9783898797115.pdf, zuletzt abgerufen am 11.05.2018 (pdf S. 10)

(22) https://nurbaresistwahres.de/vor-ort-seminare/, zuletzt abgerufen am 13.05.2018

(23) https://www.raczeks.de/%C3%BCber-uns/referenten/, zuletzt abgerufen am 21.05.2018

(24) http://www.libertaeres-institut.de/pm/li_pressemitteilung_04_wahlrecht.pdf, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(25) http://www.steinke-institut.de/referenzen.htm, zuletzt abgerufen am 21.05.2018

(26) https://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/bonn/-no-go-areas–in-bonn-institut-warnt-vor-einigen-vierteln-2384148, zuletzt abgerufen am 21.05.2018

(27) https://www.libertaere-rundschau.de/Stefan_Blankertz.html, zuletzt abgerufen am 22.05.2018

(28) https://www.novo-argumente.com/autor/bouillon_hardy, zuletzt abgerufen am 10.05.2018

(29)http://www.publicpartners.de/profil-1/, zuletzt abgerufen am 22.05.2018

(30)„Die Tugend der Diskriminierung
Nicht mehr Herr im eigenen Haus: Das Recht auf Ausschluß ist ein elementares Schutzrecht“ ein Text vom Hans-Hermann Hoppe (15.07.2005) als ein Beispiel von mehreren Artikeln

(31) https://www.libertaere-rundschau.de/hans_hermann_hoppe.html, zuletzt abgerufen am 22.05.2018

(32) https://www.amazon.de/Wettbewerb-Gauner-Unwesen-Demokratie-Privatrechtsgesellschaft/dp/392639658X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1526994652&sr=8-1&keywords=Der+Wettbewerb+der+Gauner+%E2%80%93+%C3%9Cber+das+Unwesen+der+Demokratie+und+den+Ausweg+in+die+Privatrechtsgesellschaft, zuletzt abgerufen am 22.05.2018

(33) https://www.amazon.de/Demokratie-Gott-keiner-Hans-Hermann-Hoppe/dp/3933497868/ref=pd_sim_14_1?_encoding=UTF8&pd_rd_i=3933497868&pd_rd_r=90ffe29e-5dc1-11e8-9dcf-11dc893b0f8b&pd_rd_w=Gfekz&pd_rd_wg=2mdJO&pf_rd_i=desktop-dp-sims&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_p=5296994838746851949&pf_rd_r=RR28CGKFWMDZWX5AVZES&pf_rd_s=desktop-dp-sims&pf_rd_t=40701&psc=1&refRID=RR28CGKFWMDZWX5AVZES, zuletzt abgerufen am 22.05.2018

(34) https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Guido_H%C3%BClsmann, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(35) https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Guido_H%C3%BClsmann, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(36) https://www.zeit.de/online/2007/43/besser-wirtschaften-guido-huelsmann, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(37) https://www.manuscriptum.de/die-ethik-der-geldproduktion.html, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(38) http://www.libinst.ch/?i=robert-nef, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(39) http://liberal-award.ch/die-bisherigen-preistraeger/2017-robert-nef/, zuletzt abgerufen am 22.05.2018

(40) http://www.bundesheer.at/wissen-forschung/publikationen/person.php?id=346, zuletzt abgerufen am 09.05.2018

(41) https://kursbuch.online/erich-weede-freiheit-impliziert-ungleichheit/, zuletzt abgerufen am 09.05.2018

(42) https://www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-10902, zuletzt abgerufen am 10.05.2018

(43) Compact: https://www.compact-shop.de/shop/compact-magazin/compact-heft-dezember-2010-nr-1/, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(44) http://www.akademikerverband.at/zusammenarbeit/, zuletzt abgerufen am 11.05.2018

(45) https://jungefreiheit.de/service/archiv/, zuletzt abgerufen am 13.05.2018. „Mehr Geld!“ von Manuel Ochsenreiter am 17.11.2006

(46) https://jungefreiheit.de/service/archiv/, zuletzt abgerufen am 13.05.2018. „Liebe Leser“ von Dieter Stein am 27.11.1998. In dieser kurzen Mitteilung wird auch Ochsenreiter erwähnt, der sich als Mitarbeiter wegen seines Studiums eine Auszeit genommen habe.

(47) Einige Informationen über das Deutsche Zentrum für Eurasische Studien und das Netzwerk der rechtsextremen AfD vermittelt ein Artikel aus die Zeit mit dem Titel: „Bis in den letzen, rechten Winkel“ vom 12.05.2018 (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-05/neue-rechte-verteilung-deutschlandkarte, zuletzt abgerufen am 18.05.2018)

(48) http://katehon.com/de/tags/deutsches-zentrum-fuer-eurasische-studien, zuletzt abgerufen am 13.05.2018

(49) http://katehon.com/de/agenda/manuel-ochsenreiter-der-andere-ansatz-zur-geopolitik, zuletzt abgerufen am13.05.2018

(50) https://www.compact-online.de/compact-magazin-dezember-2010/, zuletzt abgerufen am 31.03.2018

(51) https://ef-magazin.de/archiv/ef/21/inhalt.html, zuletzt abgerufen am 04.05.2018

(52) https://ef-magazin.de/2016/09/12/9764-interview-mit-martin-sellner-identitaere-bewegung, zuletzt abgerufen am 04.05.2018

(53) https://www.schweizerzeit.ch/cms/index.php?page=/benutzer/tomasz_m_froelich-1836, zuletzt abgerufen am 06.05.2018

(54) http://globalefreiheit.de/author/54, zuletzt abgerufen am 06.05.2018

(55) Die Verleihung der Roland-Baader-Auszeichnung wird vorgenommen vom „Institut für Austrian Asset Managenment, www.ifaam.de“

(56) http://www.hayek-club-konstanz.de/author/lmuellermuetz/, zuletzt abgerufen am 06.05.2018

(57) https://ortenau.afd-bw.de/aktuelles/news/10660/Vortrag+mit+Tomasz+M.+Froelich%3A+Bargeldabschaffung, zuletzt abgerufen am 06.05.2018

(58) Zur Ergänzung ein Artikel über die Verbindungen von Freitumg und der AfD: https://www.woz.ch/-8663, zuletzt abgerufen am 06.05.2018

(59) http://www.digr.de/index.php?article_id=70&clang=0&print_version=1, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(60) http://www.hartmannbund.de/detailansichten/landesverbaende/nordrhein/presse/meldung/politisches-und-philosophisches-in-muenster-1/, zuletzt abgerufen am 12.05.2018

(61) https://www.youtube.com/watch?v=1tpsO0ARJBM, zuletzt abgerufen am 06.05.2018

(62) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/lesung-von-akif-pirincci-zweieinhalb-stunden-wut-fuer-fuenfzehn-euro-12934359.html, zuletzt abgerufen am 13.05.2018

(63) https://ef-magazin.de/, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(64) https://ef-magazin.de/2018/01/08/12080-skandal-um-halbneger-tweets-noah-du-kleiner-rassist, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(65) https://ef-magazin.de/2018/02/22/12312-erzieherin-birkhild-t-im-interview-bei-nikolai-nerling-wie-vernichten-wir-die-kindergaertnerin, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(66) https://ef-magazin.de/2018/02/06/12215-hofreiter-curio-disput-im-bundestag-rettet-die-entartung, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(67) https://ef-magazin.de/2017/07/15/11328-der-spiegel-ueber-ehegattensplitting-gemahlin-hure, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(68) https://ef-magazin.de/dossier/Abtreibung/, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(69) https://ef-magazin.de/dossier/islam/, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(70) https://ef-magazin.de/dossier/Gender-Mainstreaming/, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(71) https://lightbeat-radio.de/blog/, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

(72)

(73) https://ef-magazin.de/2018/05/14/12774-interview-dokumentation-zum-start-von-lightbeat-radio-der-radiosender-fuer-die-freiheit, zuletzt abgerufen am 16.05.2018

Informationen über die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)

In Bearbeitungsmodus!!!

Gliederung:

[1] Einführende Anmerkungen
[2] Die Vernetzungen der Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)
[3] Die regionalen Vernetzungen Giessen/Wetzlar
[4] Personelle und sonstige Verbindungen…
a) Verbindungen zur Europäischen Bürgerinitiative Einer von Uns
b) Verbindungen zur Wochenzeitung Junge Freiheit
c) Verbindungen zur Bibliothek des Konservatismus (BdK)/Förderstiftung
Konservative Bildung und Forschung (FKBF)
d) idea und die Rechtschreibresolutionen
e) Die Organisationen der EAD als Scharnier
[5] Anmerkungen zur Ideologie der EAD – Glaubensbasis und Nashville Erklärung
[6] Menschenbild
[7] Frauenbild und „Gender“feindlichkeit
[8] Sexualität- und Lustfeindlichkeit
[9] Homosexualität
[10] Trans- und Intersexualität
[11] Kreationismus oder Evolutionsbiologie vs. Schöpfungsgeschichte
[12] Demokratie und Verfassung vs. Bibel und das Wort Gottes
[13] Gesellschaft
[14] Beispiele politischer Einflussnahme
[15] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Schnittstelle zur „bürgerlichen Mitte“ – Beispiele
[16] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Schnittstelle nach rechtsaußen – Beispiele
[17] Familie
[18] Individualität
[19] Rassismus
[20] Über den blinden Fleck, den brauen Kern

[1] Einführende Anmerkungen

Wer sich mit der Ideologie sowie dem Einfluss der reaktionären und rechten Christen der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) auf Gesellschaft und Politik auseinandersetzen will, muss sich zwangsläufig mit den netzwerkartigen Strukturen der EAD befassen.

Schicht um Schicht musste dazu freigelegt werden. Nur so zeigt sich so das Ausmaß der Vernetzungen, die nicht nur national sondern auch weltweit vorhanden sind. So funktioniert zum einen der Transport eines Ideals von einer Gesellschaft, die auf Ungleichheit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit basiert, und zum anderen auch die politische Einflussnahme auf Parteien und Politik. Beispiele dafür gibt es dafür reichlich.

Beispielhaft sollen die netzwerkartigen Strukturen, die Veranstaltungen, die Organisationen und die Institutionen der evangelischen Allianz in der Region Giessen/Wetzlar vorgestellt werden.

Unter Punkt 4 stehen die personellen Verbindungen im Mittelpunkt der Betrachtung. Daran anschließend soll die Ideologie der Evangelikalen, der sogenannten Bibeltreuen, der EAD ausführlich dokumentiert werden.

Um der Fülle an Informationen Rechnung zu tragen und in Anbetracht der Vielzahl von Vereinen, Institutionen, Partnerschaften…, ist es unmöglich einen einzelnen Text oder einen thread zu verfassen. Darum wurden zahlreiche threadähnliche Texte angefertigt und miteinander verlinkt.

Wir empfehlen den eingefügten Links zu folgen, haben die einzelnen Abschnitte dennoch so verfasst, dass sie als eigenständige Absätze gelesen werden können. Die eingefügten Sprungmarken machen das möglich.

[2] Die Vernetzungen der Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)

Die Deutsche Evangelische Allianz oder die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) versteht sich als ein „Netzwerk evangelisch-reformatorischer Christen und Gemeinden“.

(1)

Genaugenommen ist die Evangelische Allianz in Deutschland, kurz EAD, ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Das wiederum bedeutet, dass Spenden an diesen e.V., steuerlich absetzbar sind.

 

(2)

(3)

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz e.V. ist Hartmut Steeb.

Zur evangelischen Allianz gehören insgesamt 9 Arbeitskreise

(4)

Der AK Migration und Integration (AMIN) z.B. teilt sich wiederum bundesweit in „Ortsgruppen“ auf

(5)

Zusätzlich gibt es noch sog. „Initiativen“ von AMIN …

(6)

… und Partner, d.h. eine Zusammenarbeit mit verschiedenen „Werken“ und Organisationen. AMIN z.B. hat 15 Partner,darunter u.a. ERF Medien e.V., das Europäische Institut für Migration, Integration und Islamfragen, Campus für Christus oder das Arabisch-Deutsche Evangeliums-Forum e.V. … .

Anmerkung: Leiter dieses AKs, also von AMIN, sind Hartmut Steeb und Herbert Putz.

Informationen über ERF Medien e.V. hier

Zusätzlich gibt es rund „200 selbständige diakonische, evangelistische, missionarische und seelsorgerische Werke, die auf der Basis der Evangelischen Allianz überregional arbeiten bzw. sich mit ihr verbunden fühlen“ und etwa „130 Werke und Einrichtungen der Evangelischen Allianz“.

(7)

Zur EAD gehört auch der „Freundeskreis der Evangelischen Allianz“…

(8)

… sowie zwei Stiftungen

(9)

Angeschlossen an die EAD sind zahlreiche Ortsallianzen …

(10)

… sowie der Informationsdienst der evangelischen Allianz (idea e.V.) mit Sitz in Wetzlar, der wiederum das Magazin idea Spektrum herausgibt, einen Zweckbetrieb unterhält (der Kongress christlicher Führungskräfte ebenfalls mit Sitz in Wetzlar), sowie eine Stiftung und Förderprojekte.

[3] Die regionalen Vernetzungen Giessen/Wetzlar

Das „Netzwerk“ Wetzlar/Giessen setzt sich zusammen aus 11 Gemeinden (Wetzlar) …

(11)

… und einer Vielzahl angeschlossener Gemeinden, Inititativen, Gruppen und Werken (Gießen), darunter auch die Freie Theologische Hochschule (FTH) oder die August-Hermann-Francke-Schule, beide in Gießen. Hinzu kommt noch der Förderverein für evangelikale Theologie und Ausbildung e.V., der die FTH unterhält, mehrere Institute (darunter das Institut für Ethik und Werte mit Sitz in Gießen, das Institut für Israelogie, das Rambach-Pädagogikum) und eine Buchhandlung (FTH-Books), zuzüglich idea.

(12)

(13)

Wie die Zusammenarbeit in der Region Wetzlar/Gießen funktioniert, zeigt z.B. die Veranstaltung am 16. Februar 2018 in der Anskar-Kirche in Niedergirmes zum Thema: „Auflösung der Geschlechter? Die Gender-Agenda kritisch betrachtet“.

Organisiert wurde sie von der Evangelischen Allianz Wetzlar mit dem Referenten Christoph Raedel, der als Professor zum Kollegium der FTH gehört und gleichzeitig Direktor des Instituts für Ethik und Werte ist.

(14)

Informationen über die FTH mit Sitz in Gießen hier

Informationen über das Institut für Ethik und Werte mit Sitz in Gießen hier

Informationen über dien Informationsdienst der evangelischen Nachrichtenagentur (idea) mit Sitz in Wetzlar hier

Informationen über den Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) mit Sitz in Wetzlar hier

[4] Personelle und sonstige Verbindungen…

Noch sind nicht alle Vernetzungen erfasst, denn Verbindungen finden nicht nur zwischen Vereinen oder Organisationen statt, sondern auch durch Personen, die als Referent*innen, Redner*innen auf Tagungen, Kongressen oder Demonstrationen sprechen oder durch ihre Publikationstätigkeiten für Zeitschriften, Onlineplattformen, gemeinsame Buchprojekte oder durch initiierte/unterzeichnete Appelle oder Petitionen … .

Da es den Rahmen dieser Dokumentation sprengen würde, hier einige ausgewählte Verbindungen.

a) Verbindungen zur Europäischen Bürgerinitiative Einer von Uns

Die Initiative Einer von Uns mit den beiden Vorstandsmitgliedern Sven und Beatrix von Storch (MdB, der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland, kurz AfD) gehört zur Zivile(n) Koalition e.V. und damit zum Netzwerk des Ehepaars von Storch.

Anmerkung: Die Zivile Koalition e.V. ist ideeller Unterstützer des jährlichen „Marsch(es) für das Leben“. Zur weiteren Ergänzung ein Auszug aus der Beschreibung von Lobbypedia: „Die Zivile Koalition ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, der über Initiativen und Kampagnen politische Forderungen verbreitet, die denen der Alternative für Deutschland (AfD) entsprechen. Erste Vorsitzende des Vereins ist Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der AfD und Mitglied der Friedrich A. von Hayek – Gesellschaft; zweiter Vorsitzender ist ihr Ehemann Sven von Storch. Laut ihrer Webseite wurde eine Veranstaltung im hessischen Oberursel bei Frankfurt, zu der die Zivile Koalition mobilisiert hatte, zur Initialzündung und Auftaktveranstaltung für die Gründung der AfD.“ (15)

Zur Zielsetzung der Initiative: „Wir wollen erreichen, dass die EU sich an ihr eigenes Recht hält und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beendet, welche zur Tötung menschlicher Embryonen führen. Dies betrifft verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen. Wir fordern konkret den Stopp von EU-Geldern 

  • für Forschung mit embryonalen Stammzellen und des Klonens sowie
  • für Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle und der Familienplanung unter dem wohlklingenden Begriff der »sexuellen und reproduktiven Gesundheit« im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe.“(16)

Zu den Unterstützer*innen der dargestellten Initiative, die als Botschafter bezeichnet werden, gehören Thomas Schirrmacher (Stellvertretender Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA)) (17), Harald Steeb (Generalsekretär der Evangelischen Allianz) und Stephan Holthaus (Leiter des Instituts für Ethik & Werte und Rektor der Freien Theologischen Hochschule (FTH), mit Sitz im mittelhessischen Gießen).

(18)

(19)

Hedwig von Beverfoerde, u.a. bekannt als Koordinatorin von Demo für Alle, ist nationale Koordinatorin der Initiative Einer von Uns in Deutschland (20). Für diesen Einsatz wurde sie 2013 von der evangelischen Nachrichtenagentur idea zur politischen Christin des Jahres „gekürt“. (21)

Anmerkungen: Ergänzende Informationen über die Einbindung der Bürgerinitiative Einer von Uns in ein europäisches LGBTI-feindliches, antifeministisches Anti-Abtreibungsnetzwerk hier und hier.

b) Verbindungen zur Wochenzeitung Junge Freiheit

Harald Seubert, der seit September 2017 Mitglied des erweiterten Kollegiums der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) ist und zu den sog. Neuen Rechten zählt, gehört zum Autorenkreis der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF).

Der ehemalige Leiter Helmut Matthies publizierte bereits für die JF als diese noch vom Verfassungsschutz beobachtet und im jährlichen Verfassungsschutzbericht unter „Rechtsextremistische Bestrebungen“ aufgeführt wurde. (22)

Ein kleiner Auszug aus dem Verfassungsschutzbericht 2001:

Ein Beispiel dafür bietet die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF).
Einige namhafte demokratische Vertreter aus Medien, Politik und Wissenschaft stellten sich 2001 der JF für Interviews zur Verfügung.Daneben gibt die JF unverändert auch einzelnen rechtsextremistischen Autoren ein Forum
“. (23)

Helmut Matthies ist mit der JF aber nicht nur als Autor verbunden. 2005 nahm das Vorstandsmitglied von idea, Stiftungsbeirat der idea-Stiftung zur Förderung christlicher Publizistik und zum Hauptvorstand der EAD gehörend, am fünften Sommerfest der Jungen Freiheit teil. Die Einladung wurde ausgesprochen vom Förderverein „Freunde der JF“.

Ebenfalls nahmen z.B. an diesem Ereignis teil: Klaus Peter Krause (mittlerweile Vorstandsmitglied der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung), Ivan Denes (Chefredakteur der Deutschen Konservativen Zeitung), Götz Kubitschek (Leiter des Instituts für Staatspolitik (IfS) und Herausgeber des Magazins Sezession) oder Manuel Ochsenreiter (aktuell u.a. Chefredakteur Zuerst!).

2006 war Matthies nicht nur geladener Gast des JF-Sommerfests, sondern auch Redner. Die JF beschrieb seinen Auftritt folgendermaßen: „Helmut Matthies, Chefredakteur des evangelikalen Wochenmagazins idea-spektrum, sah in seinem Grußwort viele Anzeichen für eine positive Wende zurück zu konservativen Werten und mehr Patriotismus. Er beglückwünschte die JF zu ihrem Durchhaltevermögen.“ (24)

2006 unterzeichnete Matthies den Appells für die Pressefreiheit, initiiert von der JF.

Der überzeugte Abtreibungsgegner Hartmut Steeb (Vorstandsmitglied idea und Generalsekretär der EAD), der die Ansicht vertritt „über Leben und Tod kann nicht privat entschieden werden“,  (25) stand der JF in der Vergangenheit als Interviewpartner zur Verfügung.

c) Verbindungen zur Bibliothek des Konservatismus (BdK)/Förderstiftung Konservative bildung und Forschung (FKBF)

Bei der Bibliothek des Konservatismus und der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung handelt es sich um einen Think-Tank Neuer Rechter mit Sitz in Berlin. Gemeinsam mit der Wochenzeitung Junge Freiheit verleiht die Stiftung seit 2004 den Gerhard-Löwenthal-(Ehren-)Preis für rechte Publizistik.

Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören z.B. Ellen Kositza „(2008), Autorin der Jungen Freiheit und Sezession, u.a. bekannt durch ihre antifeminsitischen Äußerungen und ihren Ehemann, Götz Kubitschek (Herausgeber des Magazins Sezession und Mitbegründer des Instituts für Staatspolitik (IfS) und Teilnehmer des diesjährigen Faschistenkongresses Verteidiger Europas in Österreich), die Antifeministin Birgit Kelle oder Stefan Scheil.

Helmut Matthies, der 2009 mit dem Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis ausgezeichnet wurde, befindet sich damit in entsprechender rechter bis extrem rechter Gesellschaft.

Harald Seubert von der FTH Gießen war in der Vergangenheit Referent einer Veranstaltung des BdK und Hartmut Steeb ist für eine Veranstaltung der BdK in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA, Berlin-Brandenburg) im April 2018 angekündigt.

d) Idea und die Rechtschreibresolutionen

Die „Resolution zur Wiederherstellung der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung“ zum Welttag des Buches 2004, initiiert von der Deutsche Sprachwelt, wurde u.a. von der Wochenzeitung Junge Freiheit, mehreren Burschenschaften (Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn, Altherrenschaft PV! Hansea zu Göttingen, AH-Verband des Corps Donaria Freising-Weihenstephan), der Gemeinschaft Traditionsbewußter Preußen (GTP Sundern), den Christdemokraten für das Leben (Meschede), dem Bund der Vertriebenen – Landesverband Saar e. V. (Riegelsberg), der Hans Filbinger Stiftung (Unteruhldingen), der DVCK – Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur e. V., die rechtsextreme Vereinigung Collegium Humanum (Vlotho), der Bayernpartei e.V., dem antisemitischen Ahriman-Verlag, der Preußischen Allgemeinen Zeitung … unterstützt. Auch idea wird dort aufgeführt, mittlerweile ist sie allerdings durchgestrichen. Wie nachfolgender Screenshot vom 16.04.2018 belegt.

Anmerkung: Die rechtsextreme Vereinigung Collegium Humanum (Vlotho) ist verboten. 2009 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Verfügung des Bundesinnenministeriums aus dem Jahr 2008. Ergänzende Infos hier.

(26)

Anmerkung1: Der im April 2007 verstorbene Hans Filbinger (CDU, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs und Gründer des rechten Studienzentrums Weikersheim), ist ein ehemaliges NSDAP-Mitglied, der als Marinerichter in der Zeit zwischen 1943 und 1945 für mindestens vier Todesurteile verantwortlich ist.

(27)

Anmerkung2 : Herausgeber der Deutsche Sprachwelt ist Thomas Paulwitz (Autor des Ostpreußenblatts, Referent für die rechtsextreme, im Verfassungsschutzbericht aufgeführte, Gesellschaft für Publizistik (GfP), publiziert auch für das Preußeninstituts, für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG), Redner der Straßburg-Tagung für den Verband der Vereine der deutschen Studenten, Vorstands- und Gründungsmitglied der Neue(n) Fruchtbringende(n) Gesellschaft).

Anmerkung3: Beim Verband der Vereine der deutschen Studenten (VVDSt) handelt es sich um „(…) nichtschlagende, farbenführende Verbindungen, in denen männliche Studenten und Akademiker Mitglied werden können, die sich dem deutschen Sprach- und Kulturkreis verbunden fühlen. (…)  Die Farben der meisten Vereine Deutscher Studenten und des Dachverbandes sind Schwarz-Weiß-Rot, der Wahlspruch des Dachverbandes lautet „Mit Gott für Volk und Vaterland! (…)“ (28)

Anmerkung4: Die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft initiierte in der Vergangenheit den Versuch den SS-Kriegsverbrecher E. Priebke begnadigen zu lassen. Wikipedia schreibt über die SWG: “In Vorträgen und Publikationen der SWG werden u. a. geschichtsrevisionistische Themen behandelt.“ (29)

Die Rechtschreibresolution Gutes Deutsch (2010), die sich gegen die Rechtschreibreform richtete, erschien unter der Überschrift: „Tradition, Kultur und Sprache bewahren, Volksvermögen schützen: Wir kippen die Rechtschreibreform!“ auf der Webseite gutes-deutsch.de.

(30)

Zu den Unterstützer*innen der „Rechtschreibresolution Gutes Deutsch“ gehören z.B. die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck vom Collegium Human, die verstorbene Abtreibungsgegnerin Johanna von Westphalen von den Christdemokraten für das Leben, Rudolf Kartmann vom Bund der Vertriebenen, der Rechtsanwalt Konrad Hoffmann von den „Vereinigte(n) Länder(n) des Deutschen Ostens im Deutschen Reich“, Benno Hofschulte von der DCVK e.V., einer rechten Anti-Abtreibungsorganisation in Frankfurt, Dieter Stein (Junge Freiheit), diverse Unterzeichner, die versch. Landesverbänden der Republikaner angehörten, einige Landsmannschaften, die rechtsextreme Gesellschaft für freie Publizistik, die regelmäßig im Verfassungsschutzbericht aufgeführt wird, der antisemitische Ahriman-Verlag, die Weltanschauungsgemeinschaft Bund für Gotterkenntnis, der Grabert-Verlag, der Hohenrain-Verlag, sowie die Nachrichtenagentur idea.

(31)

(32)

(33)

(34)

Und das war nur eine kleine Auswahl.

Anmerkung: Nicht nur die GfP, sondern auch der Grabert-Verlag und der Hohenrain-Verlag wurden in der Vergangenheit im Verfassungsschutzbericht aufgeführt.

e) Die Organisationen der EAD als Scharnier

Obwohl über Organisationen der EAD, z.B. über die Freie Theologische Akademie, idea oder den Kongress christlicher Führungskräfte (KcF), anlassbezogen mitunter auch kritisch berichtet wird, sind die genannten Einrichtungen fest in der gesellschaftlichen Mitte verankert, während sie gleichzeitig Verbindungen nach rechts und rechtsaußen eingehen.

Die Kritik an der Teilnahme rechter oder rechtsextremer Verlage im Rahmen der diesjährigen Leipziger Buchmesse, zeigt dies deutlich.

Im Focus standen der Antaios-Verlag, Compact, die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) und CATO. Trotz der engen Verbindungen zwischen idea und der JF oder anderen rechten bis extrem rechten Vereinigungen, wurde die Beteiligung der Nachrichtenagentur idea an der Leipziger Buchmesse nie in Frage gestellt. Während die genannten Verlage in einer gemeinsamen Halle untergebracht wurden,, galt dies nicht für idea.

Anmerkung: Die Wochenzeitung Junge Freiheit und CATO verzichteten auf die Teilnahme an der Leipziger Buchmesse 2018.

Völlig ungehindert hatte die Nachrichtenagentur ihren Stand fernab des Geschehens, wo sie ihr Programm, einen Gottesdienst, protestfrei durchführen konnten.

Auch der Kongress christlicher Führungskräfte im Jahr 2015 kann als Beispiel angeführt werden. Unter der Schirmherrschaft von Olaf Scholz, damals noch Bürgermeister von Hamburg, mittlerweile Bundesfinanzminister (SPD) konnten sich Evangelikale „mit Plastik-Embryos gegen den Werteverfall“ (35) ereifern.

Zu den Teilnehmer*innen im Rahmen des KcF gehörten 2015 u.a. auch Helmut Matthies, die Antifeminstin Birgit Kelle, Klaus Kelle, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „unkontrollierbaren Moloch“ bezeichnete und Frauke Petry von der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD). (36)

Frauke Petry, die in der Vergangenheit u.a. für das Deutschland Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft einen Artikel mit dem Titel: „Die Political Correctness ist am Ende“ oder die Junge Freiheit verfasste, nutzte die Gelegenheit um sich über die Verunglimpfung von Pegida und ihre Anhänger*innen zu beschweren. Zusätzlich erklärte sie noch, dass ein Wort wie „Entartung“ zum wissenschaftlichen Vokabular gehöre und deshalb müsse es benutzt werden dürfen. (37)

Pro (Christliches Medienmagazin) berichtete in einem Artikel mit dem Titel: „Petry beklagt „Zerrbild in der Berichterstattung“ über den Kongress und die AfD-Politikerin, allerdings ohne Kritik oder einer Entgegnung. Ob Petrys Äußerung Empörung oder Widerspruch unter den Teilnehmer*innen des Kongress ausgelöst hat, ist nicht bekannt. Vermutlich jedoch nicht.

Zur näheren Erläuterung zum Begriff „Entartung“ ein Auszug aus dem Text: „AfD: Nur Faschisten wollen in der Politik von „Entartung“ sprechen

(38)

In Abschnitt 15 und 16 wird die Thematik des Scharniers noch einmal aufgegriffen und vertieft werden. In diesen Abschnitten steht die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Schnittstelle zur „bürgerlichen Mitte“ und als Schnittstelle nach rechts und rechtsaußen im Focus. Anhand konkreter Beispiele wird dies veranschaulicht werden.

[5] Anmerkungen zur Ideologie der EAD – Glaubensbasis und Nashville Erklärung

Nachdem wir nun in fast schon epischer Breite einen Teil des Netzwerkes der EAD kennenlernen konnten, soll in nachfolgenden Abschnitten die Ideologie, die sich hinter ihren vermeintlich „christlichen Werten“ verbirgt, dargestellt werden.

So beschreibt sich der Kongress Christlicher Führungskräfte, der als Zweckbetrieb von idea betrieben wird und damit zum Netzwerk der EAD gehört, als „eines der bedeutendsten Fachtreffen für Führungskräfte aus Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft, die eines gemeinsam haben: Sie wollen in der Arbeitswelt nach christlichen Werten leben.“ (39)

(39)

Wer sich auf der Webseite des KcF genauer umschaut, findet keine nähere Erläuterung oder gar eine Definition dieser „christlichen Werte“. Es bleibt der Vorstellungskraft der Leser*in überlassen, was dazu führt, dass dieses Bekenntnis zur Projektionsfläche wird. Vermutlich denkt d. Leser*in dabei spontan an Werte wie Humanität, Akzeptanz, Verständnis, Mitgefühl und Unterstützung unabhängig von Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexueller Präferenz, Geschlecht, Aussehen oder Alter u.s.w., doch weit gefehlt.

Die christlichen Werte, auf die sich der KcF beruft, basieren auf der Glaubensgrundlage der Evangelischen Allianz, die 1846 in London gegründet wurde. Diese Glaubensbasis wurde 1972 überarbeitet, zuletzt ein weiteres Mal im März oder April 2018.

Die aktualisierte Fassung der „gemeinsamen Basis des Glaubens“ von 2018.

(40)

Neu hinzugekommen ist die Aussage, dass der Mensch „als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde besitzt“ und „als Mann und Frau geschaffen“ ist. (41)

Christoph Raedel (Professor der FTH Gießen und Leiter des Instituts für Ethik & Werte) schreibt dazu in seinem Kommentar für idea: „Damit haben die lebensethischen und geschlechtertheologischen Positionen, die Evangelikale in gesellschaftlichen und kirchlichen Auseinandersetzungen vertreten, jetzt einen Ankerpunkt in der Glaubensbasis.“ (42)

Da sich die EAD, wie bereits festgestellt wurde, als ein Netzwerk beschreibt, müssen wir uns an dieser Stelle auch mit der Nashville-Erklärung befassen, die wurde im August 2017 von mehr als 150 US-amerikanischen evangelikalen Leitern als Stellungnahme zur menschlichen Sexualität und Geschlechterrollen verfasst wurde.

Denn auch diese Erklärung nimmt Einfluss auf das Verständnis evangelikaler Christ*innen der Evangelischen Allianz.

(43)

Von führenden Evangelikalen der EAD wurde die Nashville-Erklärung hierzulande begrüßt oder für positiv befunden, darunter auch der Hochschuldozent für Systematische Theologie der Freien Theologischen Hochschule (FTH Gießen) Berthold Schwarz.

Auf Anfrage des christlichen Medienmagazins Pro erklärte er unverblümt: „Es ist sehr zu begrüßen, dass es das Ziel das Manifestes ist, den Ortsgemeinden christlich-ethische Klarheit anzubieten in einem Zeitalter, in dem immer mehr Verwirrung über einige der grundlegendsten Fragen des Menschseins und des Zusammenlebens herrscht“.

In der deutschen Übersetzung der Nashville Erklärung wurde das neunseitige pdf mit dem Zusatz versehen „Ein Bündnis für biblische Sexualität“.

Die Abschrift der Nashville Erklärung, die aus 14 Artikeln besteht:

Artikel 1

Wir bekräftigen, dass Gott die Ehe als geschlechtliche, reproduktive, lebenslange Bundesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau angelegt hat. Dieser Bund zwischen einem Ehemann und einer Ehefrau ist dazu bestimmt, die Liebe Christ zu seiner Braut, der Gemeinde, darzustellen.

Wir verwerfen, dass Gott die Ehe als homosexuelle, polygame oder polyamoröre Beziehung angelegt haben soll. Wir verwerven ebenfalls die Auffassung, die Ehe sei nur ein menschlicher Vertrag und nicht ein Bund, der vor Gott geschlossen wird.

Artikel 2

Wir bekräftigen, dass Gottes offenbarter Wille für alle Menschen Keuschheit außerhalb der Ehe und Treue innerhalb der Ehe vorsieht.

Wir verwerfen, das irgendwelche Gefühle, Begehren oder Verpflichtungen jemals Geschlechtsverkehr oder andere Formen der sexuellen Unmoral vor oder außerhalb der Ehe rechtfertigen dürfen.

Artikel 3

Wir bekräftigen, dass Gott Adam und Eva, die ersten Menschen, nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Sie sind als Personen vor Gott gleichwertig, aber als Mann und Frau verschieden.

Wir verwerfen, dass die göttlich bestimmten Unterschiede zwischen Mann und Frau ungleiche Würde oder Wert bedeuten sollen.

Artikel 4

Wir bekräftigen, dass die göttlich bestimmten Unterschiede zwischen Mann und Frau die ursprüngliche Schöpfungsabsicht Gottes widerspiegeln und dem menschenlichen Wohl und Gedeihen dienen.

Wir verwerfen, dass solche Unterschiede ein Ergebnis des Sündenfalls oder ein tragisches Unglück, das es zu überwinden gilt, sein sollen.

Artikel 5

Wir bekräftigen, dass die Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen integraler Bestandteil von Gottes Absicht für das Selbstverständnis von Mann und Frau sind.

Wir verwerfen, dass körperliche Abweichungen oder psychologische Zustände die von Gott bestimmte Verknüpfung zwischen dem biologischen Geschlecht und dem Selbstverständnis als Mann oder Frau aufheben würden.

Artikel 6

Wir bekräftigen, dass die diejenigen, die mit einer anatomischen Geschlechtsdifferenzierungsstörung geboren werden, nach dem Ebenbild Gottes erschaffen sind und gleiche Würde und Wert haben, wie die anderen, die Gottes Bild tragen. Sie werden von unserem Herrn Jesus mit den Worten über „Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind“, anerkannt. Sie sind mit allen anderen als treue Nachfolger von Jesus Christus eingelagen und sollten ihr biologisches Geschlecht, soweit es feststellbar ist, annehmen.

Wir verwerfen, dass Unklarheiten in Bezug auf das biologische Geschlecht es einer Person unmöglich machen sollen, ein fruchtbringendes Leben in freudigem Gehorsam gegenüber Christus zu führen.

Artikel 7

Wir bekräftigen, dass das Selbstverständnis von Mann oder Frau entsprechend Gottes heiligen Intentionen in Schöpfung und Erlösung- wie sie in der Schrift offenbart sind – definiert werden soll.

Wir verwerfen, dass es mit Gottes heiligen Intentionen in Schöpfung und Erlösung vereinbar sein soll, sich ein homosexuelles oder transgender Selbst-Konzept zu eigen zu machen.

Artikel 8

Wir bekräftigen, dass Menschen, die sich vom gleichen Geschlecht sexuelle angezogen fühlen, durch den Glauben an Jesus Christus ein reiches, fruchtbringendes und Gott wohlgefälliges Leben führen können, indem sie, wie es allen Christen geboten ist, in Reinheit leben.

Wir verwerfen, dass sexuelle Anziehung für das gleiche Geschlecht ein Bestandteil von Gottes ursprünglicher, guter Schöpfung sein soll oder dass sie einen Menschen von der Hoffnung des Evangeliums ausschließe.

Artikel 9

Wir bekräftigen, dass Sünde sexuelles Begehren verzerrt, indem sie es vom Ehebund weg zu sexueller Unmoral hinlenkt – eine Verzerrung, die sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Unmoral umfasst.

Wir verwerfen, dass ein anhaltendes Begehren nach sexueller Unmoral sexuell unmoralisches Verhalten rechtfertigen soll.

Artikel 10

Wir bekräftigen, dass es sündhaft ist, homosexuelle Unmoral oder Transgenderismus zu befürworten und dass eine solche Befürwortung eine schwerwiegende Abkehr von der christlichen Treue und dem christlichen Zeugnis darstellt.

Wir verwerfen, dass die Befürwortung von homosexueller Unmoral oder Transgenderismus moralisch belanglos und für sonst treue Christen damit nur eine untergeordnete Meinungsfrage sein soll.

Artikel 11

Wir bekräftigen unsere Pflicht, die Wahrheit zu jeder Zeit in Liebe zu sagen, auch dort, wo wir zu- oder übereinander als Mann oder Frau sprechen.

Wir verwerfen jegliche Verpflichtung, auf eine Weise zu reden, die Gottes Schöpfung von Mann und Frau als seine Ebenbilder entehren würde.

Artikel 12

Wir bekräftigen, dass die Gnade Gottes in Christus uns sowohl Vergebung als auch Kraft zur Veränderung schenkt und dass diese Vergebung und verändernde Kraft es einem Nachfolger Jesu ermöglichen, sündhafte Begierden abzutöten und des Herrn würdig zu leben.

Wir verwerfen, dass die Gnade Gottes in Christus nicht ausreichen soll, alle sexuellen Sünden zu vergeben und dass sie nicht im Stande sein soll, jeden Gläubigen, der sich zur sexuellen Sünde hingezogen fühlt, Kraft für ein Leben in Heiligkeit zu verleihen.

Artikel 13

Wir bekräftigen, dass die Gnade Gottes in Christus Sünder befähigt, Transgender-Selbst-Konzepte aufzugeben und durch Gottes Langmut die von ihm bestimmte Verknüpfung zwischen dem biologischen Geschlecht und dem eigenen Selbstverständnis als Mann oder Frau anzunehmen.

Wir verwerfen, dass die Gnade Gottes in Christus Selbst-Konzepte billigen soll, die Gottes offenbartem Willen widersprechen.

Artikel 14

Wir bekräftigen, dass Jesus Christus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten und dass durch Christi Tod und Auferstehung Vergebung der Sünden und ewiges Leben jedem Menschen offenstehen, der von seiner Sünde umkehrt und auf Christus allein als Retter, Herrn und höchstes Gut vertratu.

Wir verwerfen, dass des Herrn Arm zu kurz sein soll, um zu retten, oder dass er irgendeinen Sünder nicht erreichen könne.“ (44)

Weitergehende Informationen: Anmerkungen zur Ideologie der EAD als thread

[6] Trans- und Intersexualität

[7] Homosexualität

[8] Sexualität- und Lustfeindlichkeit

[9] Frauenbild und „Gender“feindlichkeit

[10] Das Menschenbild

[11] Kreationismus oder Evolutionsbiologie vs. Schöpfungsgeschichte

[12] Demokratie und Verfassung vs. Bibel und das Wort Gottes

[13] Gesellschaft

[14] Beispiele politischer Einflussnahme

[15] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Schnittstelle zur „bürgerlichen Mitte“ – Beispiele

[16] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Schnittstelle nach rechtsaußen – Beispiele

[17] Familie

[18] Individualität

[19] Rassismus

[20] Über den blinden Fleck, den brauen Kern

 

Quellen:

  1. Screenshot vom 26.02.2018; Quelle: www.ead.de/die-allianz/netzwerk/die-evangelische-allianz-als-netzwerk.html
  2. Screenshot vom 2602.2018; Quelle: www.ead.de/kontatk/impressum.html
  3. Screenshot vom 26.02.2018; Quelle: www.ead.de/spenden/allgemeine-informationen/finanzierung.html
  4. Screenshot vom 26.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/arbeitskreise/arbeitskreise/arbeitskreise-der-evangelischen-allianz.html
  5. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://amin-deutschland.de/ueber-amin/amin-ortsgruppen/
  6. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://amin-deutschland.de/ueber-amin/initiativen/
  7. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/die-allianz/werke-und-verbaende.html
  8. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/die-allianz/freundeskreis.html
  9. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/die-allianz/stiftungen/spenden-an-stiftungen.html
  10. Screenshot mit Ortsallianzen vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/ortsallianzen/uebersicht.html
  11. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.evangelische-allianz-wetzlar.de/gemeinden/
  12. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://www.fta.de/index.php?id=569
  13. Screenshot vom 27.02.2018 (2); Quelle 2: https://www.fta.de/index.php?id=567
  14. Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.evangelische-allianz-wetzlar.de/2018/02/aufloesung-der-geschlechter-die-gender-agenda-kritisch-betrachtet/
  15. https://lobbypedia.de/wiki/Zivile_Koalition, zuletzt abgerufen am 16.04.2018
  16. http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=23, zuletzt abgerufen am 15.04.2018
  17. https://www.thomasschirrmacher.info/bio/kurzbiographie/, zuletzt abgerufen am 15.04.2018
  18. Screenshot vom 17.04.2018; http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=4
  19. Screenshot vom 17.04.2018; http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=4
  20. http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=1, zuletzt abgerufen am 15.04.2018
  21. http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/vorbilder-die-christen-des-jahres-2013-989.html, zuletzt abgerufen am 15.04.2018
  22. https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/62819/Verfassungsschutzbericht_2001.pdf, zuletzt abgerufen am 15.04.2018
  23. a.a.O.
  24. https://jungefreiheit.de/sonderthema/2006/es-ist-eine-lust-zu-leben, zuletzt abgerufen am 15.04.2018
  25. http://qrew.blogsport.eu/2016/11/16/das-treffen-christlicher-lebensrecht-gruppen/, zuletzt abgerufen am 14.02.2017
  26. Screenshot vom 16.04.2018, http://deutschesprachwelt.de/archiv/unterzeichner.shtml
  27. https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger, zuletzt abgerufen am 16.04.2018
  28. https://de.wikipedia.org/wiki/Verband_der_Vereine_Deutscher_Studenten, zuletzt abgerufen am 16.04.2018
  29. https://de.wikipedia.org/wiki/Staats-_und_Wirtschaftspolitische_Gesellschaft, zuletzt abgerufen am 16.04.2018
  30. http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm, Screenshot vom 17.04.2018
  31. Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm
  32. Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm
  33. Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm
  34. Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm
  35. http://www.taz.de/Prominente-Unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-Evangelikale/!5018534/, zuletzt abgerufen am 07.02.2018
  36. Unmittelbar nach der Bundestagswahl am 24.09.2017 trat Frauke Petry aus der AfD aus. Quelle: https://andreaskemper.org/2017/09/26/afd-austritte-nach-der-btw-2017/
  37. https://www.pro-medienmagazin.de/index.php?id=58986, zuletzt abgerufen am 17.04.2018
  38. https://andreaskemper.org/2015/02/28/warum-man-in-der-politik-nicht-entartung-sagen-sollte/, zuletzt abgerufen am 17.04.2018
  39. Screenshot vom 23.04.2018; Quelle: http://www.kcf.de/
  40. http://www.ead.de/die-allianz/basis-des-glaubens.html
  41. https://www.idea.de/spektrum/detail/ueberarbeitete-glaubensbasis-vieles-ist-gelungen-aber-einige-fragen-bleiben-104963.html, zuletzt abgerufen am 19.04.2018; ein Kommentar von Christoph Raedel vom 16.04.2018
  42. https://www.idea.de/spektrum/detail/ueberarbeitete-glaubensbasis-vieles-ist-gelungen-aber-einige-fragen-bleiben-104963.html, zuletzt abgerufen am 19.04.2018; ein Kommentar von Christoph Raedel vom 16.04.2018
  43. Screenshot vom 28.04.2018; Quelle: https://www.evangelium21.net/downloads/pdf/NashvilleV.1.0.pdf
  44. https://www.evangelium21.net/downloads/pdf/NashvilleV.1.0.pdf, zuletzt abgerufen am 28.04.2018
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Desiderius-Erasmus-Stiftung

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung betrachtet sich selbst als parteinahe Stiftung, die „ideell der Alternative für Deutschland (AfD) nahe“ steht. [1]

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) fördert die politische Bildungsarbeit und setzt sich für die demokratische Diskussion und Vermittlung konservativer, patriotischer und freiheitlicher Werte und Ideen ein. Sie ist als gemeinnützig anerkannt.

Die Stiftung wird im rechtlichen Sinne durch den Stiftungs-Verein und dessen Mitgliederversammlung bzw. den gewählten und ehrenamtlich tätigen Vereinsvorstand repräsentiert. Sie gliedert sich organisatorisch in ein Bildungswerk sowie eine Politische Akademie (beides im Aufbau).“ [2]

Zum Vorstand gehören:

Lars-Patrick Berg MdL
Alternative für Deutschland (AfD), Lv Ba-Wü

(Dr.) Klaus-Peter Krause
Alternative für Deutschland
(AfD) Landesverband Schleswig-Holstein, Autor Eigentümlich frei, Autor und Redaktionsbereit der Freie(n) Welt, Autor für die Webseite DerRechtsstaat.de einer Initiative der Allianz für den Rechtsstaat e.V, die zu dem Netzwerk des Ehepaars Sven und Beatrix von Storch (AfD) gehört, ebenfalls Autor Junge Freiheit, Unterzeichner des Appells für die Pressefreiheit 2006 initiiert von der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit, Unterstützer der antifeministischen Frankfurter Erklärung, die die Beendigung der Gleichstellungspolitik gefordert hat, gehört ebenfalls zu den Unterzeichner*innen des Appells für Sascha Jung und die Burschenschaft Danubia (München) initiiert 2007 von der Initiative Akademische Freiheit, sowie Autor für die rechtsextreme Onlineplattform Journalistenwatch, Referent für die Bibliothek des Konservatismus (BdK) einem Zentrum Neuer Rechter mit Sitz in Berlin, Mitglied der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft.

(Dr.) Hans Hausberger

(Dr.) Gerhard Fischer
war in der Vergangenheit für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung tätig, AfD-Bezirksvorstand Köln

Ralf Nienaber
Alternative für Deutschland (AfD), Dinslaken

(Dr.) Daniela Ochmann
Alternative für Deutschland (AfD), Köln

(Dr.) Stefan Sellschopp
Schriftführer des AfD-Mittelstandsforum Schleswig-Holstein

Sebastian Wippel MdL
Alternative für Deutschland Lv Sachsen, bei Facebook Teilnehmer einer Gruppe mit der Bezeichnung „Die Patrioten„, einer Hetzgruppe, die 2017 Anne Frank mit einem Bild verhöhnten.
[3]

Nachfolgend einige Hintergrundinformationen über die Vorsitzende und die bereits ernannten Kuratoriumsmitglieder.

Erika Steinbach

Sie hat am 04.03.2018 den bisherigen Vorsitzenden Peter Boehringer abgelöst. [4]

Seit ihrem Austritt aus der CDU, Anfang 2017, ist Steinbach (Bund der Vertriebenen) Unterstützerin der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Sie schreibt auch für den AfD-nahen Deutschland Kurier, war 2017 Referentin der Bibliothek des Konservatismus, in der Vergangenheit auch Autorin für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft, Referentin der rechtsextremen Marburger Burschenschaft Rheinfranken.

Anmerkungen: Die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft initiierte in der Vergangenheit den Versuch den SS-Kriegsverbrecher E. Priebke begnadigen zu lassen. Wikipedia schreibt über die SWG: “ In Vorträgen und Publikationen der SWG werden u. a. geschichtsrevisionistische Themen behandelt.“ Nachzulesen hier.

.1997 stimmte sie als MdB der CDU gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe, 2006 Unterzeichnerin des Appells für die Pressefreiheit, initiiert von der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit, in ihrer Eigenschaft als MdB der CDU unterzeichnete sie 2016 die Erklärung des Berliner Kreises, der zu den bundesweiten Initiativen der WerteUnion gehört.

Die Kuratoriumsmitglieder [5]

[6]

Angelika Barbe, von Oktober 2000 bis Frühjahr 2017 Referentin der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung [7]
Sie ist auch Erstunterzeichnerin der rassistischen Erklärung 2018, Autorin für die Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ), Gastvortrag für die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD, Berlin) [8], Autorin für die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit [9], Referentin Jugendkongress der Konrad-Adenauer-Stiftung (2009) [10], Teilnehmerin einer AfD-Kundgebung in Berlin 2009 [11], ebenfalls angekündigt als Rednerin im Rahmen der rechten „Kunstaktion Trojanisches Pferd“ von der Dresdener Initiative „Kunst ist frei“ (2018) [12]

Der katholische homosexuellenfeindliche Theologe David Berger, der auch zu den Unterzeichner*innen der rassistischen Erklärung 2018 gehört.

Die Rechtsanwältin Jaklin Chatchadorian, die 2017 aus der CDU ausgetreten ist und dies folgendermaßen begründete:
Unter dem Deckmantel des Kampfes „gegen Rechts“ haben wir eine CDU-Verteidigungsministerin, die der Bundeswehr in den Rücken fällt und den Ruf unserer Söhne und Töchter (nichts Anderes sind unsere Soldaten) der Lächerlichkeit Preis gibt: Nazis raus, Muslime explizit willkommen und Gender-/Sexseminare als Toleranzübung? Ernsthaft?[13]

Die rechte Buchhändlerin und Initiatorin der Charta 2017, Susanne Dagen

Imad Karim

Autor für den extrem rechten Jürgen Fritz Blog, ebenfalls Autor für Cicero, für Tichys Einblick, Interviewpartner der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit, Redner im Rahmen einer rechtsextremen Demonstration in Kandel [14], Redner der Demonstration „Frauenmarsch aufs Kanzleramt“ organisiert von Leyla Bilge (Alternative für Deutschland) [15], Autor für das Deutschland-Journal von der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft und angekündigter Referent des Neuen Hambacher Fests unter dem Motto: „Patrioten, hinauf aufs Schloss“.[16]

Wolfgang Ockenfels

Ochsenfels ist bekannt als überzeugter Abtreibungsgegner, Unterzeichner der Charta 2017, Unterzeichner der homosexuellenfeindlichen Marburger Erklärung, Autor für die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit und für die AfD-nahe Freie Welt, Kuratoriumsmitglied Forum Deutscher Katholiken, Referent beim Extremismus-Kongress der rechtsextremen AfD (2017 in Berlin), zusätzlich zählt er zum „Kreis der Freunde und Unterstützer“ des Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V., kurz IDAF.

Anmerkung: Geschäftsführer des Vereins IDAF ist das Opus-Dei-Mitglied Jürgen Liminski.

Karl Albrecht Schachtschneider

Er ist bekannt als Autor für die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit, ebenso als Autor für die Patriotische Plattform der rechtsextremen AfD, Autor und Referent für Compact, Referent für die rechtsextreme Burschenschaft Normannia-Nibelungen, Referent der Bibliothek des Konservatismus, einem Zentrum Neuer Rechter in Berlin, Referent für das Studienzentrum Weikersheim, auch ein Zentrum Neuer Rechter, das von dem NS-Richter Filbinger gegründet wurde. Schachtschneider publizierte auch im rechtsextremen Kopp-Verlag und arbeitete in der Vergangenheit ebenfalls mit Ein Prozent zusammen. [17]
2016 hat er z.B. „Massenzuwanderung als verfassungswidrig“ bezeichnet (Quelle: FPÖ TV [18]). Als Verfahrensbevollmächtigter hat er eine Verfassungsbeschwerde gegen die Einwanderungspolitik für Ein Prozent geführt, die am 10.02.2016 von der 3. Kammer des 2. Senats des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe abgelehnt wurde. Die Verfassungsbeschwerde wurde geführt von Schachtschneider, Jürgen Elsässer (Chefredakteur Compact), Götz Kubitschek (Verleger- Antaios-Verlag) und Hans-Thomas Tillschneider (AfD, Patriotische Plattform).[19]

Karlheinz Weißmann

Der Erstunterzeichner der rassistischen Erklärung 2018 ist bereits als Mitbegründer des Instituts für Staatspolitik (IfS) bekannt. Bis 2014 war er regelmäßiger Referent der Winter- oder Sommerakademien des IfS und Autor für das Magazin Sezession.
Weißmann hat eine umfangreiche rechte politische Vita, deshalb können hier nur einige Verbindungen und Aktivitäten aufgeführt werden. So z.B. als Referent für die rechtsextremen Burschenschaften Rheinfranken (Marburg) oder die B! Danubia. Als Autor hat er bereits für die rechtsextremen Verlage: Stocker Verlag, Antaios Verlag, Ares Verlag publiziert. 1984 schrieb er erstmalig eine Rezension für die Zeitschrift Criticón. Mehrfach war er schon Referent für die Bibliothek des Konservatismus (BdK).
Gemeinsam mit Andreas Lombard (früher Krause Landt) hat er 2017 das Magazin CATO gegründet, das den Neuen Rechten zugeordnet werden kann.

Alfred de Zayas

Der rechtsextreme Ares-Verlag bezeichnet ihn als „unseren Autoren“. In der Vergangenheit ist de Zayas aufgetreten als Referent für die Jahrestagung des Preußeninstitut(s) e.V.. Ebenfalls war er auch Autor für die Zeitschrift „Wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität“, die vom Bublies Verlag herausgegeben wird.

Anmerkung: Der rechtsextreme Bublies Verlag veröffentlicht Bücher und Schriften, die von Nazis und NS-Kriegsverbrecher*innen verfasst wurden.

De Zayas war auch Autor für Criticón, für Sezession (Herausgeber Götz Kubitsch, Verein für Staatspolitik) und Referent für die rechtsextreme Münchner Burschenschaft Danubia. Desweiteren gehört er zu den Unterzeichnenden des Appells für die Pressefreiheit (2006), initiiert von der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit.

Henning Zoz

Für einen Kongress für Schüler*innen hat Zoz, der von Wikipedia als „Deutscher Hochschullehrer und Unternehmer“ bezeichnet wird, einen Dresscode erlassen. Wer sich nicht ordentlich kleiden könne, Piercings im Gesicht habe, Hoodies trage oder bunte Haare, solle lieber zu Hause bleiben, [20] weil die  Zoz-Group sich nicht an Menschen mit Blech im Gesicht richte. [21]

Anlässlich der Neugründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (ADB) als Dachverband für Burschenschaften 2016 in Jena, gehörte Zoz zu den Referenten der Veranstaltung.

Hintergrundinformation: Gegründet wurde die ADB laut Badischer Zeitung [22], um sich von der Deutschen Burschenschaft und ihrer „konservativ-nationalistischen“ Ausrichtung abzusetzen. Die Ausrichtung der ADB wird hier als „liberal-Konservativ“ bezeichnet.

Anmerkung: Da die verwendete Bezeichnung Konservativ stets als protofaschistisch betrachtet werden muss, hat die Ausrichtung (liberal vs. national) keine Bedeutung.

Die nachfolgend aufgeführten Kuratoriumsmitglieder wurden am 10.04.2018 „berufen“. [23] Die aufgeführten Herrschaften haben alle die akademischen Titel „Prof. Dr.“

Ulrich Kutschera

Unterzeichner der antifeministischen Frankfurter Erklärung, im Juni 2016 stand er als Interviewpartner Compact zur Verfügung, 2017 hat er einen Gastbeitrag für die Initiative Familienschutz zum dritten Geschlecht verfasst. In dem er das dritte Geschlecht zur Absurdität erklärt.

Hier der letzte Satz seines Textes: „Postfaktische Fiktionen, wie die hier dargelegte „Vanja-als-Drittes-Geschlecht-Story“, haben in einer auf Naturwissenschaft und Technologie basierenden Gesellschaft keinen Platz – sie passen gut in die Esoterik-Ecke, wo auch andere derartige Absurditäten (Homöopathie, Kreationismus etc.) ihre Daseinsberechtigung haben.“

Anmerkung: Die Initiative Familienschutz gehört zur Zivilen Koalition e.V., das zum Netzwerk des Ehepaares Sven und Beatrix von Storch gehört. Die Zivile Koalition ist auch ideelle Unterstützerin des jährlichen Marsch(es) für das Leben.

Ulrich Kutschera ist bereits einschlägig bekannt, weil er sich mit großer Vehemenz gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Partnerschaften („Ehe für Alle“) ausgesprochen hat und diese als „widersinnig“ bezeichnet hat.

Kutschera hat im LIT Verlag im Februar 2016 ein Buch mit dem Titel „Das Gender-Paradoxon“ veröffentlicht.

Im Youtube-Kanal Freie Welt TV vom 26.03.2018 gibt es ein Interview mit Kutschera, geführt von Beatrix von Storch, mit dem Titel: „Das ganze Bild – Beatrix von Storch im Gespräch mit Prof. Ulrich Kutschera: Gender Mainstreaming – Politische Ideologie als Kampf gegen die Natur des Menschen“. Zu sehen hier hier

Queer. de berichtete bereits 2017 über Kutschera, dem Professor aus Kassel, der die Ansicht vertritt, Homo-Adoption führe zu „staatlich geförderter Pädophilie“. Zum Nachlesen hier

Lothar Höbelt

Er gehört zum Autor*innenkreis der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit und zu den Referent*innen der rechtsextremen Münchner Burschenschaft Danubia, die vom bayrischen Verfassungsschutz beobachtet wird und im jährlichen Verfassungsschutzbericht als rechtsextreme Organisation aufgeführt ist.
Schon 1998 war Höbelt Festredner des 150. jährigen Stiftungsfestes der B! Danubia. Er hält auch Vorträge für die Neue Ordnung, die regelmäßig mit der katholischen Laienorganisation Pro Occidente Vorträge in Wien organisiert.
2000 Teilnehmer einer Podiumsdiskussion, dem sog. Berliner Kolleg, organisiert vom Institut für Staatspolitik (IfS). Auf dem Podium saß nicht nur Höbelt, sondern auch Roland Baader, Alain de Benoist und Karlheinz Weißmann, allesamt führende Vertreter der sog. Neuen Rechten.
Höbelt publizierte aber auch für das Magazin Sezession (Herausgeber Götz Kubitschek, Verein für Staatspolitik).

Elmar Holschbach

Stefan Kofner

Hansjörg Huber

Quellen:

[1] https://erasmus-stiftung.de/ueber-uns/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[2] https://erasmus-stiftung.de/stiftungsverein/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[3] https://erasmus-stiftung.de/stiftungsverein/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[4] https://erasmus-stiftung.de/aktuell/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[5] https://erasmus-stiftung.de/desiderius-erasmus-stiftung-benennt-erste-kuratoriumsmitglieder/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[6] https://erasmus-stiftung.de/desiderius-erasmus-stiftung-benennt-erste-kuratoriumsmitglieder/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[7] http://www.kas.de/upload/dokumente/2009/06/Barbe.pdf, zuletzt abgerufen am 14.04.2018 und https://de.wikipedia.org/wiki/Angelika_Barbe, zuletzt abgerufen am 09.06.2018

[8] https://www.youtube.com/watch?v=qOjeSUdzluY, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[9] https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/das-ist-doch-nur-eine-frau/, Artikelüberschrift: „Gewalt durch moslemische Einwanderer – Das ist doch nur eine Frau“, 08.02.2018, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[10] http://www.kas.de/wf/de/17.34067/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[11] http://www.dw.com/de/afd-demo-gegen-fl%C3%BCchtlingspolitik-in-berlin/a-18834616, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[12] https://www.kulturradio.de/nachrichten/2018/04/Trojanisches-Pferd-vor-dem-Dresdner-Kulturpalast.html, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[13] http://www.theeuropean.de/the-european/12424-menschenrechtsaktivistin-tritt-aus-der-cdu-aus, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[14] https://dieunbestechlichen.com/2018/01/frauenmarsch-die-starke-rede-von-imad-karim-in-kandel-video/, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[15] https://youtu.be/Rb9NfAUMOcs, zuletzt abgerufen am 18.02.2018

[16] https://neues-hambacher-fest.de/, zuletzt abgerufen am 12.04.2018

[17] https://einprozent.de/pdf/vfb-lang.pdf, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[18] https://www.youtube.com/watch?v=WNSAdbxEu_k, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[19] https://einprozent.de/pdf/vfb-lang.pdf, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[20] http://www.rp-online.de/nrw/panorama/unternehmer-henning-zoz-will-keine-piercings-und-bunten-haare-sehen-aid-1.5812353, zuletzt abgerufen am 14.04.2018 und https://www.welt.de/politik/deutschland/article153128702/Habe-meiner-Tochter-Magneten-an-Bauch-gehalten.html, zuletzt abgerufen am 14.04.2018.

[21] https://www.impulse.de/unternehmen/branchen-maerkte/zoz-group/2208335.html, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[22] http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/die-spaltung-wird-besiegelt–127994154.html, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

[23] https://twitter.com/erasmusstiftung/status/984122325615378433, zuletzt abgerufen am 14.04.2018

Bibliothek des Konservatismus

Die Bibliothek des Konservatismus (BdK) (bestehend seit 2012) gehört zur Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF), die 2000 von dem mittlerweile Verstorbenen Caspar von Schrenck-Notzing gegründet wurde.

Zur Erinnerung: v. Schrenck-Notzing, ein Vertreter der Neuen Rechten, ein Anhänger Armin Mohlers, war Herausgeber der Zeitschrift Criticón, die 2000 eingestellt wurde. Zur „Tradition von Criticón“ bekennt sich die Publikation „Agenda“, eine Schrift des FKBF.

Die Selbstdarstellung der BdK:

 

(1)

Die BdK ist darum KEINESFALLS als ein Ort zu verstehen, an dem weiße „altmodische“ Herren und auch Damen, umgeben von Büchern und sehr viel Holz, Zigarren rauchend und beim Getränk gemütlich über den Zustand der Welt plaudern !!!

Institut für Ethik & Werte

Das Institut für Ethik & Werte (Gießen) ist mit der Freien Theologischen Hochschule (FTH, Gießen) auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden. Einerseits durch den gemeinsamen Trägerverein (Förderverein für evangelikale Theologie + Ausbildung (FTA) e.V.), ebenso auch räumlich, denn die Bibliothek des Instituts befindet sich auf dem Campus der FTH, und andererseits auch personell.

So ist zum Beispiel der Direktor des „Instituts“ Christoph Raedel zugleich auch Professor an der FTH Gießen. Das trifft auch auf Edith Düsing

[Lehrbeauftragte der FTH, die zu den Erstunterzeichner*innen der 2009 verfassten homosexuellenfeindlichen Marburger Erklärung und 2011 Laudatorin im Rahmen einer Preisverleihung an die beiden Homoumpoler Christl. R. Vonhold (DIJG) und Markus Hoffmann (Wuestenstrom)]

und Stephan Holthaus

[Rektor der FTH, Unterzeichner der Marburger Erklärung, überzeugter Abtreibungsgegner, Hauptvorstend der evangelischen Allianz (EAD) und Unterstützer bzw. Botschafter der Initiative „Einer von Uns“]

zu, die gleichzeitig Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des „Instituts“ sind.

Anmerkung: Die Initiative „Einer von Uns“ gehört zur Zivile(n) Koalition e.V. mit den beiden Vorstandsmitgliedern Sven und Beatrix von Storch (MdB Alternative für Deutschland).

Insofern ist davon auszugehen, dass Themen und Werte des „Instituts“ auch von der FTH Gießen so vertreten und in den Seminaren oder Vorlesungen so oder ähnlich interpretiert werden und damit in die Lehre einfließen.

Hier zunächst ein allgemeiner Überblick über die Themen des Insituts.

[1]

In Anbetracht der Vielzahl von Themen und Texten, die unter den jeweiligen Schwerpunkten auf der Webseite des Instituts zusammengestellt wurden, kann hier nur ein stark zusammengefasster Überblick geboten werden.

Masturbation hier als „Selbstbefriedigung“ bezeichnet, zu finden unter Sexualethik, wird in bestimmten Formen und Begleiterscheinungen, ohne diese genauer zu benennen, als Sünde verurteilt.

Voreheliche Sexualität wird zwar nicht verdammt, allerdings plädiert die Autorin des einzigen Textes zu dem Thema mit dem Titel „Ist vorehelicher Sex Sünde“ dafür bis zur Ehe zu warten.

Individualismus, zu finden unter Individualethik, wird nicht geschätzt, stattdessen „Gemeinnutz, nicht Eigennutz, Hingabe an den Nächsten, nicht Selbstverwirklichung“. [2]

Homosexualität wird vom „Institut“ eindeutig als Sünde bewertet.

An nachfolgendem Textauszug lässt sich belegen, dass sich das „Institut“ für Ethik und Werte für ein „therapeutisch, seelsorgerisches Hilfsangebot“ für Homosexuelle ausspricht.

[3]

Dahinter steckt der Gedanke Homosexualität könne und müsse, da Sünde, behandelt bzw. therapiert werden.

Anmerkung: Umgangssprachlich werden Gruppen oder Personen, die derartiges vertreten, den „Homoumpoler*innen“ zugeordnet.

Auf der Webseite des Instituts für Ethik & Werte führen Links zum Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) und zum Verein Wuestenstrom. Beide Organisationen propagieren die sogenannte „Reparativtherapie“ als Behandlung von Homosexualität.

[4]

Zur Ergänzung ein Auszug vom DIJG, verfasst von Christl. R. Vonholdt

[5]

Zusätzlich noch diesen Auszug von Markus Hoffmann (vom Verein Wuestenstrom) veröffentlicht auf der Webseite des DIJG.

[6]

 

Die Systematische Facharbeitsgruppe des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) zu der auch der Arbeitskreis für evangelikale Theologie e.V. gehört, mit Christoph Raedel als Vertreter, …

[7]

… hat sich bereits 2003 gegen die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften ausgesprochen und das im Rahmen einer siebenseitigen Schrift. Hier ein kurzer Auszug ihrer Begründung.

[8]

In diesem kleinen Abschnitt zeigt sich das Menschenbild des „Instituts“, dass lediglich aus Mann und Frau besteht,Trans- und Intersexualität ignoriert, heteronormativ, christlich und weiß ist. Die Reproduktionsfähigkeit von Frauen wird reduziert auf „biblisch“ und „empirisch evident“. Nirgendwo ist ein Platz vorgesehen für individuelle Entfaltung, Entwicklung und Emanzipation oder gesellschaftliche Veränderungsprozesse.

 

Quellen:

[1] Screenshot vom 30.03.2018; https://www.ethikinstitut.de/index.php?id=ethikinstitut

[2] https://www.ethikinstitut.de/fileadmin/ethikinstitut/redaktionell/Texte_fuer_Unterseiten/Individualismus_APS.pdf, zuletzt abgerufen am 30.03.2018

[3] Screenshot vom 30.03.2018; https://www.ethikinstitut.de/fileadmin/ethikinstitut/redaktionell/Texte_fuer_Unterseiten/Homosex_Beitraege_Michael_Kotsch.pdf

[4] Screenshot vom 30.03.2018; https://www.ethikinstitut.de/index.php?id=287

[5] Screenshot vom 01.04.2018; https://www.dijg.de/homosexualitaet/reorientierungstherapien-erklaerung-begriffe/

[6] Screenshot vom 01.04.2018; https://www.dijg.de/homosexualitaet/maennliche/ichdystone-homosexualitaet-therapie/

[7] Screenshot vom 01.04.2018; https://www.afet.de/impressum/

[8] Screenshot mit Textauszug vom 01.04.2018; https://www.ethikinstitut.de/fileadmin/ethikinstitut/redaktionell/Texte_fuer_Unterseiten/Sexualethik/Homosexualitaet__AfeT-Stellungnahme____A4_.pdf